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Optische Effekte bei Mineralien.

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caliastos:
Selbstleuchtende Minerale an sich gibt es nicht. Nur Lichtemmission nach thermischer Anregung. Die Energie der Wärme wird gespeichert und bei einem geeigneten Auslöser in Form von Licht abgegeben.

Nachleuchten komtt daher, daß UV-Strahlen die Elektronen mancher Atome auf ein höheres Energieniveau heben. Beim zurückfallen wird die nun wider freiwerdende Energie in Form von Licht abgegeben. Das ist identisch mit dem Leuchten unter Uv-Licht. Allerdings geben nachleuchtende Minerale diese Energie langsamer wieder ab.

Helicat135:
Super. Danke. Habe es mal weitergegeben.  ;)

Krizu:
Hallo,

wie gesagt, da gibt es noch und nöcher:
- lineare Effekte der Brechzahl: Doppelbrechung usw.
- Effekte höherer Ordnung: Lichtinduzierte Doppelbrechung, Selbstfokussierung, allgemein: Änderungen der optischen Indikatrix.
- Absoprtion: Angesprochender Dichroismus als linearer Effekt, Lichtinduzierte Absoprtion als nichtlinearer Effekt
- Licht-Licht: floureszenz bis Phosphoreszent, geht bis Strahlverstärkung.
- Photovoltaischer Effekt, Licht wird zu Strom, nicht nur in Si sondern auch in LiTaO3 usw
- Umkehrung: Strom wird zu Licht (LED + Co)
...

MfG

Frank

Tobi:
Das stimmt, ich hatte bei meinem Beitrag auch jetzt nicht generell an optische Eigenschaften, sondern eher nur an optische EFFEKTE wie z.B. Farbenspiel gedacht und die entsprechenden Dinge gepostet, weil ich dachte, dass das den Einsteiger am meisten interessiert. Wenn es jedoch generell um sämtliche Aspekte optischer Eigenschaften von Mineralien geht, dann wird das in der Tat ein langes Kapitel ...

Gruß

smoeller:
Hallo,

Es gibt bei einigen Mineralen, z.B. Uranglimmer wie Autunit schon so etwas wie Tageslicht-Fluoreszenz. Daher leuchten diese besonders grell. Allerdings ist der Effekt nur schlecht zu sehen, da er meist schwächer ist als die Eigenfarbe des Minerals.

Dabei werden durch die UV-Strahlung der Sonne Elektronen auf höhere Energieniveaus in der Atomhülle gehoben. Beim Zurückfallen wird  Licht einer charakteristischen Wellenlänge emittiert.

@caliastos: Es sind weniger Wärme- als Strahlungseffekte.

 Elektromagnetische Strahlung besteht aus Quanten mit einer je nach Strahlungsart unterschiedlichen Energie. Kurzwellige Strahlung hat eine höhere Energie als langwellige. Daher ist Röntgenstrahlung gefährlicher als Infrarotstrahlung. Trifft ein Quant auf ein Elektron, so kann bei geeigneter Energiemenge des Quants das Elektron auf eine höhere Schale gehoben werden. Dieser Zustand ist derart instabil, dass das Elektron innerhalb von Femtosekunden oder Bruchteilen davon wieder zurückfällt. Die Energie wird in Form von Strahlung frei. Dabei ist es von der Art des Elements, der Art des Übergangs, der zugeführten Energie und von der Koordination des Atoms und dessen Wertigkeit abhängig, welche Wellenlänge die emittierte Strahlung besitzt. So kann Chrom grün (Smaragd) oder rot (Rubin) färben. Eisen kann blau, gelb, rot, grün färben, je nach Wertigkeit und Koordination.

Glück Auf!
Smoeller

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