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sehr dunkler Sandstein
Druide:
dann habe ich bitte noch eine Frage
ich gehe einfach mal davon aus
die Laune der Natur hat hier reichlich Eisenoxide abgelagert.
Im Boden finde ich Geröll das braune Schlieren hat, verhält sich wie Rost. Kann ich diese Schlieren einem chemischen Vorgang zu ordnen der von diesen Eisenoxiden kommt.
Oder hat das eine mit dem anderen nichts zu tun?
Danke für mögliche Antworten
Maria
triassammler:
Hallo Maria!
--- Zitat ---Kann ich diese Schlieren einem chemischen Vorgang zu ordnen der von diesen Eisenoxiden kommt.
--- Ende Zitat ---
--- Zitat ---verhält sich wie Rost
--- Ende Zitat ---
Du hast die Antwort schon selbst gegeben :D Fe-Oxide und -Hydroxide werden bei der Verwitterung auch im Innern des Gerölls mobilisiert und gelangen in Lösung kapillar an die Oberfläche, wo sie ausfällen und sich stellenweise akkumulieren.
Gruß,
Triassammler
Druide:
Hallo,
ich muß einfach nochmals wegen diesem Rost nach hacken. Ich sage Rost, denn diese Schlieren lassen sich von einem Magneten anziehen.
Wie Trommeln schon fest gestellt hat
Zitat Trommeln:
Maria, ich habe einen dieser Steine, die du mir geschickt hast aufgesägt und du wirst sehen, dass er innen
"sauber" aussieht, und aussen "verschmutzt"...
also verwittert und verrostet.
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,20140.msg168934/topicseen.html#new
Ja ...., einige der Steine sind innen hell, augenscheinlich ohne Anzeichen von Eisenoxiden. Da dieses Geröll in der Nähe der gangartigen Lehmstreifen zu finden ist in dem das mag. Mineral steckt, (mag. Mineral sag ich einfach, da ohne Analyse keine genaue Bestimmug möglich ist)
wäre der Gedanke völlig abwegig das diese rostige Stellen auf den Steinen von einem Eisenhydroxid kommen und nicht durch kapillare Ausfällung?
Danke für mögliche Antworten
Maria
minuwe:
Unter dem Bino hatte sich bei diesen Stücken gezeigt, dass im Inneren der abgerollten Steine die Quarzkörner hauchdünn mit den magnetischen Eisen- oder/ und Titanverbindungen übezogen sind, dadurch hell. Im Randbereich trifft beides o. g. zu: Eisenhydroxide sind (u. a.) die dunklen Bestandteile und Anreicherung durch kapillare (?) Ausfällung. Das eine ist der Stoff, das andere der Vorgang. Der Randbereich ist nicht dunkler weil verwittert, sondern es ist nur mehr Eisenmineral angereichert.
Gruß
Uwe
triassammler:
Zusätzlich sei noch bemerkt, dass die punktuelle Anreicherung (den Fotos nach findet sich die Oxidschicht ja nicht gleichmässig deckend auf dem ganzen Stein) an Wassermenisken zwischen Kornkontakten stattgefunden haben könnte. Sprich, dort, wo der Stein an seiner ursprünglichen Lagerstätte (Kieskörper) lag, berührter er andere Körner; sofern er nicht in einem gänzlich und dauerhaft wassererfüllten Bereich lag, hielt sich das Wasser durch die Oberflächenspannung besonders lange im Bereich der Kornkontakte (sog. Menisken) und führte an diesen Stellen zu besonders ausgeprägtem kapillaren Aufstieg und Oxidation, so dass dort auch die stärkste Materialfällung stattfand.
Im Prinzip sind es nur wenige Prozesse, die je nach Kombination für eine Vielzahl von Verwitterungserscheinungen verantwortlich sind. Wenn man diese Prozesse kennt, lassen sich sehr viele Beobachtungen einfach erklären.
Gruß,
Triassammler
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