Mineralien / Minerals / Minerales > Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals
mit "tunnelblick" mehr finden
(1/1)
Haldenschreck:
hallo forumler,
wenn man auf alten bergwerkshalden sucht, haben sich zwei methoden zum auffinden von sammelobjekten als vorteilhaft erwiesen:
* 1. man sucht oberflächlich nach den stücken der wahl und liest ohne grabarbeit ab
* 2. man versucht durch graben haldenschichten zu erreichen, die möglichst unberührt oder im laufe der zeit nicht stark durchsucht wurden
beide methoden haben ihre berechtigung und führen zu unterschiedlicher ausbeute hinsichtlich quantität und qualität. ich bin eher eine faule s.. und bevorzuge methode 1. ;) ich suche gezielt nach farbe, krusten und form - konditioniert.
nun bin ich eher durch zufall auf eine variante der suchstrategie zu 1. gestoßen, die meine ausbeute extrem potentiert hat.
worum geht's? auf einer alten bergwerkshalde, die als stark frequentiert und eigentlich als "abgesucht" gilt, habe ich mir einmal den spass erlaubt, nächstens mit einer uv-lampe gezielt nach fluoreszierenden stufen zu suchen. leider gab es außer rotem calcit und leuchtenden hydrozinkitkrusten nichts sammelwertes. bis es dunkel wurde habe ich mit einer stirnlampe gesucht. da die uv-stufen-ausbeute mies war, ich schon auf der halde war, habe ich die uv-lampe wieder eingepackt und nachts mit der stirnlampe weitergesucht. und siehe da .... wo ich tagsüber, obwohl mein auge auf die gewünschten stücke konditioniert ist, nichts gefunden habe, war plötzlich prachtvolles material da.
im tageslicht habe die oberflächlichen stufen übersehen. es fällt schwer, im grauen einerlei der halde die richtigen stufen herauszupicken und den müll "auszublenden".
durch den einsatz der stirnlampe aber wird nur eine kleine fläche unmittelbar vor dem auge beleuchtet. man konzentriert sich hier auf entschieden weniger material und sucht dadurch gezielter und erfolgreicher. durch diesen "tunnelblick" hat sich meine ausbeute vervierfacht! (anm.: man kann den tunnelblickzustand auch durch den konsum von alkohol erreichen ;D).
dies vielleicht als vorschlag, auch nachts auf alten halden umherzukriechen und nur mit einer eng fokussierten stirnlampe zu suchen.
daneben unterscheidet sich auch die farbtemperatur von tages- und kunstlicht. ich hatte den eindruck, dass auch das kunstlicht ansich vorteilhaft bei der suche war. ausprobieren!
haldenschreck
uwe:
Wenn auch mit lustigen smilies versehen - der Beitrag von Fridolin hat was. Es genügt schon, sich auf eine kleinere Halde mal 10 Minuten auf eine Stelle hinzusetzen und das Material in Greifweite intensiv zu betrachten. Dier Idee, das Kunstlicht einen andere Sichtweise als Tageslicht erlaubt sollte man ernsthaft nachgehen, obwohl ich eher denke, daß das begrenzte Sichtfeld die Aufmerksamkeit erhöht.
Außerdem wird bei Dunkelheit auf den meisten Halden weder gearbeitet noch ist der Wachschutz aktiv.
Uwe
trommeln:
Ich persönlich finde am besten mit der Nase 50 cm über dem Boden...habe mich eben auch schon hingesetzt und einfach mal den Blick um mich schweifen lassen... wieder ein Stück gekrochen und wieder geguckt..
Krizu:
Hallo,
hinsetzen und in Ruhe! die Augen in Reichweite schweifen lassen mache ich auch schon gerne!
Mfg
Frank
Haldenschreck:
--- Zitat von: trommeln am 15 May 08, 07:17 ---Ich persönlich finde am besten mit der Nase 50 cm über dem Boden...habe mich eben auch schon hingesetzt und einfach mal den Blick um mich schweifen lassen... wieder ein Stück gekrochen und wieder geguckt..
--- Ende Zitat ---
hallo,
na ja, so suche ich meistens tagsüber auch. trotzdem muss man sich stark konzentrieren und das ganze umfeld im geiste ausblenden; ziel ist es, die informationsanzahl und -dichte weitesgehend zu reduzieren. nach 3-4 stunden bin ich meistens so übersättigt, dass ich nichts mehr finde, auch wenn noch genug da ist.
im dunkeln mit nur kleinem blickfeld ist das nicht der fall. man findet schlichtweg mehr.
haldenschreck
Navigation
[0] Themen-Index
Zur normalen Ansicht wechseln