Hallo Edgar,
Prüfbesteck habe ich auch nicht, verwende fast nur Messer oder Glas. Werde mir irgendwann ein Prüfset mit Nadeln aus geeichten Metalllegierungen zulegen.
In deinem Fall ist ein Glasscherben das Richtige. Pyrit ritzt das Glas (Kratzer ggf. mit Lupe oder Bino betrachten). Ritzt die Ecke des Glases das Mineral, ist es Chalkopyrit.
Das mit der Kupfermünze muss wohl noch vom Acricola stammen (Spaß). Du hast Recht, die modernen Legierungen haben nicht Härte 3.
Habe für Härte 3 einen angespitzten Kupferdraht. Für's Erste kannst du nehmen: Fingernagel= 1,5, Kupferdraht= 3, Messingdraht=4, Fensterglas= 5,5 (älteres- modernes ist manchmal etwas härter oder gar gehärtet), Cuttermesser ca. 6, Quarzspitze 7, alles immer gut angespitzt. Genauso kann man noch entsprechend ein Kupfer-, Messingblech, eine kleine Glasplatte nehmen, um mit dem Mineral darauf zu kratzen. Man sollte das Ergebnis möglichst unter dem Bino ansehen, da man da den Kratzer gut sieht. Manchmal verwechselt man den Abrieb des Gegenstücks (Glas z. B.) mit dem Kratzer. Prüfbesteck mit Mineralspitze macht sicher ab Härte 7 Sinn, darunter würde ich Stifte aus entsprechenden Legierungen verwenden, da man die nachschleifen kann.
Gruß
Uwe