Hallo!
Mir ist klar, dass es einen Unterschied zwischen Mineralien und Fossilien gibt, was die Akzeptanz von gesägten Flächen bzw. Präparationsspuren angeht, möchte mich aber generell mal der Meinung anschließen, dass ich lieber ein gesägtes Stück habe als 1000 qcm leere Fläche und nur in einer Ecke Mineral- bzw. Fossilbesatz, was dann auch ganz schön mickrig und unattraktiv aussehen kann.
Bei meiner Schubladensammlung bin ich, was das Sägen angeht, recht rigoros, schon aus Platzgründen. Wenn das Handstück keine zusätzlichen Informationen in Form von Beifauna etc. enthält, wird das Stück ggf. allseitig gesägt und auch die Dicke reduziert, um es auf das wesentliche Fossil zu reduzieren. Stehen Fossil- und Handstückgröße aber in einem sinnvollen Verhältnis zueinander, verzichte ich auf das Sägen, da werden dann höchstens deutlich überstehende Ecken abgeknipst. Es hat auch durchaus seinen Reiz, bspw. die Hai- oder Saurierzähne alle auf etwa gleichgroßen "Kacheln" in der Schublade aufzureihen, das kann sehr attraktiv und systematisch/ordentlich wirken.
Schade finde ich es nur, wenn man bewusst Bereiche mit Beifauna oder zusätzlichem Mineralbesatz absägt, oder eine ansonsten allseitig natürlich gebrochene Platte randlich durch einen geraden Schnitt verunziert.
Konkret entscheidet man eben im Einzelfall, auf was man hinauswill.
Gruß,
Triassammler