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Frage an die Mineralogen/Chemiker unter euch
Arminius:
Hallo zusammen,
ich lerne gerade für eine Mineralogie Klausur und bin bei meinen Übungsfragen über eine Kleinigkeit gestolpert, bei der ich mir nicht sicher bin. Vielleicht kann einer von euch die Sache kurz erklären.
Also die Frage: "Welchen Feldspat vertritt Leucit? Schreibe beide Minerale als Oxidformeln auf."
-> Leucit (KAlSi2O6) wird vermutlich den Kalifeldspat/Orthoklas KAlSi3O8 vertreten, aber was genau ist den eine Oxidformel?!
Danke schon einmal im Voraus!!
Gruß,
Armin
Yoscha:
Leucit:
0,5K2O*0,5Al2O3*2SiO2
Ist wenn man es alles zusammennimmt genau das gleiche wie die Summenformel, nur sind die Elemente (außer dem Sauerstoff natürlich) als Oxid angegeben.
Iirc gab es in der Produktiontechnik/techn. Mineralogie auch noch spezielle Kürzel für die Oxide, ich weiß jetzt nicht, ob die gefragt sind oder nicht.
Und beim Kalifeldspat kommt ein SiO2 noch dazu.
smoeller:
Hallo,
Stimme Yoscha zu. Oxidformel heisst hier nur, dass man die Strukturformel/Summenformel in die Oxide aufgliedert, also wie Yoscha geschrieben hat.
Letztlich ist Leucit + Qtz = Kalifeldspat, weshalb man Leucit auch nicht im Kontakt zu Quarz haben kann (es bildet sich ein Saum aus Kalifeldspat).
Glück Auf!
Smoeller
Arminius:
Super!
Vielen Dank euch beiden für die prompte Antwort! Ich denke ich habs kapiert.
Soll das ganze genauso auch für Nephelin + den Feldspat den er vertritt machen und komme zu folgendem:
Nephelin: (Na,K)AlSiO4 -> 0,5(Na,K)2O * 0,5Al2O3 * SiO2
Und um Albit (NaAlSi3O8) zu bekommen halt noch 2SiO2 dazu, also:
0,5Na2O * 0,5Al2O3 * 3SiO2
mal davon abgesehen, dass ich hier nun die Zahlen nicht tiefgestellt habe...
Gruß,
Armin
cmd.powell:
Ich weiß nicht, ob es immernoch so gemacht wird, aber mein Prof hat sich immer an halben Formeleinheiten gestört (warum auch immer). Er wollte z.B. den Albit als Na2O * Al2O3 * 6 SiO2 haben. Auf der anderen Seite war er (also der Prof) auch schon ziemlich alt...
Der "Vorteil" der Oxidschreibweise liegt letztlich darin, das man z.B. relativ schnell sehen kann, welche der beiden Verbindungen SiO2-reicher ist. Dabei ist es natürlich Wurst, ob man nun halbe Formeleinheiten benutzt oder nicht - man muß nur konsequent sein.
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