Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals
silbernes Stäbchen in Schalenblende
Philip Blümner:
Hallo,
ich habe vor kurzem ein großes Lot von Rohknollen sowie polierter Schalenblende erwerben können. Die Stücke stammen teils aus La Calamine/Belgien und teils aus der Grube Breinigerberg im Stolberger Revier um Aachen. Es handelt sich ja mehr oder minder um die gleiche Pb-Zn-Lagerstätte.
Fundort ist somit nicht ganz genau, aber es scheint mehr Breinigerberg zu sein, da sich die Struktur der Schalenblende mit der eines etiketttierten Stücks ähnelt.
Nun habe ich gesehen, dass sich in einer Druse offener Schalenblende ein gitterartiges Gestäbe silberner Farbe befindet mit aufsitzenden Wurtzit xx (oder Sphalerit, aber X-Form spricht für Wurtzit). Ich halte das Stäbchen entweder für Pyrit (der Pyrit-Markasitanteil ist aber recht gering bei diesen Stücken, nirgends sind glitzernde Flächen zu erkennen z.B.) oder aber ein Galenit-Skelett. Das Stäbchen ist jedenfalls vierkantig.
Siehe Fotos. Größe ist etwas kleiner als 1 cm.
Philip Blümner:
...
berthold:
Hallo Philip,
für mich sieht das sehr nach Pyrit aus.
Gruß
Berthold
Goldi85:
Hallo,
würde auch sagen stengeliger Pyrit, hab so einen ähnlichen aus Wirtenbach.
Gruß Daniel
Günter Blaß:
Hallo Slugslayer,
ich würde eher annehmen, dass es sich um Bleiglanz handelt (sogenannter Strickbleiglanz) wie er an diesen Fundstellen häufiger vorkommt. Dann aber meist in ZnS eingewachsen. Er zeigt dann im Schnitt wunderschöne, verästelte Strukturen.
Noch ein Hinweis La Calamine (Kelmis) und Breinigerberg liegen doch etwa 20 Km auseinander und sind zwei unterschiedliche Fundstellen. Auch die Ausbildung der Schalenblenden differieren etwas.
MfG und GA
Günter Blaß
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