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Gestein aus Swakopmund/Spitzkoppe

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Foeschber:
Hallo zusammen,

bitte um Bestimmung des abgebildeten Gesteines.
Fundort Namibia - Umgebung Swakopmund/Spitzkoppe.

Maße: Länge 14 cm  - Durchmesser ca. 4 cm.

Besten Dank
Maria


caliastos:
sieht nach basaltsäulen aus

Foeschber:
Danke für die prompte Bestimmung.

Maria

Saxifragus:
 Guten Tag allerseits!

Auf Grund der abgebildeten Stücke finde ich die Bezeichnung "Basalt" etwas vorschnell. Sicher scheint nur, daß das Gestein hier in Säulenform vorliegt.
Damit kann es sich aber immer noch um alles mögliche handeln.
Die Säulen allein geben keinen Hinweis auf die Zusammensetzung, sondern nur darauf, daß ein einigermaßen homogenes, i.d. Regel feinkörniges oder dichtes Gestein stark abgekühlt und dabei geschrumpft ist.
Ich kenne solch helle Säulen zum Beispiel auch als gefritteten SANDSTEIN aus dem Elbsandsteingebirge. Dort ist diese Bildung das Resultat starker Erhitzung von Sandstein (Kontakaureole eines Magmas).
Basalt ist ja ein sehr allgemeiner Oberbegriff für diverse Vulkanite, die in der Regel dunkel bis grau aussehen. Selbst die hellsten Phonolite, die ich kenne, sind noch dunkler (nämlich grau) als die abgebildete Probe. Da das Gestein hier sehr hell ist, wäre es schön, etwas mehr über den Herkunftsort zu wissen.  Welche Gesteine gibt es in der Umgebung der Probenstelle?

An Maria: Kannst Du eine Nahaufname der Bruchfläche machen?

Gruß Saxifragus

caliastos:
ich dachte deshalb an basalt, weil dort die säulen relativ häufig sind. im sandstein ist das schon wieder seltener der fall.

zudem sieht das ganze nach gut gammeligem olivin und pyroxenen aus. und da sowas auch dort vorkommt (man schaue mal hier im lexikon nach), würde das sehr gut passen.

nur, wieso ist denn basalt bitte ein allgemeiner oberbegriff für vulkanite? ganz was neues. dann wäre andesit und rhyolith ja auch basalt. sry, aber wirf lieber nochmal einen blick auf das streckeisendiagramm. basalt ist nur einer von vielen vulkaniten, läßt sich natürlich auch selber noch unterteilen. wegen der mafischen minerale natürlich dunkel, aber gammliger basalt muß nicht so aussehen.
auf elba z.b. ist das mitunter recht lustig. da ist der basalt je nach licht entweder rötlich oder grünlich. die farbe kann je nach mineralbestand variieren. und auch wenn 60% des farbgebenden minerals das gestein aufbauen, nun, so fällt dieses gerne auch aus der klassifikation heraus, da die restlichen 40% zur klassifizierung berechnen.

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