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Es bleibt die Frage:" Wohin damit" ?; Eure Meinung dazu
Stonebrother:
--- Zitat von: uwe am 18 Apr 08, 15:23 ---Leute, wenn Ihr tot seit seit Ihr wirklich tot. Ärger über das Verhalten Eurer Nachfahren ist nicht mehr Euer Problem. Ihr könnt auch nicht "von oben" nachsehen, was aus Eurer Sammlung wird. Was kümmerts Euch also, was mal nach Euch kommt ?
Außerdem, es sind viele historisch wertvolle Sammlungen (z.B. die von Agrigola) verschwunden und wir alle können damit leben.
Gruß
Uwe
--- Ende Zitat ---
Ich sehs genauso wie Uwe. ICH hab schließlich Spaß am suchen und sammeln gehabt. Mitnehmen kann keiner was. Wenn man auf dem Sterbebett liegt, hat man sicherlich andere Sachen, die einem durch den Kopf gehen. Also, was solls?
caliastos:
die sichtweise hat nur einen knackpunkt:
wenn es egal ist was damit passiert, warum würde man tierischen ärger bekommen wenn man ein bild eines bekannten malers zerstört, auch wenn es ihm egal gewesen wäre was damit dann passiert? eben weil es auch andere personen gibt, die sich daran erfreuen möchten. wenn man all diese bilder immer gleich weggeworfen hätte, würden mache auktionshäuser nicht so teure werke anbieten.
an sich kann man ja eh alles wegwerfen wo man will. alles stammt von der erde und irgendwann wird es wieder in der tiefe eingeschmolzen solange der planet besteht. also warum noch umweltschutz? wozu testamente? wozu dies und das, wenn es einen nicht mehr zu kümmern hat?
vielleicht daß sich andere daran erfreuen können? vielleicht die richtigen und nicht nur der skrupellose verwandte, der nur schnelles geld will um kurze zeit in saus und braus zu leben, während ein anderer sich jahre lang an den stücken erfreuen möchte oder das geld braucht, aber dennoch einen teil der freude und erinnerung halber besitzen will.
es sind da halt auch ideelle werte. oder warum sammeln manche nur altstufen (die bei händlern auch teuer verkauft werden)? da ist geschichte drinnen. und es hat was, wenn man eine stufe hat, die seid einigen jahren in sammlungen stand. meine drei ältesten stufen sind mehr als 50 jahre alt. das hat einfach was
Tobi:
Selbst wenn es einem selbst nach dem Ableben egal sein könnte, was mit den Stücken geschieht, so ist es mir doch lieber, wenn ich weiß, dass die Sammlung mal in gute Hände gelangt. Es sind ja nun schon ein paar Sammlerstücke von einem gewissen Wert dabei, und die Vorstellung, dass die mal - wie im Beispiel oben - als Bauschutt (!!!) entsorgt werden könnten, ist echt grauenvoll. Auch sind mir meine Stufen zu wertvoll und zu schade, um auf einem dunklen Dachboden zu lagern oder so. Deswegen bin ich schon daran interessiert, dass meine Sammlung auch nach meinem Tod an jemanden übergehen wird, der sich mit Mineralien auskennt und die Sammlung weiterführt ...
Gruß
Troglophiler:
@caliastos
--- Zitat ---also warum noch umweltschutz? wozu testamente? wozu dies und das, wenn es einen nicht mehr zu kümmern hat?
--- Ende Zitat ---
vielleicht weil diese "ist mir doch Egal-Mentalität" dem Zeitgeist entspricht? Bohlen, Bildzeitung und anderer Medienspam liefert doch gute Vorlagen.
Bei uns um die Ecke gab es vor einigen Wochen einen schweren Verkehrsunfall. Erst nach mehr als einer halben(!) Stunde war der Rettungswagen vor Ort. Und das an einer stark befahrenen Bundesstraße.
Manch einer sollte sich mal fragen wer denn einen Großteil der schönen Sammlungen in Museen/Instituten etc. zusammengetragen hat. ( Beispiel: http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,16623.0.html ) Also ich bin froh dass es den Leuten nicht egal war was aus ihren Sammlungen wurde. Wenn Sammlungen durch Kriege oder andere Katastophen verloren gehen dann nennt man das höhere Gewalt, daran kann niemand etwas ändern.
Und dann frage ich mich im Moment auch warum beteiligen sich einige Sammler an dieser Diskussion? Weil es ihnen doch so egal ist? Und warum Schluchzen diese wenn mal wieder ein Steinbruch oder eine Fundstelle verloren ist. Den Steinbruchbetreibern bzw. Naturschützern ist es doch auch nur egal... ;)
Provokante Grüße sendet
Jens
P.S. jetz könnt Ihr mich Steinigen. Ist mir aber auch egal...
... weil ich jetzt Untertage bin.
triassammler:
@Jens: Fand Deinen letzten Beitrag ziemlich wichtig, denn Du hast es auf den Punkt gebracht: Geht es beim Aufbau einer eigenen Sammlung nicht um mehr als nur um das "Habenwill!"? Sondern auch um die Überlegung, dass ich mit dem Sammeln helfe, Stücke, die sonst durch den Brecher oder in den Hochofen wandern würden, für die Nachwelt zu erhalten? Auf dass sie ihren Nutzen daraus ziehe, ästhetisch und intellektuell? Vielleicht fördert der mit dem Nachlass bedachte ja auch eines Tages mal etwas völlig neues aus meiner Sammlung, das die Nachwelt um neue Erkenntnisse bereichert?
Mitnehmen kann man nichts, stimmt schon, aber etwas hinterlassen, das ein bisschen interessanter ist als nur ein aus China importierter Grabstein :-X Treiben wir die Provokation auf die Spitze: Einige zeugen Kinder und erziehen sie nach ihren Werten, um diese Werte weiterzugeben (oder einfach nur um ihre DNA weiterzugeben) - andere reichen eben ihre Sammlung in die Zukunft rüber. 8)
Schönen Abend!
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