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zwei Steinen... was ist's / Gneisanatexit Schwarzwald (D) und Serpentinit Sifnos (GR)
minuwe:
Hallo Hans,
du fertigst immer sehr schöne Steinschliffe an. Kannst du grob beschreiben, wie das geht, ich meine, diese großen Stücke sind doch nicht getrommelt?
Danke und Glück Auf
Uwe
vanderheide:
Hallo Uwe
Der Steinschliff ist mit der Maschine ausgeführt (siehe Bilder) : 6 Diamant-Schleif-Räder mit Korn 80, 220, 280, 600, 1200, 3000 und ganz rechts aussen die Polierscheibe mit Pulver (Pro Polish oder Saphirpulver).
Andererseits komme ich, vom Beruf Werklehrer, vom Bildhauerischen her, arbeitete hauptsächlich in Ton und Holz und wenig in Stein ... bis ich diese Maschine fand und das Glück hatte mir diese auch kaufen zu können (Kosten: SFr. 6'300. - ).
Sogar der grosse Serpentinit (Clemgiaschlucht bei Scuol, GR, CH / wiegt noch 6.5 Kg) arbeitete ich auf diese Maschine. Hin und wieder arbeite ich den Stein grob vor mit Hammer und Meissel.
Soviel als Hinweis.
Herzliche Grüsse
Hans
minuwe:
:o Oh, genial. Solch schwere Technik habe ich hier noch nicht gesehen. Habe mich vor allem immer gefragt, wie man solche kantigen Brocken erst mal einigermaßen eben bekommt. Also Hammer und Meisel :D
Wäre vielleicht mal einen Thread unter "Werkzeuge" wert, gibts da wohl noch nicht (nur flache Schnitte), was meinst du?
Also vielen Dank für Bilder und Text.
Rein formell will ich noch anmerken, dass es gefährlich sein kann, Mineralien wie Serpentin zu schleifen, wenn dabei Stäube in die Lunge gelangen (->Asbestfasern; ->Asbestose). Neben Naßschliff und geeignetem Atemschutz muss auch das Aufwirbeln von an den Geräten anhaftendem, eingetrockneten Staubes verhindert werden.
Glück Auf
Uwe
vanderheide:
Lieber Uwe
Du hast ganz recht, wenn Du auf die Gefahr von Staubpartikeln hinweist. Ich vergass zu erwähnen, dass unter je drei Schleifräder Wasserbecken sind, darin Geysiren liegen. Schleifen darfst Du nur, wenn die Räder voll nass gespritzt werden, sonst nimmt die Diamantoberfläche Schaden. Damit wird alle Staub im Wasser gebunden. So habe ich bereits kiloweise gebundener Steinstaub in Plastikkübeln gelehrt und entsorgt. Nee, in meiner Werkstatt ist der Staubanteil von Holzarbeiten viel schlimmer, habe halt keine Absaugvorrichtungen, denn so doll treibe ich es zuhause auch wieder nicht.
Herzliche Grüsse
Hans
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