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Autor Thema: Moor Mineral?  (Gelesen 4444 mal)

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Offline Stefan

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Moor Mineral?
« am: 10 Jan 13, 22:26 »
Hallo,

im Moor bei Bad Aibling habe ich ein paar Baumwurzeln mitgenommen die eine schwarze Substanz beinhalten. Diese ist wie getrockneter Teer glänzend lässt sich aber bei 450 Grad (Lötkolben) nicht schmelzen. Sie ist eher spröde und zerspringt bei Druck. Sie ist sehr opaque und auch in dünnen Schichten kaum oder nicht durchscheinend.

Was kann das sein?
Besten Gruß Stefan

Offline Stefan

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Re: Moor Mineral?
« Antwort #1 am: 10 Jan 13, 22:30 »
Hier noch ein schnelles Foto ...

Offline Brodi69

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Re: Moor Mineral?
« Antwort #2 am: 10 Jan 13, 22:38 »

Ich tippe auf Gagat... 

Gruss
Christian

Offline Stefan

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Re: Moor Mineral?
« Antwort #3 am: 10 Jan 13, 22:50 »
Das ging ja schnell Christian.

Das könnte passen. Die Strichfarbe "braun" ist gegeben. Ob es schnitzbar ist, lässt sich nicht so recht beantworten, aber ich könnte es mir bei mächtigeren Stücken vorstellen.

Besten Gruß Stefan

Offline giantcrystal

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Re: Moor Mineral?
« Antwort #4 am: 10 Jan 13, 23:38 »
Hallo Stefan

Gagat wohl eher nicht, der ist kompakter

Ich habe damals meine Diplomarbeit in der Helmstedter Braunkohle gemacht und da gibt es eine ganze Reihe von organischen Mazeralen (nicht Mineralien !) die bei der fortschreitenden Inkohlung auf dem Weg vom Torf zur Braunkohle entstehen. Manche davon sehen deiner Substanz ähnlich. Wenn ich mich recht erinnere, könnte das Gelinit sein.

Genaueres wird dir wohl nur ein Braunkohlenexperte sagen können, ich bin da ein wenig aus der Übung...

Glück Auf

Thomas

Offline heli

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Re: Moor Mineral?
« Antwort #5 am: 11 Jan 13, 11:42 »
Irgendwie passt da was nicht zusammen.

Bei Kohlen müsste es doch bei 450 ° eine merkbare Reaktion geben. Teerprodukte müssten noch viel früher eine Reaktion zeigen.

Offline Stefan

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Re: Moor Mineral?
« Antwort #6 am: 11 Jan 13, 11:57 »
Hallo Helmut,

mein Versuch hat primär auf die Schmelzfähigkeit abgezielt. Teer oder Bitumen wäre sicher sehr schnell verflüssigt worden. Inwieweit das Material nach längerer Einwirkung dann das Brennen oder glühen anfängt kann ich nicht sagen. Bei vielelicht 10 Sekunden dauernder Erhitzung hat sich keine Hitzereaktion gezeigt. Die Lötzinnreste hingegen waren auf der Spitze sehr gut verflüssigt. Natürlich war die Wärmeübertragung nicht optimal und die Zeit hat daher vielleicht nicht gereicht um das Produkt zu entzünden. Ich werde das nochmal nachstellen und versuchen ein Stück zu entzünden.

Besten Gruß
Stefan

Offline Sargentodoxa

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Re: Moor Mineral?
« Antwort #7 am: 11 Jan 13, 12:28 »
Hallo Stefan
Thomas hat es schon richtig gesagt. Kohlepetrographen sprechen von Vergelung. Solche glänzenden Holzstücke sind mir bei der Sammlung von Braunkohlefossilien recht häufig begegnet. Früher nahm ich an es ist Glanzkohle bzw . Gagat, aber die Experten sprechen von Gelkohlen.
Werner aus der Lausitz

Offline Brodi69

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Re: Moor Mineral?
« Antwort #8 am: 13 Jan 13, 10:58 »

Danke Werner,

da komme ich mir mit meiner Gagatvermutung nicht mehr so vorlaut vor  ;)

Gruss
Christian

Offline raritätenjäger

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Re: Moor Mineral?
« Antwort #9 am: 14 Jan 13, 13:01 »
Hallo,

das dürfte so etwas sein, das früher mal als Dopplerit bezeichnet wurde. Gelkohle und dergleichen kommt dem wohl nahe.

Gruß
Andreas

 

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[erledigte Bestimmungen / completed determinations] Re: Koslenz ??? / FO nicht zuordenbar von Bruno80090 07 Feb 26, 18:29