Gesteine / Rocks / Rocas > Gesteine / Rocks / Rocas
Gesteinsdatenbank
Haldenschreck:
--- Zitat von: Stefan am 16 Dec 08, 11:47 ---Ein Blick in den Fundort und ich habe Vergleichsbilder der dort vorkommenden Gesteine. Dann eine Bestimmung anhand von Bildern durchzuführen dürfte nicht mehr so schwierig sein.
--- Ende Zitat ---
hallo, da fängt die krux der geschichte an: bilder.
bilder von handformatierten stücken, angenässte oder vielleicht sogar polierte schnittflächenbilder, dünnschliffe ? nach welchen kriterien soll man da bestimmen. bestimmung der groben stufen ist sehr sehr problematisch ... schneiden und polieren, ja sogar dünnschliffe: wer soll hier für input sorgen?
schön anzusehen ist z.b.: http://www.geologie.uni-frankfurt.de/gesteine/Seite3.html, aber wer kann danach wirklich eindeutig seine funde bestimmen? alle ernstzunehmenden seiten im netz zeigen ausschlielich dünnschliffe/texturen, und diese nur als anschauung, was möglich ist, aber nicht als datenbank.
--- Zitat von: smoeller am 16 Dec 08, 13:54 ---Das ist ein Vulkanit, da wird es ohne Dünnschliff schon schwierig. Dürfte Richtung Dacit/Andesit gehen.
--- Ende Zitat ---
wer macht den dünnschliff oder andersherum: wer legt hier seine hand ins feuer für eine belastbare bestimmung und zuordnung?
skeptisch: haldenschreck
Stefan:
Ok nochmal - ich danke den Bedenkenträgern für Ihre Einwände, zur Kenntnis genommen! Damit ist das Thema Bedenken endgültig abgehakt und ausgereizt.
Ich habe eine eindeutige Bitte geäußert und dies bezüglich hätte ich gerne Input. Bedenken interessieren mich nicht!
Ob das ganze einen Nutzen haben wird wird sich zeigen, aber sicher nicht bei theoretischen Diskussionen.
Gruß Stefan
caliastos:
bedenken entstehen schlicht durch die frage wie man das am ehersten angeht. der knackpunkt ist, daß nicht mal die fachwelt vollkommen klare grenzen ziehen kann ohne gewisse analysen vornehmen zu müssen. viele ergebnisse streuen ganz einfach auch gewaltig.
ne schnieke db mit gesteinen, name, fundort und eigenschaften suche ich an sich auch schon lange. allerdings: ich denke das tut sogar die ganze fachwelt.
die hauptfrage sehe ich erst mal so: wie gliedern?
den fundort zu nehmen halte ich für eine ziemlich schlechte idee. wie will man das machen? bei mineralen ist das einfach. ich sage "grube clara" und dann haste die mineralliste ganz fix, das gebiet ist begrenzt. jetzt mache ich aber mal das gleiche mal sagen wir mit dem solnhofner plattenkalk. der ist relativ eng begrenzt und man käme über den ort zum gestein. was aber wenn das das gestein sehr weit verbreitet ist? wie will man da einsteigen? über ein vorkommen? über das gebiet, welches erfaßt wird? würde ich quatär suchen, so könnte ich nahezu ünerall auf der welt irgendeinen ort als einstieg nehmen.
wenn es ein ort sein muß, dann nur den der erstbeschreibung bzw. typlokalität. ist aber auch wieder so eine sache.
wenn dann lieber über lithologie und gesteinsnamen. rein der ort klappt nicht, dazu ändert sich der untergrund zu radikal. und da vergessen wir sogar faziesverzahung, störungen, die gesteine versetzen, irgendwelche plutonischen körper, metamorphosebereiche, falten, mulden usw. da liegt man mit der lokalität leicht gewaltig daneben. die lohnt erst als weitere unterteilung.
was jedenfalls nicht so ganz klappt ist die bestimmung durch vergleichen. so kommt man bestenfalls auf das gestein. die herkunft aber nicht. nimm die molasse. da hat man den schutt der ganzen alpen. steigt jemand über münchen als lokalität ein, so wird er sicher andere gesteine als in landsberg vorfinden. beide kommen da aber nicht vor, sondern wurden dort abgelagert. ginge, wenn man im lokalen bleibt. aber wie findet man die verbindung zu den anstehenden bereichen oder anderer ablagerungsgebiete? doch nur wieder über den gesteinsnamen.
lokale vorkommen sind einfach zu bestimmen.
das problem sind nun einmal die kleinräumigen möglichkeiten. wo zieht man die grenze? was ist der maßstab?
was auch ginge wären die an sich offiziellen großstrukturen. diese lassen sich auf den entsprechenden geologischen karten nachschlagen. z.b. nord/süd/west/ost alpen, molasse, bayerischer wald, fichtelgebirge, harz, odernwald usw. da vermeidet man den ärger mit dem fundort und kann doch alle gesteine aufzählen. hier vielleicht nun wirklich nach entstehung geteilt und darunter die gesteinsnamen und danach erstbeispielvorkommen.
die namensgebung kann nur nach den standarts erfolgen. wenn diese als einführende orientierung mit erklärung sind gegeben, ginge das evtl. der laie wird es immer etwas schwer haben. ich sage es mal so, mann könnte eine ganze vorlesung über nur ein einziges gestein halten und hätte nur wenig von dem ganzen themenkomplex geklärt.
um da halbwegs ordnung zu haben muß über das +/- diskutiert werden. nicht umsonst wird das schon seid ewigkeiten versucht.
kleiner tipp: nehmt mal die profile, wie sie zum gotthard-basistunnel zu sehen sind. das ist ein nadelstich im nichts, aber allein was da an gesteinen aufkommt...
-M-:
Hallo,
sollte im Prinzip nicht anders, als bei den Mineralen funktionieren, sämtliche Strukturierung und Systematisierung kann -
nachträglich überlegt werden.
Erstmal von A-Z , eine Seite pro Name, mit definiertem und prophylaktischem Platz.
Zum definierten (ich denke mal darum geht es bei der Frage) fallen mir ein paar grundlegende Sachen ein:
- Name(n)
-übergeordnete Art / Familie
-übergeordnete Gruppe
-Genese
-allgemeine Beschreibung des/r äußeren Erscheinungsbildes/r
-Mineralbestand inklus. regelm. und evtl. irregul. Nebengemengteile
-Gefüge - Körnung, Textur, etc.
-physikalische Parameter, wie z.B. Festigkeit, etc.
-Vorkommen
-Sonstiges (woraus dann ersichtlich wird, welche Sachen evtl. generell eine eigene Zeile,etc. bekommen sollten)
- dann halt mglst. viele verschiedene Bilder - warum nicht - Natur neben Poliert neben Dünnschliff - der Zweck
der Datensammlung ist ja nicht ausschließlich die Bestimmung, die funktioniert auf dem Weg ja eh nicht.
Eine Hilfestellung fürs grobe Bestimmen wäre aber vlt. auch schon eine große Hilfe für viele - dafür kann
man nat. schon einen Bestimmungsschlüssel erstellen, der dann nat. nur über die rel.einfach zu ermittelnden
Eigenschaften funktionieren kann.
Gruß -M-
minuwe:
So in etwa stelle ich mir das auch vor. Wenn nun jemand ein Stück in der Hand hält, und nicht weiß was es ist, kennt er ja zunächst nur sicher den Fundort. Also geht er doch wohl über den Fundort rein (so er angelegt ist), gelangt auf die von da aufgeführten Gesteine, kann nun von diesen per Bild und Eigenschaftenvergleich zwischen z. Bsp. fünf beschriebenen i. d. R. leicht zum richtigen zuordnen. Was nicht geht ist, dass er das Gestein durch Vergleich mit 100 ähnlichen Bildern oder womöglich zwei drei Eigenschaften zuordnen kann. Der Fundort wird also meistens die Tür sein, oder anders gesagt, ein Gestein ist ein Ort, wo sich verschiedene Minerale zusammengefunden haben :D ::)
Will jemand wissen was ein Leucittephrit ist, geht er eben über den Namen rein.
Gruß
Uwe
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln