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Wieder Kupfer aus Mansfeld
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Troglophiler:
Montag, 14.01.2008
Wieder Kupfer aus Mansfeld
Kupfer könnte im Sangerhäuser Revier bald eine Renaissance erleben. Die stark gestiegenen Preise auf dem Weltmarkt machen die Halden im Mansfelder Land attraktiv. Ein Unternehmen testet bereits Verfahren zur Gewinnung des darin noch enthaltenen Edelmetalls.
SONDERSHAUSEN. 1990 wurde der Kupferschiefer-Bergbau in dieser Region eingestellt. Dach schon in absehbarer Zeit könnte es Mansfelder Kupfer wieder geben. Mit einem neuartigen Lösungsverfahren soll das begehrte Edelmetall aus den Rückstandshalden des einstigen Bergbaus bei Sangerhausen gewonnen werden. Die drastisch gestiegenen Edelmetallpreise auf dem Weltmarkt haben das neuerliche Interesse geweckt.
"Wir haben einem Unternehmen die gewünschte Menge an Haldenmaterial verkauft", bestätigte Hans- Joachim Hartwig, Geschäftsführer der bundeseigenen Gesellschaft zur Verwahrung und Verwertung von stillgelegten Bergwerksbetrieben inzwischen gegenüber dieser Zeitung. Das Material aus Sangerhausen diene zu Versuchszwecken; der Käufer habe jedoch darum gebeten, vorerst nicht genannt zu werden.
Hartwigs Gesellschaft mit Sitz in Sondershausen gehören frühere Bergwerksanlagen und die Rückstandshalden im mitteldeutschen Raum. Er hofft auf eine neue Einnahmequelle für seine Gesellschaft, die bereits Schiefer aus den Halden aufbereitet und zur Nutzung im Straßenbau veräußert hat. Eine Wiederbelebung des klassischen Kupfer-Bergbaus sei allerdings unwahrscheinlich.
Der hatte in dieser Region eine jahrhundertealte Tradition. Bereits im Jahre 1199 soll bei Hettstedt mit dem Abbau von Kupferschiefer begonnen worden sein. Viele Jahrhunderte war der Kupferbergbau Haupterwerbsquelle der Bevölkerung im Mansfelder Land.
Anders als beim Kupfer kehrt dagegen der Kalibergbau in die Region im Norden Thüringens zurück. Ein größeres Vorkommen bei Roßleben ist vor einigen Wochen öffentlich ausgeschrieben worden. Bis Ende Januar haben Interessenten Zeit, ihre Angebote dafür abzugeben. Neben dem deutschen Konzern Kali & Salz haben sich Unternehmen aus Weißrussland und aus China nach dieser Lagerstätte erkundigt. Wie bei den Metallen stieg auch der Weltmarktpreis für Kalidüngemittel in jüngster Zeit kräftig an.
14.01.2008 Von Bernd JENTSCH
Quelle: http://www.thueringer-allgemeine.de/ta/ta.standard.volltext.php?kennung=on1taHOMHomNational39460&zulieferer=ta&kategorie=HOM&rubrik=Homepage®ion=National&auftritt=TA&dbserver=1
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