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..nicht von dieser Welt ??

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Ratatoskr:
Hallo,bin hier neu und brauche jemand wo sich auskennt,
komme aus dem nördl. Sauerland und habe einen 3000g schweren Brocken aus der Ruhr gefischt.Habe zuerst gedacht er wäre vulkanischen Ursprungs,zweifel aber langsam dran.
Hier einmal die Maße:Länge 20cm  Breite 14cm  Höhe 6cm
Besondere Merkmale:  -eine Längsseite deutlich abgenutzt,mit viel Phantasie lassen sich auch Riefen erkennen
                                              -die Unter-und besonders die Vorderseite sind viel dunkler und geglättet
                                              -Abbruchspuren sind größtenteils geglättet(Vorderseite),teils scheinen sie verschmolzen
                                              -punktförmige Vertiefungen auf dem ganzen Objekt scheinen Schmelzrückstände zu beinhalten
                                              -nicht magnetisch
Bin Laie und kann Ähnliches leider nirgendwo zum Vergleich finden,bin für jeden Tip dankbar.
freu mich auf Nachricht,euer Ratatoskr

Ratatoskr:
hier noch Detailfotos

Ratatoskr:
vielleicht ein wenig größer

Haldenschreck:
hallo,

dein steinchen gleicht ja fast dem meinen... meins stammt aus dem norddeutschen geschiebe. mitgenommen habe ich ihn wegen seines extrem hohen gewichtes und der genarbten "angeschmolzenen" oberfläche.

als nächstes habe ich eine kleine ecke weggeschlagen; man sah ein typisches terrestrisches gestein: diabas! woher das hohe gewicht stammt, war sogar meinem steinmetz um die ecke ein rätsel, der das teil durchschnitt. auch ohne politur sah man ein typisches diabasgefüge.

die genarbte oberfläche kommt meines erachtens daher, das die weichen bestandteile im gestein ("körner") sich chemisch zersetzt haben. das übriggebliebene harte "gitter" wurde durch erosive kräfte abgerundet. so bekommt man "schmelzenähnliche oberfächen".

also: in meinen augen: terrestrisch, vermutlich auch hier diabas, gabbro oder eine grauwacke.

haldenschreck

Tapir:
Die schmelzähnliche Oberfläche des Diabases rührt von einer Windpolitur her, wobei natürliche Schwachstellen im Gestein (Feldspäte?) stärker erodiert sind. Ein häufig zu beobachtendes Phänomen auf "alten" Geländeoberflächen in Altmoränengebieten, oder in alten Kiestagebauen, wo solchen Geschiebe sehr windexponiert gelegen haben.

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