Hallo Axel
Ich meinte, mich bei unseren schon lange zurückliegendem Telefongespräch nach deinem Besuch in Chemnitz, zu erinnern, das du sagtest, das Ronny eben den Epiphyt Tubicaulis cf. berthieri auch annahm.
Man muss immer wirklich systematisch bei Bestimmungen vorgehen:
- C-förmige Leitbündel kommen u.a. z.B. bei Tempskya, Tubicaulis, Osmunda vor
man darf aber nicht nur das C einzeln betrachten, sondern die ganze Petiole
- die Bestimmung des ganzen Stückes als äußerer Wurzelmantel als zu Psaronius gehörend, stand ja zweifelsfrei fest, somit
- kann Osmunda schon zeitlich nicht in Frage kommen
- auch passt der Habitus nicht zu Osmunda und ein Auftreten als Aufsitzerpflanze ist nicht bekannt!
Mir scheint aber bei gewissen Sammlern in dieser Region ist ein kleiner Osmunda - Hype ausgebrochen. Erst gestern Abend bei meinem Vortrag über "Funde im Rheinischen Braunkohlenrevier" bei der VFMG Ostsachsen in Lohsa, zeigte mir eine Sammlerin eine vermeintliche Osmunda aus der Kg. Zeithain. Ein "erfahrener" Kieselholzsammler hätte es ihr so gesagt und eigene Internet-Suche hat dies bestätigt.
Meine eigene Begutachtung zeigt ein permisches Kieseltorf-Geröll ( somit passt das Zeitalter schon gar nicht) mit oval, runden Bildungen, recht zahlreich, die eben als Petiolen gedeutet wurden. Infrage kommen aber eher Wurzel- oder Samenquerschnitte. Aber im Rohzustand und ohne Lupe kann man nun keine Bestimmung wagen. Jedenfalls beharrte die Sammlerin auf Osmunda Nun ja... Werner aus der Lausitz