Hallo Marie,
ein ehemaliger Prof. hat immer die Zubereitung von Sauerbraten bemüht, wenn es um Gesteinsmetamorphose ging

Caliche hat aber rein gar nichts mit Kochen zu tun, auch der Gedanke, dass irgendwo im Gestein Fleisch vorhanden sei, ist... abwegig. Denk dran, die Versenkung eines Sedimentkörpers in Tiefen, dass hinreichende Temperaturen auftreten, dauert Jahrmillionen. Und wie schnell organische Substanz im Gegensatz dazu verwest.
Für geothermisch "normale" Gegenden wie den Odenwald kannst Du einen geothermischen Tiefengradient von ca. 1° C/100 m ansetzen, d. h. pro 100 m Tiefenzunahme erhöht sich die Gesteinstemperatur um 1° C. In vulkanisch aktiven Gegenden können auch Werte von 3-5 °C auftreten, bei großer Nähe zu vulkanischen Herden sogar 10° C. Das ist in Deiner Region aber nicht der Fall.
Zurück zum Buntsandstein: Der wurde im Lauf der Zeit von max. 1500 m Muschelkalk und Keuper und max. 1500 m Jura überdeckt. Nach dem Jura war die Gegend nur noch Hebungs- und Abtragungsgebiet. Du kommst also auf eine maximale Versenkungstiefe von 3000 m, in dieser Tiefe herrschte eine Temperatur von ca. 30° C. Das ist ziemlich wenig, weshalb auch keine hydrothermalen Lagerstätten oder besondere Minerale gebildet wurden. Stellenweise gab es natürlich hydrothermale Aktivität, speziell entlang des Rheingrabens, aber das sind höchst lokal beschränkte Erscheinungen, die sich erst 200 Millionen Jahre nach der Ablagerung des Sediments im Kontext von Riftvulkanismus ereignet haben.
Deine Röhren sind die sog. "Baggerzähne", von denen ich Dir schon berichtet habe. Sie gehen auf sedimentverfüllte Grabgänge oder Wurzelhohlräume zurück und wurden selektiv durch Zementation und Stylolithisierung noch besonders betont.
Gruß,
Triassammler