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Mineralien ohne Fundortangaben

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Tobi:
Nichts spricht mir im Moment mehr aus der Seele: Man erhält eine alte Sammlung mit durchaus tollen Stufen, aber in den meisten Fällen ohne Fundorte oder nur Länderangaben wie Schweiz, was im Falle eines alpinen Bergkristalles jetzt nicht sehr genau ist. Schade, schade, schade. Gut, in meinem Fall von dieser und letzter Woche war die Sammlung (inklusive Vitrinen!) ein Geschenk eines Bekannten und ich habe mich sehr gefreut, aber an Ralfs Stelle und im Falle eines Kaufes hätte ich das auch abgelehnt. Deswegen gilt z.B. für Helicat: Du selbst magst dich nicht sonderlich für die Fundorte interessieren, aber da zwangsläufig jede Mineraliensammlung (vielleicht mit Ausnahme von ein paar Markasiten oder Realgaren ;)) ihren Besitzer um ein paar tausend oder Millionen Jahre überlebt und irgendwann mal in andere Hände gelangt, wäre es unbedingt nützlich, eine ordentlich dokumentierte Sammlung inklusive der Fundorte zu erhalten.

Gruß

Blackminer:
Hallo!
Ich machs mal kurz, da ich hierzu eine schöne Literaturstelle gefunden habe. Sie stammt aus J. Helms, Die Botschaft der Steine.
Glück auf!

Xyrx:
Hallo,

sicher spielt der Fundort gerade bei seltenen oder herausragenden Stücken ein wichtige Rolle. Jedoch ist es auch "nur" interessant, Kristallformen zu sammeln, vielleicht Variationen von Fluorit. Wissenschaftlich gesehen kommt es echt auf den Fundort an, rein optisch ist es eine wunderschöne bunte Sammlung von Kristallen. Bei Mikromounts mögen schon besser genaueste GPS-Daten mit draufstehen  ;D sonst gibts ja den Fundort nicht. Dazu noch die Buddeltiefe, die Fundtemperatur und wieviel Bier schon beim Buddeln konsumiert wurde.... Nee, so weit solls nicht gehen. Ich finde bei sehr interssanten Stufen sollte der Fundort nicht auf das Land beschränkt sein, wenigstens die Region. Bei einer Typlokalität muß der Fundort so genau wie möglich angegeben werden.

Viele Grüße
Xyrx

cmd.powell:
Erstmal vorweg, ich hab auch diverse Stufen, von denen ich nicht den Fundort kennen, jedenfalls nicht genau. Je nachdem, wie man den Fundort definiert, kenne ich den nämlich schon. Ich kann für jede Stufe als Fundort schonmal Planet Erde dran schreiben - stimmt 100%ig  ;) Und ob da nun "Brasilien", "China", "Deutschland" oder von mir aus auch "Halde der Grube Glücksrad, Harz, Niedersachsen, Deutschland" dran steht, gibt nicht wirklich was über den Fundort wieder, sondern grenzt diesen nur ein ! Ansich müsste man die exakten Koordinaten plus einer zusätzlichen dritten Dimension wissen, um einen wissenschaftlichen auswertbaren Fundpunkt zu haben. Damit hätte ich erstmal die exakte Position auf der Erdoberfläche sowie noch zusätzlich, wie tief die Stufe unter der Oberfläche steckte.
Klar, für viele reicht es vollkommen aus, wenn da "Grube Clara" dran steht, aber wenn hier schon mit "wissenschaftlich" angefangen wird, dann mal bitte Nägel mit Köpfen machen. Was für eine wissenschaftliche Arbeit als Fundort ausreichend ist, wäre die exakte Abbausohle sowie weitere Daten, wo genau die Stufe aus der Grube Clara abgebaut worden ist, nur so könnte man z.B. Verteilungen bestimmter Elemente in den Erzgängen ermitteln. Bei solchen Fragestellungen hilft "Grube Clara" nicht mehr als "Planet Erde". Daher ist es sicherlich keine Schande, Stufen ohne exakten Fundort in der Sammlung zu haben, sofern sie allen weiteren Ansprüchen den Sammlers gerecht werden.
Ich schlage mich nun schon seit geraumer Zeit mit einer genauen Lokalisierung der Kupfermineralisiationen auf Helgoland rum und würde gerne die exakten, absoluten Fundorte der bisher gefundenen Minerale kennen, da man hieraus sicherlich Aufschluß über die Bildung der Kupfererze erhalten würde. Leider ist das praktisch unmöglich, da Funde immer nur aus dem Brandungsgeröllen kommen und schon eine stratigrafische Einordnung fast unmöglich ist.

Blackminer:
@cmd.powell
Die Cu-Mineralisation von Helgoland ist im "stino" Buntsandstein. Ich hab dort schon im Anstehenden gesammelt. Leider kommt an das Anstehende der normale Sammler nicht ran. Bei der Gelegenheit hab ich auch gleich mal die "Lange Anna" getätschelt. :)
U.U. gibt es Exkursionen zur "Langen Anna" und da brauchst du die mineralisierten Stücke nur aufheben und einpacken. Eine unempfindliche Nase muss man aber auch haben. Und v.a. Helm aufsetzen!!! manchmal fällt was von oben runter und ich meine keine Steine. ;D

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