Arbeitsmittel / Means for work > Schneiden, Spalten, Schleifen, Polieren / Cutting, Grinding, Polishing
Schleifen von Flurit
RonnyNisz:
Hat ja mit dem eigentlichen Thema nix mehr zu tun, aber:
Zitat: der Staub bzw. das enthaltene Fluor ist giftig. Also: Immer genug Binde- und Kühlmittel, ergo: Wasser, verwenden
Ich dachte immer, Fluorit sei in der Zahnpasta. Vergifte ich mich da jeden Morgen???
Gruß Ronny,
der sich morgen früh wohl trotzdem die Zähne putzen wird....
Isarkiesel:
--- Zitat von: RonnyNisz am 18 Aug 07, 23:46 ---Ich dachte immer, Fluorit sei in der Zahnpasta. Vergifte ich mich da jeden Morgen???
--- Ende Zitat ---
Hallo,
das in der Zahnpasta enthaltene Natriumfluorit dürfte sogar deutlich kritischer sein als das Calciumfluorid des natürlichen Flußspats: Es ist nämlich deutlich besser löslich. Als "reine" Chemikalie ist Natriumfluorit deshalb mit einem Totenkopf gekennzeichnet... ;D
Da die toxische Wirkung von Fluorid-Ionen im Körper meines Wissens nach auf der Ausfällung schwerlöslichen Calciumfluorids beruht, erscheint es mir zweifelhaft, ob man sich mit Flußspat vergiften kann: Für jedes Mol Calcium, das durch freigewordenes Fluorid gebunden wird, ist zuvor ein Mol freigesetzt worden. (Hierbei bleiben die schädlichen Effekte mineralischer Stäube auf die Lunge allerdings unberücksichtigt. Wer auf die Staublunge verzichten will, verwendet sowieso beim Schneiden/Schleifen genügend Kühlmittel und ggf. Atemschutz, auch ohne Fluor.)
caliastos:
wobei staublunge, silikose und asbesthose und co. auch absolut nichts mit vergiftung zu tun haben.
alle stäube als giftig zu bezeichnen ist da auch schlicht falsch. und naß schleifen ist nicht nur aus gesundheitsgründen ziemlich dumm. das macht die stücke und das werkzeug auch mal gerne kaputt.
der totenkopf auf chemikalien steht zudem nicht ausschließlich für giftig.
stabiler fluor-verbindungen sind an sich harmlos. und CaF ist da schon recht ordentlich stabil. klein zermahlen heißt ja nicht sofort freisetzung des fluors. und wie ja schon erwähnt wurde enthalten zahnpasten weitaus besserlösliches fluor. der sinn dabei ist der einbau selbigens in die zähne ---> ergibt dort stabilisierendes CaF.
was reines fluor so giftig macht ist seine extreme reaktivität. reines fluorgas, HF und flußsäure (aq) sind nicht gerade die harmlosesten verbindungen. die hohe reaktivität führt zudem auch zu nachher stabilen endprodukten, die der körper nicht einfach so zackzack in die gefährlichen einzelkomponenten zerlegt.
reines natrium oder chlor sind ja auch nicht unbedingt harmlos, aber als kochsalz essen wir es täglich. ist das kochsalz demnach giftig? nein; oder wer nimmt das in großen mengen zu sich? mit fluorit is das ähnlich.
Isarkiesel:
--- Zitat von: caliastos am 19 Aug 07, 17:17 ---der totenkopf auf chemikalien steht zudem nicht ausschließlich für giftig.
--- Ende Zitat ---
Nein; er steht für "Giftig" und "SEHR Giftig" ;D
Sven:
@ caliastos:
--- Zitat ---"und naß schleifen ist nicht nur aus gesundheitsgründen ziemlich dumm. das macht die stücke und das werkzeug auch mal gerne kaputt."
--- Ende Zitat ---
Meinst du das ernst? sollte wohl eher "trocken schleifen" heissen, oder?
Klar, der Hinweis auf die Gefahren der Stäube ist mehr allgemeiner Natur, und Staub=giftig ist natürlich auch nicht allgemeingültig richtig. Dann besser Staub=potentiell gesundheitsgefährdend. Klar ist auch der Vergleich mit Natrium und Chlor, es ging mir auch eher darum auf die latent vorhandene Gefahr hinzuweisen, wenn jemand fragt, was beim schleifen von Fluorit zu beachten wäre. Ich denke es ist im Umgang mit solchen Materialien immer besser, übervorsichtig zu sein, als evtl. unbewusst Risiken einzugehen.
Grüße, Sven
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln