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Bitte um Gesteinsbestimmung

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rolfpeter:
Servus Freunde,

ich bei neu hier und möchte mich kurz vorstellen: Ich heiße Rolf Peter, komme aus dem Rheinland zw. Köln und Aachen und sammele Steine, allerdings keine Mineralien, sondern bearbeitete Steine, Artefakte. Da hier ja die Gesteinsexperten sitzen, dachte ich mir, ich dürfte mich ab und an mit einer Bestimmungsfrage an euch wenden.
Das ist ein sog. Rössener Breitkeil aus der mittleren Jungsteinzeit. Gas Gerät ist überschliffen, die Farbe ist grau mit einem ganz leichten Stich ins grünliche. Wenn der Stein feucht ist, kommt die Grünfärbung deutlicher heraus. In den Gesteinskörper sind dunkle, längliche "Kristalle" eingeregelt. Sie liegen grundsätzlich in eine Richtung.
Der Stein läßt sich mit Stahl ritzen, die Kristalle sind härter, etwa so hart wie der Stahl. Auf der Detailaufnahme sieht man eine nicht geschliffene Stelle, da treten die dunklen Einschlüsse auch plastisch aus den Grundmaterial hervor.
Die Dichte des Steines beträgt ca. 3,15 g/cm³
Der Fundort ist die Rheinische Lößbörde.
Ich bin zwar kein Experte aber Gerölle mit solcher Zeichnung sind mir hier noch nicht vorgekommen.
Ist es ein Vulkanit? Ist es ein Metamorphit?
Zu der Zeit (ca. 4500 v.Chr.) wurde auch Fernhandel mit damals wertvollen, zähen oder attraktiven Gesteinen getrieben. So sind Geräte aus Amphibolit, der in dieser Varietät wohl aus den Karpaten stammt oder aus Jadeit aus dem südwestlichen Alpengebiet, im Rheinland nachgewiesen.
Würde mich sehr freuen, wenn ihr mir helfen könntet.

Beste Grüße
RP

Hier sind die Fotos:

minuwe:
Hallo Rolf Peter,

da bis jetzt noch niemand geantwortet hat, möchte ich dich erstmal hier begrüßen. Bin sicher, es werden auf deine Fragen bald die ersten Antworten folgen, also bitte etwas Geduld. Gute Vorgaben hast du ja schon gebracht, ich halte mich von Gesteinen aber lieber etwas fern 8)

Glück Auf
Uwe

schleifer:
Hallo Rolf Peter
Es könnte sich um einen Ignimbrit handeln. Ein magmatisches Gestein, eine Sonderform des Tuffs. Deshalb das relativ weiche Gestein mit den darin enthaltenen geschmolzenen Glasteilchen.Entstanden durch einen rasend schnellen pyroklastischen Strom, deshalb die längliche Ausbildung.
Gruß Robert

smoeller:
Hallo,

Willkommen im Forum!!

Ist in jedem Fall ein Vulkanit. Schleifer könnte Recht haben mit Ignimbrit.

Glück Auf!
Smoeller

Isarkiesel:
Hallo Rolf Peter,

auch von mir noch einmal: Herzlich willkommen im Forum! Die Bestimmung von Gesteinen in Artefakten bereichert die Diskussion hier um eine ganz unerwartete Komponente!

Der Ignimbrit-These, die hier geäußert wurde, kann ich allerdings nicht beitreten: Normalerweise sind die länglichen Strukturen ("Flammen") in Ignimbriten flachgedrückte Bimssplitter und -fladen, also vulkanisches Glas (in geologisch alten Stücken z. T. entglast, vgl. das untenstehende Foto). Bei den Stücken, die mir bisher begegnet sind - das waren praktisch ausschließlich Geschiebe aus Norddeutschland - war da allerdings kein Unterschied in der Härte auszumachen. Ich würde daher nicht erwarten, dass ein Ignimbrit bei der Verwitterung ein solches Oberflächenmuster liefert, bei dem die "Flammen" über die verwitterte Oberfläche hinausragen.

Ich muss allerdings hinzusetzen, dass ich die vulkanischen Gesteine des Rheinlandes nicht so gut kenne und mich daher auch gerne eines Besseren belehren lasse: Vielleicht gibt es im Gebiet der Eifel entsprechende Gesteine?

Gruß,
Holger

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