Mineralien / Minerals / Minerales > Fluoreszenz, Lumineszenz / Fluorescence, Luminescence
UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
Krizu:
Hallo,
der Trick mit dem lia-Schleier ist etwas anders:
Die Lampen sind alle Hg-Lampen. Das Hg-Spektrum ist z.B. in http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Leuchtstoff_spektrum.jpg&filetimestamp=20050727234712 gegeben, oder hier: http://www.free-form.ch/tools/speclid.html oder auch hier: http://www.lot-oriel.com/site/site_down/ls_irradiance_dede06.pdf.
Das Hg-Atom hat eine nicht zu verachtende Linie bei 405nm, also dunkelviolett, die Wellenlänge der Hauptlinie liegt bei 365nm. Nun ist es schwierig eine niedrigenergetische Linie (405nm) zu absorbieren udn eine hochenergetische (365nm) durchzulassen. Deshalb der Violett-Schleier. Das hat nichts mit Schwarzlicht- oder Hg- oder LSR-Röhre zu tun, das ist mangelhafte Filterung des Hg-Spektrums.
Jetzt gibt es noch die 254nm-Linie im Hg-Spektrum, dass ist die kw-UV-Linie. die wird aber von normalem Glas geblockt, da kleiner als 320nm.
hth
Frank
Helicat135:
What ever.. Werde die Röhre jetzt mal verbauen und schauen, wie es rüber kommt.
Mal noch eine Frage an die Spezies:
aus der kaputten Röhre rieselte massig weißer Staub raus. Was ist das? Quecksilber ja wohl hoffentlich nicht ::)
Krizu:
Quecksilberhaltig wird es sein!
MfG
Frank
Lapislazuli:
@ Krizu: Danke für deine Ausführungen und die Diagramme, wirklich interessant :).
Dass das Violett nicht von der schwarzen Röhre kommt, ist mir schon klar. In jeder Leuchtstofflampe ist UV-Licht drin (größter Anteil), der Anteil des sichtbaren Lichts ist eher gering. Nun kommt es drauf an, was man aus der Röhre machen will. Will man sichtbares (normales) Licht, wird die normale weiße fluoreszierende Schicht auf die Lampe aufgedampft. Hier wird die meiste UV-Strahlung in sichtbares Licht umgesetzt und der Anteil an schädlicher UV-Strahlung, der noch mit raus kommt, ist verschwindend gering. Will man jedoch eine Schwarzlichtlampe (UV-Licht), wird eine andere Leuchtschicht aufgedampft. Damit wird der schädlichere UV-B-Bereich (davon kriegt man Sonnenbrand) in den nicht so schädlichen UV-A-Bereich umgewandelt; Tetraborat für 370 nm, Blei-dotiertes Bariumsilikat für 350 nm (deshalb sprechen wohl einige Mineralien je nach Röhrenhersteller besser bzw. schlechter an). Ich weis nicht, weshalb man UV-B nach A umwandelt, UV-B und C kommen ja eh nicht durch das Glas (wenn ich das richtig verstanden habe). Ich vermute hier, dass das nutzbare UV-A-Spektrum einfach noch verstärkt werden soll. Gleichzeitig wird ein nickeloxid dotiertes Glasrohr verwendet, das das sichtbare Licht absorbiert und nur das UV-A-Licht durchlässt. Weil die Diagrammkurve bei 405 nm im oberen UV-A-Bereich und somit relativ nah am sichtbaren Bereich des Lichtspektrums liegt, erscheint es uns deshalb dunkelviolett. Hier schließen nun deine (Krizu) Ausführungen an. Ich hoffe, so kann man es stehen lassen (falls nicht, bitte um Verbesserung).
@ Helicat: Das weiße Pulver aus der Röhre ist nicht Quecksilber. Das aufgedampfte Pulver besteht meistens aus Sulfiden wie Zinksulfid-Selenid, Zink-Cadmium-Sulfid und Silikaten wie Zinkberylliumsilikat, Willemit oder Zinkoxiden, bei Schwarzlichtlampen wohl aus Bariumsilikat oder Tetraborat. Es ist schon möglich, das etwas Quecksilber vom Dampf da mit drin ist, aber solange du das Pulver nicht inhalierst und dir gleich die Hände wäschst, wird dir nichts passieren. Ich habe noch von keinem Elektriker gehört, der wegen einer kaputten Leuchtstoffröhre ernsthaft erkrankt ist ;D.
Glück auf
Edgar
Helicat135:
Danke, dann bin ich beruhigt. Das Zeug war ünerall ::)
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