Von der "Öl"-Fraktion und auch den zahlreichen Fälschungen abgesehen, ist primär zu bemerken, dass das verarbeitende Gewerbe wie in jedem Jahr ein Stück mehr Raum erobert hat. Halle A6 gehört bis auf die Sonderausstellung nahezu komplett den Massenschmucklieferanten. Ätherische Öle sorgten am ersten Tag in A6 für eine Übelkeit fördernde Sinnesflutung. Da es in den darauf folgenden Tagen besser war, nehme ich an, dass irgend jemand Einhalt geboten hat oder die Anzahl der schnüffelnden Besucher für eine Reduktion gesorgt hat. Fei nach dem Motte "Jeder nimmt einen Zug - weg isser".
Endlose Stände mit lieblos zusammengefädelten Trommelsteinen lassen keine rechte Freude aufkommen. Besonders interessant fanden wir Zauberstab ähnliche Gegenstände deren Sinn sich uns nicht erschloss. Erst auf Nachfrage zählten wir zu den "Erleuchteten" und wussten um die energetische Wirkung dieser Werkzeuge. Ich hätte gerne auf die Dame etwas der Energie einwirken lassen, meine friedliebende Art verbot mir aber die Anwendung.
Bei der Messe der geschliffenen "Steine" viel es mit der Zeit schwer zu unterscheiden was geschickt beleuchtetes Glas, Plastik oder echte "Edelsteine" waren.
Mineralien-Erotik-Kalender gingen weg wie geschnitten Brot und scheinen eine geschickte Markt-Idee zu sein. Zahlreiche Frauen wollten Ihren Männern etwas Freude bereiten. Wer keine Frau dabei hatte beschenkte sich selbst

Naben den zahlreichen ärmlichen Ergüssen fanden sich noch Dildos oder zumindest Gegenstände dieser Bauform, teilweise mit Gewinde auf den Ständen. auch hier erschloss sich erst mal kein anderer Nutzen. Auf eine Vorführung wie die Gerätschaften anzuwenden sind haben wir verzichtet

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Die Preise bei den Mineralien lagen von günstig über fair bis hoffnungslos überteuert. Die teuerste Stufe die mir ins Auge viel lag soweit ich mich erinnere bei 165.000€. Fragt mich nicht mehr was es war ...
Es gibt aber auch positive Dinge zu berichten. Im nächsten Jahr wird es eine zusätzliche Halle geben (3 -> 4). Es bleibt zu hoffen, dass sich die Situation dadurch wieder entzerrt.
Urgesteine im Mineralienhandel sorgten auch auf dieser Messe für gutes Material und ausgiebig Diskussionsgelegenheit. Anatasi war mit seinem Stand (und seiner attraktiven Tochter *smile*) immer wieder ein gern genutzter Anlaufpunkt mit Mineralien zu fairen Preisen. Die Münchener Mineralienfreunde insbesondere die Gruppe der Micromounter bot neben Mineralien zu Dumpingpreisen immer wieder Asyl für eine Tasse Kaffee und leckeren Kuchen. Dickes Lob an die wie immer hervorragende Organisation und den liebevollen Service!
Es konnten Strahler mit Herz und Blut getroffen werden. Neben der Ausstellung des größten Berggoldfundes der letzten Zeit, welche durch die Finder begleitet wurde, konnte uns ein Strahler, der seine Titanstrahlstöcke verkaufte begeistern. Mineraliensammler mit Herz hätte über dem Stand stehen können.
So man sich auf die schönen Dinge einlässt und den blühenden Randerscheinungen nicht zu viel Beachtung schenkt, war es auch diese Jahr wieder eine gelungene Börse. Lasen wir uns überraschen was uns die 4. Halle im nächsten Jahr bringt.