Mineralien / Minerals / Minerales > erledigte Bestimmungen / completed determinations

Was könnte das sein? / vmtl. Boulangerit

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-M-:
zitat: "...Ohne den Fundort ist sicherlich allein nach Beschreibungen schwer zu urteilen..."

Ne gute Beschreibung ist m.M.n. oftmals hilfreicher, als eine genaue Fundortangabe -
wenngleich sie nat. nicht von Nachteil wäre.

zitat: "...Da würden diverse Pb, Bi, Ag - Sulfide in Frage kommen..."

Aber eben nur die mit einer milden Tenazität, und da dünnt es dann merklich aus.

zitat: "...von anderen gehe ich nach den Beschreibungen erst einmal nicht aus..."

Kann mir kaum  vorstellen, woran du da denken könntest.

Gegen ein besseres Bild hat sicher niemand was einzuwenden ... ob es in Bezug
auf eine Bestimmung wirklich helfen würde, ist ne andere Sache.

Gruß -M-

smoeller:
Hallo,

Das Mineral im Nebengestein: Pyrit, kein Chalkopyrit. Ist aus Sb-Erz-Vorkommen allgemein bekannt.

Würde von einem Bleispießglanz (Boulangerit oder Jamesonit) ausgehen. Dazu passt auch die restliche Paragenese.

Wie wäre es mit Wolfsberg im Harz als Fundstelle? Im Erzgebirge waren derartige Paragenesen eher selten. Beschrieben sind unter anderem Silbersulfosalze wie Owyheeit von Bräunsdorf bei Freiberg, Berthierit von Mobendorf (Freiberg) und Venusberg, seltener auch Bleispießglanze im Freiberger Revier.

Möglich als Fundort wäre auch Rumänien.

Glück Auf!
Smoeller

Hank:
Das Mineral im Nebengestein bzw am Salband glänzt aber nich wie Pyrit, sondern eher so bissl rötlich, deswegen hab ich vermutet, daß es Chalkopyrit sein könnte. Es ist auch etwas weicher ( ca 4 nach MOHS ) als "normaler" Pyrit ( 6,5 nach MOHS ).
Aber Harz als Fundort wäre möglich, da das ein Kartiergebiet von uns ist.
Boulangerit würde passen mit seiner haarigen Ausbildung und flexiblen Struktur.
ich hab mich grad noch um ne ordentliche kamera gekümmert und denke, daß ich morgen
ein besseres Bild nachliefern kann.


vielen dank erst mal

mfg Hank

-M-:
Hallo,

@ Smoeller - dann traust du der angegebenen Tenazität nicht ?
Ich meine, natürlich ist eine sogenannte milde T. keine ganz eindeutige Sache, (von spröde ins Milde bis fast schon duktil),
aber meiner Erfahrung nach sind die vorgeschlagenen Pb-spießglanze, selbst in dünnsten xx eigentlich nicht wirklich milde,
sondern oft sogar sehr spröde. (das Auftreten in gebogenen Individuen, kann nat. zu der Annahme verleiten, daß sie milde
sein müßten, und gerade rel. lange xx können tatsächlich biegsam sein, allerdings ist auch eine große Platte aus sprödestem Glas,
in gewisser Weise biegsam ...)
Rein optisch ist gegen die Annahme Boulangerit, etc. nat. nichts einzuwenden.

Gruß -M-

edit: sehe gerade, es war eh nur von -biegsam- die Rede, also mein Fehler, hier von einer tatsächlich milden T.
auszugehen, und daß B. biegsam (und trotzdem spröde) sein kann, hab ich ja selber gerade eingeräumt ...

thdun5:
Owyheeit in solch einer Größe? Das wäre für mich neu. Das es sich um ein Freiberger Mineral handelt, wäre schon ein absoluter Glücksfall.

Ich hätte folgendes anzubieten:

Fundort: Steinbruch Kuhberg bei Neumühle, Greiz, Thüringen
Von dort ist auf Quarz, der durchaus mit der beschriebenen Zinkblende vorkommt, feinstfaseriger, wirrstrahliger Boulangerit aufgewachsen und diese Kristalle erreichen auch eine mächtige Länge. Jamesonit auch in wirren Kristallen von dort.

Durch die Erwähnung der Tenazität wird dies allerdings fraglich.

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