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fragen zur radioaktivitaet und deren auswirkungen

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oro:
Greenockit: Ich dachte auch ich hätte schöne Handstufen mit Greenockit gefunden. Lill Halde in Pribram, etwa 1990. Nun, letztes Jahr untersuchte es ein Freund und siehe da -es war kein Greenockit sondern m-Tyuyamunit.

Markus J:
Radon ist ein geruchs- und farbloses Edelgas.
Unter Aussendung von zwei Protonen und zwei Neutronen, dem so genannten radioaktiven Alpha-Zerfall, bildet sich Radon als Folgeprodukt von festem Radium. Das Mutternuklid dieser natürlichen Zerfallsreihe ist das Element Uran. Nach einer Halbwertszeit von 3,8 Tagen zerfällt Radon in sein Folgelement Polonium, ebenfalls unter der Aussendung von Alpha-Teilchen. Der Zerfallsreihe folgend bilden sich nacheinander Radium=> Radon=> Polonium=> Blei=> Wismut=> Polonium=> stabiles Blei.
Die für den Menschen bedeutsame Radon-Strahlenproblematik wird durch den Prozess der Bildung des Radon aus festem Radium bedingt. Prinzipiell erfolgt der Zerfall innerhalb der festen Gesteinmatrix. Allerdings wirkt durch die Aussendung des Alpha-Teilchens eine Rückstoßenergie auf das Radonatom. Dadurch kann dieses aus dem festen Gesteinsverband gedrängt werden und in das Porensystem eindringen. Dem Prinzip der Diffusion folgend breitet sich das Edelgas aus. Konvektionsströme innerhalb des Porensystems befördern es an die Atmosphärengrenzfläche.

Krizu:

--- Zitat von: Markus J am 04 May 07, 06:27 ---Radon ist ein geruchs- und farbloses Edelgas.
Unter Aussendung von zwei Protonen und zwei Neutronen, dem so genannten radioaktiven Alpha-Zerfall, bildet sich Radon als Folgeprodukt von festem Radium.

--- Ende Zitat ---

Sage lieber eines He-Kerns, die vier Teilchen hängen zusammen.


--- Zitat ---Allerdings wirkt durch die Aussendung des Alpha-Teilchens eine Rückstoßenergie auf das Radonatom.

--- Ende Zitat ---
Man müsste mal den Impuls durchrechnen, das Radonatom ist immerhin 55x schwerer. Das ist Extremer als ein Sportwagen gegen einen stehenden Laster (1t vs. 40t) !


--- Zitat ---Dem Prinzip der Diffusion folgend breitet sich das Edelgas aus. Konvektionsströme innerhalb des Porensystems befördern es an die Atmosphärengrenzfläche.

--- Ende Zitat ---

Der erste Teil ist korrekt, aber eine Konvektion (= durch Wärmeunterschiede angetriebene Strömung) in einem Porensystem (Durchmesser wesentlich kleiner als die Längen)?
Da würde ich das ganze auch auf Diffusionen oder Strömungen schieben.

MfG

Frank
(BTW: Mein 1000. Beitrag  8) )


 

sabine:
sagt mal, mit welchen messmethoden kann man eigentlich feststellen, welche radioaktiven elemente gerade praesent sind?

welches messgeraet kann zwischen alpha, beta und gammastrahlung differenzieren?

kann ich also davon ausgehen, dass alles, was ich an einem mineral ausserhalb eines versiegelten (!) plastikkaestchens messe, beta-strahler sind? die alphastrahler sollten ja noch nicht mal papier durchdringen koennen. gammastrahler gibt es in der zerfallreise uran 238 -> blei 206 ja nicht.

dankeschoen! ;)


Krizu:
Hallo,

eigentlich sollte  - fast immer - bei einem Kernzerfall Gamma-Strahlung frei werden. Damit regt sich der entstandene Kern ab.

Tja, die Messtechnik. So für den Hausgebrauch fällt mir da nichts sichers, insbesondere mit Element/Isotop-Bestimmung, ein.

MfG

Frank

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