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Cyclowollastonit von Pfaffenreuth
giantcrystal:
Ich habe hier aus einer alten Systematiksammlung ein Stüfchen mit dem Label :
Cyclowollastonit mit rotem Vesuvian
Grube Pfaffenreuth bei Passau
Das Stüfchen besteht aus faserig - strahligen weissen xx mit gelegentlichen rosa kristallinen Partien, kann also gut ein Glied der Wollastonitreihe mit Vesuvian sein
Fragen dazu :
Ist Pfaffenreuth identisch mit der Fundstelle / BergwerkKropfmühl, oder ?
Und was genau ist Cyclowollastonit. Laut mindat ist es ein Synonym von Pseudowollastonit = synthetischer Phase...??
Danke für die Antworten und einen schönen Sonntag
Thomas
Uwe Kolitsch:
Da offensichtlich eine kontakt-/regionalmetamorphe Bildung, vermutet ich eher "normalen" Wollastonit.
In der aktuellen IMA-Mineral-Liste ist der Status D = diskreditiert, mit dem Zitat "Mineralogical Magazine 43 (1980), 1055".
husi:
Hallo Thomas,
Es gibt im Aufschluss Jahrgang 1972 Heft9 einen Artikel von R. Hochleitner mit dem Titel "Cyclowollastonit von den Halden des Graphitabbaus bei Pfaffenreuth".
Ich selber habe dieses Heft nicht. Vielleicht kann dir jemand aus der Mineralienatlasgemeinde aber diesen Artikel kopieren.
Die Fundstelle Pfaffenreuth ist meines Wissens nicht identisch mit Kropfmühl.
Herzliche Grüße und Glückauf
Sigi
giantcrystal:
Ah, interessant !
Danke...ja das wäre schön, wenn mir den jemand scannen könnte
Glück Auf
Thomas
heli:
Ist nur ein kurzes Statement:
Cyclowollastonit von den Halden des Graphitabbaus bei Pfaffenreuth in der Nähe von Hauzenberg/Bayrischer Wald
von Rupert Hochleitner, Passau.
Der triklin-pseudohexagonale Cyclowollastonit ist ein Mineral der Benitoitgruppe. Chemisch ist er, ebenso wie der triklin-pinakoidale Wollastonit (-1T) und der monoklin-prismatische Wollastonit (-2M) Ca3Si3O9. Cyclowollastonit geht durch Erhitzen auf über 1126 ° C aus Wollastonit hervor. Natürlich vorkommend wird er in Klockmanns Lehrbuch der Mineralogie nur aus einem metamorphen Gestein Südpersiens erwähnt.
Auf den Halden des Graphitabbaus bei Pfaffenreuth konnte der Verfasser einige Stücke eines weißen, wirrstrahligen und seidenglänzenden Minerals finden. Es ist mit grünem Diopsid und selten etwas Granat verwachsen. Von Salzsäure wird es unter Gelatinieren zersetzt. Die Härte konnte wegen der feinstrahligen Beschaffenheit der Stücke nicht eindeutig festgestellt werden.
Dieses Mineral wurde von WEINSCHENK 1897 als Wollastonit beschrieben. TÖPFER stellt dieses Mineral aufgrund von röntgenographischen Untersuchungen zum Cyclowollastonit. Es dürfte hier wohl durch Fremdkomponenten stabilisiert sein.
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