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Was ist das Besondere an Flint?

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Stephkling:
Hallo Helicat
auch hier mehr zu Feuersteinen
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,16280.0.html

Stephan

trommeln:
Mein Mann und ich sammeln ihn wegen 2 Eigenschaften.

1. ist es der einzige Cert/Hornstein in der Schweiz, der mir bekannt ist und einfach zu finden ist.
2. Ist sagenumwoben... halt etwas Spezielles..

Isarkiesel:
Hallo,

wenn man unter "Flint" nicht nur die bekannten Feuersteine der Schreibkreide versteht - die, wie bereits erläutert, aufgrund ihres Fossilgehalts und ihrer mitunter ästhetisch ansprechenden Ausbildung lohnende Sammelobjekte darstellen - sondern die Hornsteine mit einbezieht, welche in anderen Erdzeitaltern und anderen "Muttergesteinen" auftreten, dann findet man einige einzigartige Gebilde. Etwa:

den Rhynie Chert mit der ältesten überlieferten Landflora,
die "Sächsischen Madensteine" (mit denen sich andere Forumsteilnehmer viel besser auskennen als ich),
die "versteinerten Waldböden", die - nachdem man erst einmal anfing, den Flint/Hornstein/Chert genauer zu beachten - plötzlich auch etwa im südeutschen Keuper gefunden wurden.

Zusammengenommen gibt es für paläontologisch Interessierte einige gute Gründe, diese Gesteine zu sammeln.

smoeller:
Hallo,

Flint ist auch nicht gleich Flint. Beispielsweise der rote Flint von Helgoland, der geschliffen durchaus mit Jaspis/Karneol mithalten kann oder die gebänderten Hornsteine vom Isteiner Klotz in Baden, die wie weiße Achate aussehen. Daneben dann natürlich auch viele Fossilien (da trifft man bei uns in Holstein immer wieder genug an).

Glück Auf!
Smoeller

Yoscha:
Warum Flint?

Für mich gibt es da zwei Gründe.
Einerseits lautet die Antwort: Hier findet man ja sonst nichts. Stimmt zwar nicht ganz, aber es hat trotzdem einen wahren Kern.
Ich würde gerne auch anderswo Sammeln, aber Zeit für Uni, Freunde und die restlichen Hobbies lässt mit zwar Zeit zum Sammeln, aber meist nicht die Zeit für lange Anfahrtswege. Also musste etwas sammeknswertes in der nähreren Umgebung her. Und da die Ton- und Sandgruben in der Region, die bis ins fossilführende Miozän reichten mittlerweile fast alle außer Betrieb und zugeschüttet sind, blieben Geschiebe.

Allerdings halte ich Flint auch an sich für ein wissenschaftlich und ästhetisch interessantes MAterial.
Warum wissenschaftlich?
Flinte enthalten oft schön erhaltene Fossilien. Ich habe hier Bryozoen, Foraminiferen, Seeigel (leider nur Stachel), Schwämme. In einigen halbdurchsichtigen Stücken ist z.B. die Verästelung der Bryozoen in 3D schön erhalten und betrachtbar.
Auch kleine Drusen, mit Quarz oder anderen SiO2 Mineralen verfüllt sind gar nicht mal so selten.
Warüm ästhetisch?
Flint besitzt einen großen Reichtum an Farben und Formen. Es gibt sogar Flinte, die auf den ersten Blick eher wie Achate, Jaspis oder Karneol wirken, als wie der klischeehafte schwarz-eintönige Feuerstein. Es gibt Flinte in scharz, grau, weiß, gelb, orange, rot; eines meiner persönlichen Ziele ist es die verschiedenen Farben des Feuersteins der Region zu dokumentieren.
Dann habe ich hier noch ein ca. 500g schweres Flintstück, das eine Bänderung aufweist, dass man es fast mit Achat verwechseln könnte.

Und das sind alles nur Flinte aus dem direkten Bremer Umland ;).

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