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Autor Thema: Metalldetektoren_ Infos und Erfahrungen  (Gelesen 11991 mal)

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Offline der Sauerländer

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Re: Metalldetektoren_ Infos und Erfahrungen
« Antwort #15 am: 21 Dec 07, 22:02 »
Hallo Uwe

da kann ich nur lächelnd nicken :)
Bis auf Pkt. 7 stimmt alles und man muss nur wissen, was man finden will. Die heutigen, teuren, Geräte sind Alleskönner!
Mein Bergeisen von der Grube "Caspari" habe ich aus ca. 50 cm Tiefe ausgebuddelt. Das Gerät hat schon nen halben Meter vorher gejault.
Klar....bei min. 120 Jahre in der Halde hat sich durch Korrosion ein schönes Magnetfeld aufgebaut.
Meine Wahl heute wäre ein MINELAB.  Das Ding is Schweineteuer, aber welches Hobby ist das nicht!?

Wilhelm

Offline minuwe

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Re: Metalldetektoren_ Infos und Erfahrungen
« Antwort #16 am: 21 Dec 07, 22:07 »
Hallo Wilhelm,

welchen Typ von MINELAB? Die haben doch auch verschiedene Ausführungen. Wieso bildet sich durch Korrosion ein Magnetfeld, ich dachte wenn der Limonit-/ Goethitanteil zunimmt und der Anteil des metallischen Eisens ab, wird es wie ein kleineres Eisenstück und damit schwächer erkannt?

Glück Auf
Uwe
« Letzte Änderung: 21 Dec 07, 22:53 von minuwe »

Offline der Sauerländer

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Re: Metalldetektoren_ Infos und Erfahrungen
« Antwort #17 am: 22 Dec 07, 12:09 »
Hi Uwe

Das Model 2200 ist speziell als Profi- gerät zur Gold- suche entwickelt worden. Somit für Silbersachen u. a. ideal!
Da wir hier im Atlas diskutieren, denke ich mal nicht, dass Du Granaten ausbuddeln willst ::) Für die Militariasucher ist was anderes besser, weil programmierbar. Die können, was Munition angeht, zwar Eisen rausfiltern, aber die Zünder sind halt aus Messing oder Kupfer. Umso besser ist es dann, wenn die Displays das Objekt 2-dimensional abbilden.

So wie ich das verstanden/gelesen habe, bildet sich um ein metallenes Teil durch die Korrosion ein größeres Störfeld im Boden.
Das durch das Magnetfeld der Spule gestörte Magnetfeld, was sich im Boden bildet, ist um so größer, je länger das Teil im Boden liegt.

schönes, explosionsfreies,  Wochenende ;) ;D

Offline minuwe

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Re: Metalldetektoren_ Infos und Erfahrungen
« Antwort #18 am: 23 Apr 08, 22:27 »
Hallo,

hier nun, was angekündigt. Nochmal schönen Dank für die bisherigen Tipps.

Nach  mehrmaligen Sammelaktionen mit dem Gerät kann ich folgende Erfahrungen mitteilen:

1.Ziel
Die Suche nach Erzmineralien auf den bald erlöschenden Haldenfundstellen soll mittels Metallsuchgerät effektiver werden.

2.Gerätetyp: XP Goldmaxx Power
http://www.eifelsucher.de/html/eifelsucher/xp-detektors.htm
Ein beratendes Telefonat durch Herrn Thomas Schwarz (EIFELSUCHER) hatte zur Folge, dass anstatt ein geplantes anderes Gerät das Goldmaxx angeschafft wurde. Alle von Herrn Schwarz gemachten Angaben können im Nachhinein bestätigt werden.
Die Anforderungen wurden Herrn Schwarz genau mitgeteilt, dadurch konnte er das passendste Gerät, auch aus seiner persönlichen Erfahrung heraus, empfehlen. Im Vordergrund steht die Empfindlichkeit auf Kleinteile bzw. kleine Aggregate bei guter Tiefenleistung.

3. Funktion
Prinzipiell zeigt der Detektor alle ausreichend elektrisch leitfähigen Materialien bzw. Mineralien mit ausreichendem Metallgehalt an. Beispielsweise reagiert des Gerät zwar auf Pyrrhotin (FeS), jedoch nicht auf Pyrit (FeS2). Angezeigt werden Mineralien wie Chloanthit, Skutterudit, Nickelin, Safflorit, Rammelsbergit, Löllingit, dichter Hämatit, Magnetit, Arsenopyrit, Graphit, Arsen, Silber, Kupfer, Wismut, Gold.
Schwach angezeigt wird stark silberhaltiger Galenit aus Freiberg.
Nicht angezeigt werden z. Bsp. Millerit, Pyrit, Markasit, Chalkopyrit, Galenit, Sphalerit, Argentit, Proustit, Pyrargyrit, Pyrolusit, Bornit, , Psilomelan, Braunit, lockerer Hämatit, Goethit, Cassiterit,  Wolframit, Molybdänit, Uraninit.

Zum Teil unerwünschte Sachen werden natürlich auch angezeigt: Abfälle aus Alu oder Alufolie oder Zinkblech oder sonstigen Metallen,  Gießharz mit Graphit- oder Eisenpulvergehalt. Graphithaltige Schiefer. Nicht allzu massive Gegenstände aus Eisen oder Gusseisen werden durch das Gerät zwar nicht ausgeblendet, vorteilhafterweise jedoch durch einen tiefen Ton begleitet. Das hat zur Folge, dass man zwar merkt, wo Eisenteile liegen, jedoch nicht in jedem Fall danach gräbt. Allerdings kommt der tiefe Ton nur, wenn eben das Eisenteil nicht allzu massiv ist oder gar aus geschmiedetem oder vergütetem Stahl. Konkret werden also nur Drähte bis ca. 5 mm Dicke, Blechbänder, völlig in Rost umgewandelte Eisenteile oder Kleinteile wie Flaschenverschlüsse mit zusätzlichem tiefen Ton angezeigt. Zu den erwünschten Eisenteilen zählen Bohrwerkzeuge, Werkzeuge des Altbergbaues, diverse Zeugnisse der bergbaulichen Tätigkeit aus Metall, welche mit in den Abraum gelangt sind.

Beispiele nach Fundtiefe (keine Maximalwerte): Gediegen Wismut, 15 cm lang, 4,5 kg schwer: 50 cm tief; Kabelschuh aus Messing, 0,8 cm lang: 25 cm tief; Skutterudit, 2 cm lang: 20 cm tief; Gleisstück aus Stahl: 50 cm tief; Arsen, 0,5 cm lang: 20 cm tief.   

Wer vorwiegend Gegenstände aus Eisen und Stahl sucht, ist mit einem anderen Gerät besser bedient. Die Suche nach oben genannten Erzen und Mineralien kann nach achtwöchiger Probierzeit als zufriedenstellend bezeichnet werden. Man kann logischerweise nur das finden, was andere nicht schon gefunden haben und was überhaupt verborgen liegt. Ein direkter Vergleich mit einem deutlich preiswerterem Gerät ergab, dass das oben genannte in Hinblick auf Suchleistung, Tonunterscheidung, Kleinteileempfindlichkeit deutlich besser abschnitt.

Wünschenswert wäre, dass man die einzelnen Minerale oder wenigstens Kategorien im Gerät programmieren könnte, in dem man die Stücke vor die Spule hält und auf diverse Tonfrequenzen setzt, weil sich die Minerale in ihren Leitfähigkeiten charakteristisch unterscheiden. Dies wurde mit der Dreiton- Anzeige zum Teil realisiert.

Glück Auf
Uwe
« Letzte Änderung: 23 Apr 08, 22:33 von minuwe »

Offline Rene Hesse

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Re: Metalldetektoren_ Infos und Erfahrungen
« Antwort #19 am: 19 Feb 18, 07:29 »
Gibt es mittlerweile neue Erkenntnisse?
Habe einen XP Deus RC mit Hochfrequenz Spule (bis 54 KHz.) und würde diesen gern mal einsetzen.
LG

Offline Harzsammler

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Re: Metalldetektoren_ Infos und Erfahrungen
« Antwort #20 am: 19 Feb 18, 14:48 »
Was möchtest Du denn noch?
Besser als Uwe kann man es doch kaum beschreiben.
Und Punkt 3 deckt sich voll mit meinen Erfahrungen....

Hallo,

hier nun, was angekündigt. Nochmal schönen Dank für die bisherigen Tipps.

Nach  mehrmaligen Sammelaktionen mit dem Gerät kann ich folgende Erfahrungen mitteilen:

1.Ziel
Die Suche nach Erzmineralien auf den bald erlöschenden Haldenfundstellen soll mittels Metallsuchgerät effektiver werden.

2.Gerätetyp: XP Goldmaxx Power
http://www.eifelsucher.de/html/eifelsucher/xp-detektors.htm
Ein beratendes Telefonat durch Herrn Thomas Schwarz (EIFELSUCHER) hatte zur Folge, dass anstatt ein geplantes anderes Gerät das Goldmaxx angeschafft wurde. Alle von Herrn Schwarz gemachten Angaben können im Nachhinein bestätigt werden.
Die Anforderungen wurden Herrn Schwarz genau mitgeteilt, dadurch konnte er das passendste Gerät, auch aus seiner persönlichen Erfahrung heraus, empfehlen. Im Vordergrund steht die Empfindlichkeit auf Kleinteile bzw. kleine Aggregate bei guter Tiefenleistung.

3. Funktion
Prinzipiell zeigt der Detektor alle ausreichend elektrisch leitfähigen Materialien bzw. Mineralien mit ausreichendem Metallgehalt an. Beispielsweise reagiert des Gerät zwar auf Pyrrhotin (FeS), jedoch nicht auf Pyrit (FeS2). Angezeigt werden Mineralien wie Chloanthit, Skutterudit, Nickelin, Safflorit, Rammelsbergit, Löllingit, dichter Hämatit, Magnetit, Arsenopyrit, Graphit, Arsen, Silber, Kupfer, Wismut, Gold.
Schwach angezeigt wird stark silberhaltiger Galenit aus Freiberg.
Nicht angezeigt werden z. Bsp. Millerit, Pyrit, Markasit, Chalkopyrit, Galenit, Sphalerit, Argentit, Proustit, Pyrargyrit, Pyrolusit, Bornit, , Psilomelan, Braunit, lockerer Hämatit, Goethit, Cassiterit,  Wolframit, Molybdänit, Uraninit.

Zum Teil unerwünschte Sachen werden natürlich auch angezeigt: Abfälle aus Alu oder Alufolie oder Zinkblech oder sonstigen Metallen,  Gießharz mit Graphit- oder Eisenpulvergehalt. Graphithaltige Schiefer. Nicht allzu massive Gegenstände aus Eisen oder Gusseisen werden durch das Gerät zwar nicht ausgeblendet, vorteilhafterweise jedoch durch einen tiefen Ton begleitet. Das hat zur Folge, dass man zwar merkt, wo Eisenteile liegen, jedoch nicht in jedem Fall danach gräbt. Allerdings kommt der tiefe Ton nur, wenn eben das Eisenteil nicht allzu massiv ist oder gar aus geschmiedetem oder vergütetem Stahl. Konkret werden also nur Drähte bis ca. 5 mm Dicke, Blechbänder, völlig in Rost umgewandelte Eisenteile oder Kleinteile wie Flaschenverschlüsse mit zusätzlichem tiefen Ton angezeigt. Zu den erwünschten Eisenteilen zählen Bohrwerkzeuge, Werkzeuge des Altbergbaues, diverse Zeugnisse der bergbaulichen Tätigkeit aus Metall, welche mit in den Abraum gelangt sind.

Beispiele nach Fundtiefe (keine Maximalwerte): Gediegen Wismut, 15 cm lang, 4,5 kg schwer: 50 cm tief; Kabelschuh aus Messing, 0,8 cm lang: 25 cm tief; Skutterudit, 2 cm lang: 20 cm tief; Gleisstück aus Stahl: 50 cm tief; Arsen, 0,5 cm lang: 20 cm tief.   

Wer vorwiegend Gegenstände aus Eisen und Stahl sucht, ist mit einem anderen Gerät besser bedient. Die Suche nach oben genannten Erzen und Mineralien kann nach achtwöchiger Probierzeit als zufriedenstellend bezeichnet werden. Man kann logischerweise nur das finden, was andere nicht schon gefunden haben und was überhaupt verborgen liegt. Ein direkter Vergleich mit einem deutlich preiswerterem Gerät ergab, dass das oben genannte in Hinblick auf Suchleistung, Tonunterscheidung, Kleinteileempfindlichkeit deutlich besser abschnitt.

Wünschenswert wäre, dass man die einzelnen Minerale oder wenigstens Kategorien im Gerät programmieren könnte, in dem man die Stücke vor die Spule hält und auf diverse Tonfrequenzen setzt, weil sich die Minerale in ihren Leitfähigkeiten charakteristisch unterscheiden. Dies wurde mit der Dreiton- Anzeige zum Teil realisiert.

Glück Auf
Uwe

 

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