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Mineralienmuseum in der Grube Dr. Geier, Waldalgesheim, Rheinland-Pfalz

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Dimento:
Wer hat Interesse? - möchte mitmachen?  :D

Mineralien-/Fossilienmuseum im Bergwerk Dr. Geier

Eine Vision

Mit der schlossähnlichen Anlage des Bergwerks "Grube Dr. Geier" - auch bekannt als "Amalienhöhe"
- verfügt die Gemeinde Waldalgesheim über ein einzigartiges Industriedenkmal, dessen Potential bislang nicht genutzt wurde.
Trotzdem zieht das schon von weithin sichtbare, eindrucksvolle Gebäudeensemle mit seiner exponierten Lage fast täglich neugierige Besucher an - nicht nur aus der näheren Umgebung sondern auch Touristen aus den Niederlanden, Frankreich und Belgien.

In den achtziger Jahren war in Zusammenarbeit mit dem Vorbesitzer und dem Bergmannsverein ein "künstliches" Besucherbergwerk eingerichtet und mehrere Jahre erfolgreich betrieben worden. Die Besucherzahlen wurden mit über 1.000.000 (eine Million) in nur wenigen Jahren angegeben.
Auf Grund der derzeitigen Besitzverhältnisse ist leider momentan nicht an eine Wiedereröffung des Besucherbergwerkes zu denken. Dies kann sich jedoch in Kürze ändern.
Eine Sanierung des hinteren Teils des Gebäudeensembles (Barbara-Saal, Maschinenhalle, Erzkaue, z.T. auch der Waschkaue) steht in Frage, obwohl nach den Besitzern dieses Teils eine beachtliche Summe für diese Arbeiten vom Denkmalamt zugesagt wurde und die Dach- und Fassadensanierung des Barbera-Saales in diesem Jahr in Angriff genommen werden soll.

Der vordere Teil der Anlage wird von dessen Besitzer zur Zeit umfangreichen Sanierungsmassnahmen unterzogen.
Ein Grossteil der nordwestlichen Mauer und die nördliche Fassade der Herberge (Nord-Gebäude) erstrahlen bereits in neuem Glanz, die Arbeiten an der Vorderfront (Hofseite) schreiten täglich voran (ebenso am gegenüberliegenden "Zechenhaus").

Folgende Pläne werden in diesem Jahr realisiert:
- Aufbau einer Baumschule auf dem ehemaligen Haldengelände südwestlich VOR dem Haupttor (zur Zeit Pferdekoppel)
- Einrichtung eines Mustergartens mit Kundencafé und Skulpturenpark im ummauerten Garten westlich von der Herberge
- im Anschluss daran, also nördlich von der Herberge (zum Wald hin) ein Aussengelände mit Bühne für Open-Air-Veranstaltungen wie Konzerte, Open-Air-Kino u.Ä.
- evtl. eine kleine Gastronomie mit Biergarten im südwestlichen Pavillongarten

Das ergibt einen schönen Rahmen für ein kleines Museum in den ehemaligen Forstamt-Räumlichkeiten (Erdgeschoss der Herberge).
Das Thema des Museums sollte einen Bezug zum Bergwerk haben.

Was liegt da näher als ein Mineralien- und Fossilienmuseum?

Das Grundkonzept des Museums sollte an den Publikumsinteressen ausgerichtet werden, d.h. einerseits Präsentation von sogenannten "Schaustufen" bzw. Ästhetikmineralien aus aller Welt, andererseits ein Schwerpunkt auf Mineralien und Fossilien der Pfalz, mit Vitrinen zu Rheinhessen, Pfalz, Donnersberg, Idar-Oberstein, Lahn-Dill-Gebiet, Bad Ems und Umgebung, Rheintal und Eifel - natürlich eine ständige Ausstellung mit Mineralien aus der Grube Dr. Geier (u.a. wunderschöne Rhodochrosite) und vom benachbarten Stromberg.
Daneben vielleicht ein Ausstellungsraum, der die Geschichte des Bergwerks dokumentiert.

Auf schwarzem und sandfarbenem Samt präsentierte Mineralien und Fossilien in übersichtlichen, professionell ausgeleuchteten, thematisch geordneten Vitrinen stellen den Schwerpunkt dar.

In einem abgedunkelten Durchgang werden besondere, lichtaktive Mineralien und Fossilien unter UV-/Schwarzlicht präsentiert (nur in wenigen Museen Deutschlands zu sehen, obwohl nicht allzu teuer/aufwendig).

Die Vitrinen "besetzen" nur den unteren Teil der hohen Wände, bis etwa Augenhöhe eines mittelgrossen Erwachsenen. Darüber werden Kunstwerke präsentiert. Ein Galerieschienensystem macht auf enfache Weise Wechselausstellungen möglich. Die einzelnen Vitrinen werden möglichst schmal gehalten, Ganzglaskunstruktionen machen einen Rundumblick auf die Objekte mit optimaler Ausleuchtung möglich, der Abstand zwischen den Vitrinen wird grosszügig bemessen.

Einzelne Tischvitrinen und (evtl. bewegliche) Blockmöbel zur Präsentation unempfindlicher Grossobjekte lockern das Gesamtbild auf.

Im Fossilienbereich könnte mit Lochwänden zur direkten Anbringung plattiger Fossilien gearbeitet werden - wie z.B. die Perm-Amphibien und -Fische des Hunsrücks und die pyritisierten Devon-Fossilien des Hunsrückschiefers. Eine mit Abstandhaltern davorgesetzte Plexiglasplatte sorgt ggfls. für ausreichende Sicherheit.

Der grösste Raum - ehemaliges Besprechungszimmer des Forstamts - lädt mit 36,5 Quadratmetern für kleine Veranstaltungen wie Vorträge, Filmvorführungen und Vereinstreffen ein.

Eine Untervermietung an private oder gewerbliche Nutzer (Hochzeiten, Konferenzen, Schulungen, Firmenfeiern) wäre denkbar. Für Bestuhlung wäre bereits gesorgt (Herr Perger verfügt darüber und würdedas Material zur Verfügung stellen).

Einer der Räume würde als museumseigener Shop betrieben oder verpachtet (es gibt bereits Interessenten).

Als wichtigsten Punkt aber sehe ich fast die Einbeziehung des Gartens und des kleinen "Open-Air"-Geländes.
Das Museumsbüro könnte auch über diese Freiflächen verfügen, bzw. diese untervermieten oder eigene Veranstaltungen dort betreiben (es besteht bereits eine Anfrage von einem Vertreter des "Clubs der Köche").

Sonderveranstaltungen:

Wir stellen uns ein "lebendiges" Museum, mit vielen Veranstaltungen vor:
- Sonderausstellungen zu bestimmten geologischen Themen
- eine (halb-)jährliche Mineralien- und Fossilienbörse im Hof (würde vom Eigentümer freigegeben) und/oder im Open-Air-Bereich
- Vorträge für ein breites Publikum (u.a. Reiseberichte, Farben aus Mineralien etc.), Filmvorführungen
- Vorführungen, Workshops und Seminare, bei denen Gäste auch mitarbeiten und lernen können, z.B. Edelsteinschleifen, Präparation (freilegen) von Fossilien, Schmuckherstellung u.ä. - für dies alles stehen entsprechende Dozenten bereit! Die Kellerräume werden dazu als Werkstätten genutzt!
- Lesungen
- (Kunst-)Ausstellungen (u.a. auch mit Skulpturen im Garten)
- Kammerkonzerte
- eine jährliche oder halbjährliche Mineralienbörse in Hof und/oder im Aussengelände
- Konzerte, Comedy, Filmvorführungen, Theater usw. im Open-Air-Bereich.

Die Räumlichkeiten:
Die bisher angedachte Fläche von rund 176 Quadratmetern verteilt sich auf 7 Räume mit Durchgängen und Fluren (Wandfläche über 100 Meter) sowie 2 Toiletten. Dazu kommen zwei helle Kellerräume mit insgesamt etwa 40 Quadratmetern, die als Schauwerkstätte für Schleif- und Präparationskurse und Lager (Stühle, Tische, Dekomaterial) genutzt werden können.
Das künftige Museum verfügt über zwei grosse, zweiflügelige Eingänge ausgehend vom Hauptgebäude-Eingang und einen vom Gartengelände aus. Hier könnte u.a. auch ein behindertengerechter Zugang geschaffen werden.
Ausserdem würde eine Hektar-grosse Freifläche mitgenutzt und in die Planung einbezogen.

Marketing, Werbung und PR:

Angesichts der Wertigkeit des Immobilienobjekts (erstklassiges Industriedenkmal) ist das öffentliche Interesse an sich schon gross.
Durch die jüngere Vergangenheit als "Besucherbergwerk" ist die Anlage immer noch überregional bekannt und wird selbst in neueren Karten und Führern noch als solches ausgeschrieben.
Die Anlage gehört zum Unesco Weltkulturerbe Mittelrhein.
Ferner bildet das Bergwerk den westlichen Abschluss der Route der Industriekultur Rhein-Main.
Aus diesen beiden Tatsachen ergeben sich automatisch öffentlichkeitsrelevante Aspekte, d.h. kostenlose oder günstige Werbe- und PR-Möglichkeiten.
Anzudenken wäre auch ein Anschluss an die Idar-Obersteiner "Edelsteinroute".
Darüber hinaus ist eine Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Rhein-Nahe anzustreben, sowie mit den relevanten Museumsvereinigungen.
Regelmässige Sonderausstellungen und Veranstaltungen sorgen für dauerhafte Präsenz in den Medien.
Besonders der pädagogische Aspekt wird hervorgehoben durch Sonderveranstaltungen, Führungen, Kurse, Seminare und dergleichen. Hierzu werden vor allem Schulen, die VHS usw. drekt angeschrieben.
Busreiseunternehmen werden regelmässig informiert.
Flyer werden an Schulen, Gaststätten, Hotels, Geschäfte usw. In der gesamten Region verteilt.

Was ist bislang passiert?

Bisher wurden von dem Mineraliensammler und Autoren Hubertus Hühne einige Fachkundige angesprochen, darunter Vetreter des Geowissenschaftlichen Freundeskreises, des Naturkundemuseums in Mainz mit der Landessammlung Rheinland-Pfalz, des geologischen Landesamts sowie diverse private Sammler, Schleifer und Mineralienhändler.
Die Reaktionen waren durchweg positiv.

Kosten/Nutzen:

Der Mietzins beträgt 750 Euro monatlich zuzügl. 250 Euro NK-Vorauszahlung, also rund 1.000 Euro im Monat oder 12.000 im Jahr (für die Räume!).
Aufwandsentschädigungen für Mitarbeiter: ca. 12.000 Euro
Flyer: 2.000 Euro
Sonst. Kosten/Betriebs-/Bürokosten: 4.000 Euro
Bei einem Eintrittspreis von 3 Euro und nur 10.000 Gästen, nicht gerechnet den Umsatz durch Untervermietungen, Verpachtung bzw. Verkaufsumsätze im Shop und anteilsmässige Beteiligung an Open-Air-Veranstaltungen würde bereits kostendeckend gewirtschaftet.
Die Einrichtung ist allerdings nicht kalkulierbar. Hier ist das Museum auf Spenden/Sponsoren und öffentliche Mittel angewiesen.

Das Museumsprojekt erhält bereits jetzt schon vielerlei Unterstützung, u.a.:
- Vitrinen von Sammlern und öffentlichen Institutionen
- eine Alarmanlage
- div. Möbel
- Galerieleisten
- exclusive Mineralien und Fossilien aus privaten und öffentlichen Sammlungen als Leihgabe und/oder Schenkung
- Schleif- und Schneidemaschinen aus Idar-Obersteiner Schleiferei
- Kompressor-/Stichelanlage mit Werkbänken für Fossilien-Präparation
- einige Sammler und Enthusiasten werden sich mit persönlichem Arbeitseinsatz an der Realisierung des Museums beteiligen, sei es bei Ausbau und Renovierung, bei der Gestaltung einer Website, dem Erarbeiten und Verteilen von Werbung, Durchführung von Veranstaltungen usw.

Herr Perger, der Besitzer des Zechenhauses und der Herberge, wäre bereit, für das Museumsprojekt noch ein paar kleinere Um-/Ausbauten zu veranlassen.

Bereiber könnte ein gemeinnütziger Verein, eine Stiftung oder ein privater Träger sein.

Der Initiator und Autor dieses Schreibens wohnt in der oberen Etage der Herberge, ist Mineralien- und Fossiliensammler, Schriftsteller und Journalist.

Kontaktadresse:

Hubertus Hühne
Obere Amalienhöhe 235
55425 Waldalgesheim
06721 - 49 82 06
Mobil 0176 - 96 19 77 44
hubertushuehne@gmx.de

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