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Geochemie

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HakkiMalää:
Hallihallo,
will ich mich doch auch mal wieder melden, schließlich beginnt (für mich) jetzt wieder sie Sammelzeit ;D
Aber ich habe eine Frage. Da ich eingesehen hab, dass es als Geologe/Paläontologe kaum Jobchancen gibt, dachte ich, dass ich mich nach der Grundausbildung des Geologiestudienganges in richtung Geochemie spezialisiere. Nun möchte ich natürlich wissen, wo ist die beste Uni dafür??? UND ausserdem, was macht man genau als Geochemiker, sprich Einsatzfelder.
Vielleicht kann mir ja der eine oder andere aus Erfahrung berichten.
Ich freu mich auf eure Antworten!

smoeller:
Hallo,

In die Richtung Geochemie kannst du auf drei Wege gehen: Als Geologe, Fachrichtung Angewandte Geologie. Hier ist es vor allem aquatische Geochemie, das heißt, du untersuchst Wasserproben sowohl auf ihren Ionen- als auch Schadstoffgehalt. Anwendung: Wasseranalytik, Schadstoffrecycling, Beobachtung und Beseitigung von Altlasten und Umweltschäden. Vielfältige Arbeitsgebiete von Wasserwerken und Mineralwasserfabriken, oft als Laborangestellter, Labore und Universitäten, Industrie, Ingenieurbüros und Firmen, die Altlasten entsorgen.

Ein anderer Weg ist die Geochemie an festen Gesteinen: Hier kannst du sowohl Altersdatierung (Zerfall radioaktiver Isotope) als auch Aussagen über die Gesteinsentstehung und Gebirgsbildung (stabile Isotope, Isotopenverteilung, Seltene Erden) oder über Vulkanismus sammeln. Wird oft nur in Zusammenhang mit dem Schwerpunktfach Petrologie angeboten.

Ganz neu ist die fachübergreifende Disziplin Biogeochemie. Hier werden Biologie, Geologie und Chemie kombiniert. Dabei lassen sich etwa aus der Untersuchung von Plankton mit biologischen und geologischen Methoden Infos über Wassertemperatur, Eisbedeckung, Zufluss von Süsswasser, Alter und Entwicklung der Ozeane ziehen.

Eine Uni, an der alle drei Bereiche möglich sind, ist Kiel. Aber zum Wintersemester 2007 (ab Oktober) kommt der neue Bachelor-/Masterstudiengang Geosciences. Ob dann noch alles so bleibt, kann ich nicht sagen. Auch an den anderen Unis wird der Wandel vollzogen, in einigen (Münster) ist er schon vollzogen.

Glück Auf!
Smoeller

HakkiMalää:
Oh fein:)
Besonders die letzten beiden interessieren mich!
Wo bekommt man bsw. als Petrologe, der sich auf Isotopen oder Seltene Erden (interessiert mich beides schon länger) spezialisiert hat Arbeit?? Ich hab gehört, dass einige Seltenerdenelemente in der Industrie relativ häufig verwandt werden (z.B. in Farbfernsehren). Werden da Geochemiker in den entsprechenden Abbaustellen gebraucht? Die Leute vom Arbeitsamt, kennen sich da nich so aus, die wissen grade mal was Geologie ist (wenn überhaupt) ::)

smoeller:
Hallo,

Du bekommst als Petrologe mit dieser Spezialisierung eher einen Job an Unis oder Forschungsinstituten.

Für mich wird sich die Frage in einigen Monaten auch stellen. Schreibe gerade an meiner Diplomarbeit im Fach Petrologie. Allerdings mehr Druck-Temperatur-Pfade als Isotopen.

Für die technischen Anwendungen müsstest du entweder einen Ingenieurstudiengang (Fachhochschule) oder aber Chemie oder Physik studieren. Es gibt an einigen Unis (darunter Freiberg) auch die Fachrichtung technische Mineralogie. Da gibt es dann auch Anwendungen wie Nd-dotierte Yttrium-Aluminium-Granate als Laser usw., Keraiken mit REE.

Glück Auf!
Smoeller

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