https://www.lithomania.dehttps://www.geolitho.eu/finanziell-unterstuetzen/https://www.edelsteine-neuburg.de

Autor Thema: Gold aus Deutschland - Anfrage auf Mindat von Alfredo Petrov  (Gelesen 23214 mal)

0 Mitglieder und 2 Gäste betrachten dieses Thema.


Offline Schluchti

  • Sponsor 2025
  • *
  • Beiträge: 2.027
  • Proustit aus Schlema
Vielleicht können ihm auch die Leute dieser Seite hier weiterhelfen:

http://www.goldsucher.de/europa/deutschland/index.html

Die scheinen sich mit nichts anderem zu beschäftigen und haben eventuell auch den internationalen Überblick um ein Stück richtig einzuordnen.
« Letzte Änderung: 15 Jan 08, 10:01 von Schluchti »

Offline endeavour-minerals

  • ***
  • Beiträge: 478
Hier im Atlas ist auch eine Seite dazu ->  https://www.mineralienatlas.de/?l=371. Leider etwas versteckt, müsste man aber über googel auch finden. Bei weiteren Fragen zur Lagerstätte stehe ich gerne mit meinen bescheidenen Kenntnissen zur verfügung, bzw. helfe weiter wenn ich kann.

gruß Ingo
« Letzte Änderung: 04 Mar 24, 17:15 von oliverOliver »

Offline berthold

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 2.708
Hallo,

Kaum Goldfundstellen in Deutschland?

Doch, da gibt es schon einige, ich will mal den Anfang für NO-Bayern machen:

- Goldkronach-Brandholz wurde ja schon genannt, Quellen:
ZÜRL, F. (1997): Die Geschichte des Goldkronach-Brandholzer Gold- und Antimonbergbaus. - Geologica Bavarica, 102, S. 143-171, 14 Abb., München.
Lehrberger, G. & Grundmann, G.: Gold in Bayern, Goldkronach. - In: Offiz. Katalog 27. Mineralientage München, 16.-18. 11. 1990. Hrsg: Geofa-Fachmesse. (1990) S. 97-112.
- Oberviechtach-Schönsee Quellen:
http://www.oberviechtach.de/bergbau.htm
Lehrberger, G., Preinfalk, C., Morteani, G. & Lahusen, L.: Stratiforme Au-As-Bi-Vererzung in Cordierit-Sillimanit-Gneisen des Moldanubikums bei Oberviechtach-Unterlangau, Oberpfälzer Wald (NE-Bayern). - In: Geologica Bavarica 95 (1990) S. 133-176, Bayerisches Geologisches Landesamt.
- Neualbenreuth, Quellen:
HERZOG, T., LEHRBERGER, G., STETTNER, G. (1997): Goldvererzungen bei Neualbenreuth im Saxothuringikum des Waldsassener Schiefergebirges, Oberpfalz. - Geologica Bavarica, 102, S. 173-206, 11 Abb., 4 Tab., München.
GAERTNER, H. (1937): Die Goldlagerstätte von Neualbenreuth nebst Vorschlägen zu ihrer Untersuchung. 15 S.
- Bayerischer Wald, Quellen:
HAUNER, U. (1997): Geomorphologische Untersuchungen der pleistozänen Goldseifen und ihrer anthropogenen Grübenfelder im Inneren Bayerischen Wald. - Geologica Bavarica, 102, S. 251-267, 5 Abb., München.
HARTL, E., WIMMER, G., LEHRBERGER, G. (1997): Die Goldgewinnung aus eluvialen und alluvialen Goldvorkommen im Moldanubikum bei Haidmühle und Bischofsreut, Bayerischer Wald. - Geologica Bavarica, 102, S. 327-344, 5 Abb., München
- Münchberger Gneismasse, Quellen:
http://www.vfmg-weiden.de/fdm75.htm
GRÜNER, F., HATZL, T., MORTEANI, G. (1997): Die Goldvererzungen in den Amphiboliten der Hangendserie der Münchberger Gneismasse, Oberfranken. - Geologica Bavarica, 102, S. 45-75, 17 Abb., 3 Tab., München.
- Erbendorf, Quellen:
http://www.erbendorf.de/auszug.htm#a3
Gold um Erbendorf von Karl Ochantel, Der Aufschluss 3, Zeitschrift für die Freunde der Mineralogie und Geologie, Jahrgang 51, Heidelberg, Mai/Juni 2000
- Pleystein, Quellen:
http://www.vfmg-weiden.de/fdm45.htm  http://www.vfmg-weiden.de/Georadweg/gold_pflaumbach.jpg
DILL, H.G., FÜSSL, M., WEBER, B. (2007) Gold, Zinn und andere Erze aus den Bächen bei Pleystein: Eine historische Quelle und deren Wahrheitsgehalt aus geowissenschaftlicher Sicht, Oberpfälzer Heimat, 51: S. 89-96
- Eslarn, Quellen:
HANAUER, J. (1975): Alte Goldgruben bei Eslarn. in: Oberpfälzer Heimat, Bd. 19.Weiden, S. 119 - 120.

Dazu viele Klein- und Kleinstvorkommen, die jedoch nicht bergbaulich angegangen wurden.

Gruß
Berthold

Online smoeller

  • ******
  • Beiträge: 5.368
  • Diplom-Mineraloge
Hallo,

Und dann erst die Goldseifen im Oberrheingebiet, seit dem frühen Mittelalter das größte Abbaugebiet für Gold in Deutschland. Es wird nach Schätzungen von bis zu 50 Zentner ausgegangen.

Dazu kommen noch kleinere Goldvorkommen im Schwarzwald, so die Grube Ludwig im Adlersbach, wo ich auch schon fündig wurde, und Sulzburg. Beide Vorkommen enthalten bis zu 13 g Gold in der Tonne Gestein.

Glück Auf!
Smoeller

Offline Conny3

  • Sponsor 2024
  • *
  • Beiträge: 4.908
  • Seit 2002 im Atlas.
    • Geologie, Mineralogie und Fossilfunde im Raum Jena
Hallo,

ich mache einmal mit Thüringen weiter. Ist auch hier im Lexikon beschrieben. Belegfunde von Berggold(auch etwas besser ) besitze ich von Steinheid.

http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Th%FCringen/Steinheid

Und bei Reichmannsdorf/(Saalfeld)

http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Th%FCringen/Reichmannsdorf

weitere Fundstellen im Schwarzburger Sattel (Schwarzatal und Nebentäler), bei Greiz /Neumühle (früher),
im Th. Schiefergebirge (Seifenfunde) u.a.m. (Seifenfunde)


Der Conny

Offline raritätenjäger

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 2.837
  • Mineraliensammler
Hallo,

Das von Herrn Petrov beschriebene Stück dürfte aus dem Thüringer Wald (Region Schwarzatal - Schiffskuppe) kommen. Da tritt das Gold in pyrit- und hämatitführenden Quarzgängen (Frauenbachquarzit) z.T. in Frauenbachschiefer auf. An der Schiffskuppe sind sogar Freigold xx bekannt. Gold gibt´s in Deutschland fundstellenbezogen in Massen. Korbach und Goldkronach wurde ja schon genannt. Ein weiteres wichtiges Goldvorkommen ist Tilkerode im Ostharz. Hier wurden auch Goldmünzen geprägt ("ex auro anhaltinum"). Da gabs auch mal nen Aufschluss Artikel neueren Datums. Münzprägungen gabs auch von Gold aus Rhein und Isar. Weitere, unergiebigere Flussvorkommen sind weit verbreitet (z.B. Elbe). Weiterhin befinden sich relativ "reiche" Goldvorkommen in der Göltzsch (nähe Reichenbach/Name!) sowie in der Roten Weißeritz im Spechtritzgrund westlich Pirna. Goldhaltig waren auch die Erze des Rammelsberges im Harz. Aus diesem Grunde findet sich Gold äußerst selten in gediegener Form in den Schlacken des Erzes (z.B. von der Juliushütte und der Frau Sophienhütte bei Goslar). Weitere Einzelfundorte sind Moschellandsberg/Rheinland-Pfalz (nur als Elektrum) und die Grube Clara. Sogar in den alten Kiesgruben um Berlin wurden Goldfunde gemacht, ahnliche winzigste Flitterchen fanden sich in Luckau/Brandenburg und Torgau/Sachsen. Das ist alles, was mir auf´n Plutz so zu Goldvorkommen in diesem unseren Lande einfällt.

Gruß
Andreas

Offline stollentroll

  • ***
  • Beiträge: 344
    • Die Homepage vom Stollentroll - Mineralogie, Bergbau, Prähistorie
Und noch ein paar Vorkommen aus Sachsen:
Euba, Erzgebirge, Seifen am Eubabach. Gewinnung aus Seifen ab 1576 (FREIESLEBEN, 1846).
Schneeberg, Erzgebirge, Grube Wolfgang Maassen (FRENZEL, 1874).
Eibenstock, Erzgebirge, in Zinnseifen (FRENZEL, 1874).
Johanngeorgenstadt, Erzgebirge, der Schwarzwasser, dem Jugelbach und dem Pechhöfer Bach (CHARPENTIER, 1778). Aus Seifen am Oberen Rabenberg bis linsengroße Körner (FREIESLEBEN, 1846).
Steinbach, Erzgebirge, in Zinnseifen am Auersberg (CHARPENTIER, 1778).
Carlsfeld bei Johanngeorgenstadt, im Quarz vom Zinngang Spindel Morgengang (FRENZEL, 1874).
Herrnsdorf (Hermsdorf) bei Wolkenburg, in Seifen, im 16. Jahrhundert gewonnen (FREIESLEBEN, 1846).
In der Göltzsch bei Reichenbach, Mylau, Falkenstein u.a. (FREIESLEBEN, 1846).

Außerdem diverse Kleinvorkommen ....

CHARPENTIER, J.F.W. (1778): Mineralogische Geographie der Chursächsischen Lande.- Leipzig, Siegfried Lebrecht Crusius
FREIESLEBEN, J.C. (1843): Vom Vorkommen der Gold- und Quecksilbererze in Sachsen.- Magazin für die Oryktographie von Sachsen, Heft 12
FRENZEL, A. (1874): Mineralogisches Lexicon für das Königreich Sachsen.- Leipzig, Verlag von Wilh. Engelmann

Literatur über Goldvorkommen in Thüringen z.B.
LEO, W. (1842): Geschichtliche Nachrichten über die Gold-Wasch- und Bergwerksversuche in dem Fürstenthum Schwarzburg-Rudolstadt.- Berg- und hühhenmännische Zeitung 1, 837-843

Offline geomueller

  • Sponsor 2024
  • *
  • Beiträge: 2.700
  • Seit 2003 im Mineralienatlas angemeldet.

Offline Donat

  • *****
  • Beiträge: 694
Hallo,
hier das Kieswerk,Maas-Roeofs.Wo man Rheingold finden-kann,wird,oder wurde? ;D
Gruß
Donat

Edit: bitte keine Karten, die fremden Copyright unterliegen hier einfügen. Ich habe mal die Markierung in der Karte durch eine angehängte GoogleEarth kmz-Datei ersetzt.   
« Letzte Änderung: 15 Jan 08, 20:00 von Schluchti »

Offline Druide

  • inaktiver User
  • *****
  • Beiträge: 535
Und ich habe auch einen kleinen Beitrag ;)
Ich war in Thüringen, Sonnenberg.
Da hatten wir an einem Bach aus Spaß "Gold" gewaschen. Ein Kollege war des öfteren in Mission Gold waschen unter wegs. "Pfannen" hatten wir also dabei. Bei einem Bierchen und jede Menge Gaudi würde der Bach "durchpflügt". Abends machten wir es uns, ohne Goldfund :-)
in den Schlafsäcken gemütlich.
Morgens drang ein Schrei an unsere Ohren: Gold, Gold, Gold.
Wir drehten uns einfach um und beachteten ihn nicht, dachten der veräppelt uns nur. Nein er hatte tatsächlich ein kleines Klümpchen Gold 4-5 mm groß.
Der Rest des Tages verbrachte er und ich mit  Lehm waschen. Die anderen neigten sich lieber dem Bier zu:-)
Toll wie der schwere goldene Staub in schwarzem "Sand?!" gerollt ist. Mehr als Minikörnchen haben wir nicht mehr gefunden. Also nix mit nimmer arbeiten ;)
War ein tolles Erlebnis.
Maria




Offline endeavour-minerals

  • ***
  • Beiträge: 478
Die Frage war:

Aber auf der zweite Stueck sitzen die Gold Flitterschen in ein erdiges weiche rote Ton-haltige Hematit-matrix, vielleicht ein verwitterte eisenreiche Schiefer, aus alte amerikanische Sammlung, und auf der Etikett steht nur "Germany". Gibt es wirklich solche Paragenese in Deutschland? Ich bin etwas skeptisch, da sehr aehnliches Material stammt auch aus der Umgebung von Quartzite und Bouse in Arizona.

Das Gold vom Eisenberg befindet sich in sogenannten Ruschelzonen,diese sind im roten Tonschiefer gebunden. Die Lagerstätte wurde auch mit der in Arizona verglichen. siehe einfach mal den Link den ich oben gesetzt hatte.

Gruß Ingo

Offline TKMineral

  • ******
  • Beiträge: 2.267
Hallo!

Auch im Hunsrück gibts Gold und zwar im Großbach bei Enkirch und im Goldbach bei Andel. Hier wird davon ausgegangen , das dieses Seifengold aus den im Hunsrück vorkommenden Pb/Zn/Cu/Agvererzungen herausgegangen ist , obwohl an den entsprechenden Vorkommen noch nie Freigold im Gangmaterial gesichtet wurde.

Auch in der Eifel vom Hohen Venn ist Gold bekannt , wobei aber die bekanntesten Vorkommen allerdings auf Belgischen Gebiet (Z.B. Recht b St. Vith) liegen.

Gruß

Thomas

Offline rene

  • ***
  • Beiträge: 60
    • Der Bergbau zwischen Lausitzer Bergland und Sächsicher Schweiz
Hallo

Ach um Neustadt inSachsen (zwischen Lausitz und Sächsische Schweiz) kann man Gold waschen. Und finden !  ;)  Die ersten Goldgruben werden hier schon 1333 erwähnt.
Das Gold soll aus erzführenden Mikrogabbros und aus eiszeilichen Kiesen stammen.

Rene´


Offline Troglophiler

  • inaktiver User
  • ***
  • Beiträge: 267
ich hab da auch noch einen Link über das Thüringer Gold:

http://www.steinesammler.redio.de/projekte/Thueringer-Gold-in-hist-Quellen

Glück Auf!