Gesteine / Rocks / Rocas > Meteorite, extraterrestrische Geologie / Extraterrestrial Geology

Mikrometeoriten

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Guenther:
Nach Literaturangaben fallen täglich etwa 40 Tonnen Meteoriten auf die Erde.
Der größte Anteil kommt kaum kompakt auf den Boden, vieles verglüht.
Aber: Auch Verglühtes verschwindet nicht spurlos.
Bei Steinmeteoriten sind die Überreste wohl kaum von natürlichem Staub zu unterscheiden.
Eisenmeteorite hingegen müßten doch erkennbare Spuren ergeben, Schmelzkügelchen udgl.
Meine Frage: Gibt es das, findet man sowas, wo und wie findet man sowas, ist systematische Suche möglich?

caliastos:
verglühen heißt, das ganze ding ist weg in gasen aufgegangen. die schwirren dann durch die luft. was es bis zum boden schafft ist das was man als meteoritenfragmente kennt. natürlich unterschiedlich groß.

ob man so kleine fragmente findet ist die frage. fallen tun die dinegr überall. allerdings haben die eisenmeteoriten schlechte karten um lange genug zu überleben. die verrosten schlicht hierzulande. die meisten meteoriten stammen aus wüstengebieten, wo sie relativ sicher sind.

gesucht werden die mit metallsuchgeräten oder visuell. je unebener das gelände umso schlechjte geht visuell. wenn in einer wüste ein stein liegt ist es verdächtig, wenns der einzige ist. da die dinger überall runterkommen kann man an sich überall systematisch suchen. allerdings bringt das eben nur was, wenn die umgebung meteoritenfreundlich ist. im wasser, in gemäßigten regionen oder im dichten bewuchs sieht es schlecht aus. daher die wüsten. allerdings auch nicht ganz risikofrei. banditen gibt es in den regionen auch recht viele.

Kupperdroll:
Hallo,Guenther!

Natürlich geht soetwas mit systematischer Suche.Caliastos hat da recht.
Ich habe vor ca. 25 Jahren einen Versuch gestartet,den ich in einem Astronomiebuch für Anfänger gefunden hatte:Man fängt das Regenwasser von einer großen Dachfläche ein.Je Größer,desto besser.Nachdem sich das Wasser beruhigt hat und die Schwebstoffe am Boden angekommen sind,wird das Wasser vorsichtig abgegossen und das letzte Schlückchen durch ein Löschblatt o.ä. gefiltert.Der Rückstand im Filter wird getrocknet,aus ein weißes Blatt Papier gegeben und dann fährst du mit einem Magneten darunter entlang.Alle Fe-haltigen Partikel werden sich bewegen.Ein Physik- und Astronomielehrer sowie ein Hobbyastronom und Steineklopfer haben bestätigt,das es sich zu über 90% um Eisenmeteorite handelt.Eine Begründung war,das keinerlei Eisenindustrie bei uns in der Nähe ist.
Versuch es doch einmal!!Macht Spass!!

Glück Auf!!
Kupperdroll

stollentroll:
Mikrometeorite sind kleine, kugelige oder etwa kugelige Objekte von einigen Mikrometern bis wenige hundert Mikrometer Durchmesser. Sie können beim Eintritt größerer Objekte in die Atmosphäre entstehen oder eventuell auch unabhängig davon auf die Erde gelangen. Pro Jahr und Quadratmeter kommen im Durchschnitt ein paar Milligramm zusammen.
Das Problem ist, das Material ist kaum von dem zu unterscheiden, was aus Verbrennungsprozessen in Industrie und Haushalt an kleinen Partikeln in die Atmosphäre gelangt und weit verteilt wird. Das anthopogen produzierte Material überwiegt inzwischen sogar. Mikrometeorite werden deshalb entweder von mit Kollektoren ausgerüsteten Flugzeugen gesammelt, oder aus Tiefseesedimenten extrahiert oder aus Eisschichten gewonnen, die aus der Zeit vor der Industrialisierung stammen.

Hier in Europa hat es keinen Sinn, danach zu suchen. Man wird zwar, wenn man z.B. eine größere Menge Regenwasser eindampft, sicher kleine kugelige Partikel finden, aber man kann sicher sein, dass der überwiegende Teil künstlicher Entstehung ist.

Glück Auf
der Stollentroll

Krizu:
Ja,

die Story mit dem Regen kenne ich ähnlich, aber es war ein Versuch in Nordschweden/Lappland beschrieben.

Man sollte aber sic hauch darüber im klaren sein, wie weit so Staub vertragen wird, z.B. Tschernobyl, Kernwaffentests, Vulkanausbrüche, Pollen etc.

Mgf

Frank

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