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Gesteinsdatenbank
berthold:
Hallo,
--- Zitat ---Bei Metamorphiten und Sedimentiten gibt er auch diese Gliederung auf.
--- Ende Zitat ---
Jetzt denke ich mal an die Gneise, da dürfte es einige tausend geben. Wenn man da die Bestandteile (über 5%) in abfallender Reihenfolge nennst - und "-Gneis" hinten dranstellst dann hat man schon die Bezeichnung. Teilweise bezieht man noch die Gemengteile unter 5% ( in der Form xxx-haltiger ...Gneis) in die Bezeichnung mit ein. Problem ist nur, die Prozent-Anteile zu bestimmen...
Als schwierig sehe ich auch die Bezeichnung selbst an. Wir haben (nicht wie bei Mineralien, wo es durch die IMA eine gewisse Norm gibt) ein rechtes Durcheinander. Bezeichungen nach Typ-Lokalität, Bezeichnungen nach Mineralbestand, historische Bezeichnungen, Bezeichnungen nach Ausbildungs/Texturformen und natürlich auch noch Handelsnamen (und die sind im petrologischen Sinn oft irrwitzig -mehr irr als witzig).
Aber, wie gesagt, ich würde vorschlagen erst den Anwendungszweck zu definieren - und dann die Sortierung und Inhalte entsprechend festlegen.
Gruß
Berthold
caliastos:
so würde ich das nicht sehen. ein kalkstein ist immer noch ein kalkstein, auch wenn der steinmetz ihn marmor nennt, weil er gut polierbar ist. petrographisch ist das eindeutig. namen wie beim regensburger grünsandstein oder dem rapakivi-granit sind auch deutlich genug. oder wettersteinkalk, dachsteinkalk, buntsandstein. das sind an sich die offiziellen namen. blöd' wird es bei unterschiedlichen lokalnamen, aber an sich ist das nicht so das problem.
das bei magmatischen gesteinen nach habupt- und nebengemenge die ansprache erfolgt ist vollkommen üblich. genaugenommen geht es nur nach den wenigen hauptbestandteilen im streckeisendiagramm. und wenn die auch nur 10% der masse ausmachen, so definieren diese dennoch den namen.
sinnvoll an sich wären die großen gruppen wie granit, pegmatit, diorit, basalt, gneis, schiefer, kalkstein, marmor und co. unter diese die lokalnamen, also bozener quarzporphyr, regensburger grünsandstein, treuchtlinger marmor usw.
für sedimente gibt es ähnliche diagramme wenn es um die frage sandstein, tonstein, arkose und co geht. für klastische gesteine ebenso, dabei extra eine unterteilung für bioklastische gesteine.
metamorphite werden an sich durch die metamorphosestufe unterteilt, also z.b. grünschiefer-faziel
es gibt also an sich schon definierte wege der ansprache für alle drei gruppen. an die sollte man sich halten
für magmatische gesteine hätte man ja schon über die streckeisen- und phasendiagramme die gruppen vorgegeben ohne großartig in fachwerken suchen zu müssen.
berthold:
Hallo caliastos,
dass man die Gesteine nach beliebigen Kriterien ordnen kann steht ausser Frage. Eine genetische Ordnung z.B. die Metamorphite nach Metamorphosestufe (da kommt zwingend eine Beschreibung des Protoliths dazu) ist aber beispielsweise witzlos wenn man bei der Suche in einer so geordneten Datenbank beide (oder eine der beiden) Daten/Info's nicht hat.
Aber nochmal, das Festlegen einer Sortierung macht erst Sinn wenn wir sagen wozu.
Gruß
Berthold
Isarkiesel:
--- Zitat von: berthold am 15 Dec 08, 20:44 ---Aber nochmal, das Festlegen einer Sortierung macht erst Sinn wenn wir sagen wozu.
--- Ende Zitat ---
Hallo Berthold,
zunächst stimme ich Dir zu, dass eine Datenbank zur Bestimmung von Gesteinen eher wenig hilfreich sein wird. Ich hatte Stefan allerdings auch so verstanden, dass er eher "akademische" Zwecke im Auge hatte; also eine "Lücke" im Informationsangebot des Mineralienatlas systematisch zu füllen (und nicht auf ungeordnete Einzelbeiträge im Lexikon angewiesen zu sein).
Gruß,
Holger
minuwe:
--- Zitat ---das Festlegen einer Sortierung macht erst Sinn wenn wir sagen wozu.
--- Ende Zitat ---
Hierzu versetze man sich in jemand, die/ der in so ein Medium wie dieses hier schaut und etwas über ein Gestein wissen will. Diese Person dürfte über den Fundort einsteigen oder über einen Gesteins- Oberbegriff (Schiefer) in Verbindung mit einem Fundort. Auf einem Lexikonfoto wiederzuerkennen dürfte ein Gestein nur in Verbindung mit einem Fundort sein, denn das optische Erscheinungsbild definiert sich oft über das konkrete Vorkommen. Als nächstes sieht sich die Person die Zusammensetzung und ev, die Verwendung oder weitere Informationen an. Deshalb mein obiger Hinweis, dass hier Leute die Vorkommen ihrer Wohnregion oder Sammelregion am ehesten kennen und Infos geben können.
Beispiel: Jemand findet einen Gesteinsbrocken und schaut nun beim entsprechenden Fundort, was es da so gibt. Die Seite wurde von jemand erstellt, der die wesentlichen Gesteine des Ortes gut kennt und er hat ordentliche Bilder beigefügt. Der sich nun informiert kann anhand von Bild und Beschreibung nun die Zuordnung in den meisten Fällen treffen, da sich Gesteine eines Fundortes meist gut unterscheiden, zumal dann auch strukturelle u. a. Beschreibungen dabei sind.
So in etwa strukturiert sollte es nicht schwer sein, damit voranzukommen. In einigen Fällen kann ein Gesteinsvorkommen natürlich mit den zugehörigen Mineralienseiten verlinkt werden.
Gruß
Uwe
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