http://vfmg.de/der-aufschluss/https://edelsteintage-bremen.dehttps://www.mineral-bosse.de

Autor Thema: dunkelgrauer Flint  (Gelesen 20530 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Druide

  • inaktiver User
  • *****
  • Beiträge: 535
dunkelgrauer Flint
« am: 09 Feb 09, 17:33 »
Fundortt
BaWü
Odenwald
Buntsandstein
im Acker


Hallo,
ich gehe davon aus das es ein Flint ist.

Wissen und vermuten sind zwei paar Schuhe
meine Frage woher kommt die dunklgraue Farbe?

Wer sonst noch etwas zu dem Stein weis, ich höre gerne zu:-)

Danke für mögliche Antworten
Maria

Offline Druide

  • inaktiver User
  • *****
  • Beiträge: 535
Re: dunkelgrauer Flint
« Antwort #1 am: 09 Feb 09, 17:34 »
und noch einer

Offline vanderheide

  • *****
  • Beiträge: 995
    • stein-art.ch
Re: dunkelgrauer Flint
« Antwort #2 am: 09 Feb 09, 19:20 »
Hallo Maria
Erinnert mich stark an Chalcedon. Flint habe ich in diesem Farbton noch keine gesehen, aber ich bin kein Fachmann.
Glaube für unsere Mineralienkenner ist es ein Kinderspiel, diesen Stein zu bestimmen.
Gruss
Hans

Offline Druide

  • inaktiver User
  • *****
  • Beiträge: 535
Re: dunkelgrauer Flint
« Antwort #3 am: 09 Feb 09, 19:55 »
danke für deine Antwort

Chalcedon wäre wahrscheinlicher.......aber aussehe.....

Offline Mark77

  • ***
  • Beiträge: 336
  • Sine musica nulla vita.
    • Eigene HP Institut für UFG, Tübingen
Re: dunkelgrauer Flint
« Antwort #4 am: 09 Feb 09, 22:40 »
Sieht aus wie ein Silex. Das 2te kleiner Stück hat auch eine typische Kluft.
Befindest sich das Feld nahe am Grenzbereich vom Buntsandstein? Oder gar in einem Flusstal.
Typisch für Buntsandsteinkarneol wär es nicht aber ein Stück aus einer anderen Periode wäre denkbar.

Was die Farbe angeht habe ich schon viele Baltische Feuersteine oder an sich Kreidefeuersteine gesehen, die solch eine Färbung besaßen.

MFG, Markus

Offline Druide

  • inaktiver User
  • *****
  • Beiträge: 535
Re: dunkelgrauer Flint
« Antwort #5 am: 09 Feb 09, 22:50 »
Hallo Mark,

Der Stein lag in der Nähe des Grenzbereich Buntsandstein.
Danke für deine Antwort
Maria





Offline Blackminer

  • ***
  • Beiträge: 468
Re: dunkelgrauer Flint
« Antwort #6 am: 10 Feb 09, 19:20 »
Hallo Maria!
So, wie der Flint  aussieht, könnte der auch mit eiszeitlichen Schmelzwässern dorthin transportiert worden sein.
Ziemlich abgerollt... 
Da sind auch ziemliche Transportentfernungen möglich. Schließlich, waren die Gletscher bis an den Odenwald ran, bzw. sogar dahinter.
 Auf Rügen kannst du Feuersteine, in solcher Farbe, in Tonnen aufsammeln.
Nimm doch einfach mal nen harten Stein, oder Hammer, und versuch "Klingen" aus dem Stück zu schlagen. Die Splitter sind bestimmt "tierisch" scharf. Kannst ja mal am Finger probieren (auf eigene Gefahr). ;)
Wenn es gut schneidet und auf Stahl Funken schlägt, hast du einen Feuerstein.
Übrigens, die Leute, die die das Fernsehexperiment am Bodensee mitgemacht haben, waren von der Qualität der (Flint-)Feuersteinmesser überzeugt.

@Mark77
Zitat
Sieht aus wie ein Silex.
Du kannst es nennen, wie du willst, es ist und bleibt ein Feuerstein. Im Studium haben wir den Begriff "Silex" nie verwendet. Selbst die Profs haben von Feuersteinlagen in der Kreide geredet.

Zitat
Das 2te kleiner Stück hat auch eine typische Kluft.
Der Begriff Kluft bezieht sich immer auf das umgebende Gebirge und nicht auf den Stein! Da sind es nur Risse. ;)

Glück auf!

Offline caliastos

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 1.569
Re: dunkelgrauer Flint
« Antwort #7 am: 10 Feb 09, 21:16 »
silex verwendet man, wie schon mal gesagt, nur in der archäologie für werksteine. ob das ein flint, hornstein, quarzit, obsidian, chert oder was auch immer ist ist einerlei. der begriff silex unterscheidet da nicht und ist für eine gesteinsansprache schlicht falsch. anders gesagt, wer damit ein gestein anspricht würde standesrechlich erschossen werden.

ich hoffe du meinst mit periode nicht jure, kreide und co. wäre auch nicht korrekt.

Offline aca

  • Sponsor 2024
  • *
  • Beiträge: 716
Re: dunkelgrauer Flint
« Antwort #8 am: 10 Feb 09, 23:52 »
... anders gesagt, wer damit ein gestein anspricht würde standesrechlich erschossen werden.

Das sind ja rohe Sitten...

Hm, hm...
Flint ... Silex
standrechtlich ... standesrechtlich  ;D
( und schwupps, schon ist man tot :-* )

Es gibt noch keine verbindlichen Streckeisen-Diagramme für diese Gesteine und Konkretionen.
Ich wäre da nicht so streng (standesrechtlich  ;D ).

Amir

Offline Mark77

  • ***
  • Beiträge: 336
  • Sine musica nulla vita.
    • Eigene HP Institut für UFG, Tübingen
Re: dunkelgrauer Flint
« Antwort #9 am: 11 Feb 09, 02:11 »
Hallo Maria!
So, wie der Flint  aussieht, könnte der auch mit eiszeitlichen Schmelzwässern dorthin transportiert worden sein.
Ziemlich abgerollt... 
Da sind auch ziemliche Transportentfernungen möglich. Schließlich, waren die Gletscher bis an den Odenwald ran, bzw. sogar dahinter.
 Auf Rügen kannst du Feuersteine, in solcher Farbe, in Tonnen aufsammeln.
Nimm doch einfach mal nen harten Stein, oder Hammer, und versuch "Klingen" aus dem Stück zu schlagen. Die Splitter sind bestimmt "tierisch" scharf. Kannst ja mal am Finger probieren (auf eigene Gefahr). ;)
Wenn es gut schneidet und auf Stahl Funken schlägt, hast du einen Feuerstein.
Übrigens, die Leute, die die das Fernsehexperiment am Bodensee mitgemacht haben, waren von der Qualität der (Flint-)Feuersteinmesser überzeugt.

@Mark77
Zitat
Sieht aus wie ein Silex.
Du kannst es nennen, wie du willst, es ist und bleibt ein Feuerstein. Im Studium haben wir den Begriff "Silex" nie verwendet. Selbst die Profs haben von Feuersteinlagen in der Kreide geredet.

Zitat
Das 2te kleiner Stück hat auch eine typische Kluft.
Der Begriff Kluft bezieht sich immer auf das umgebende Gebirge und nicht auf den Stein! Da sind es nur Risse. ;)

Glück auf!


Woher nimmst du deine Informationen bezüglich der Vergletscherung des Odenwaldes? Meine Karten zeigen alle keine Vereisung des Odenwaldes an und by the way: http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Hessen/Odenwald/Beedenkirchen/Felsenmeer

Was das Experiment am Bodensee angeht, da kann man sich lange über die Authentizität streiten. Was auch anderenorts oft genug getan wurde (habe mit den Leuten perönlich geredet).

Wie wir schon in einem anderen Thread hier im Forum diskutiert haben ist Silex in der Archäologie der Oberbegriff für alle solche SiO2-Gesteine. Danke Caliastos! (siehe )

Zum Gebrauch des Wortes "Kluft" in der Rohmaterialanalyse in der Archäologie empfehle ich mal Werke wie Deecke 1933, Floss 1994, Holdermann 2004, uvm.
« Letzte Änderung: 11 Feb 09, 17:23 von Mark77 »

Offline Mark77

  • ***
  • Beiträge: 336
  • Sine musica nulla vita.
    • Eigene HP Institut für UFG, Tübingen
Re: dunkelgrauer Flint
« Antwort #10 am: 11 Feb 09, 02:16 »
silex verwendet man, wie schon mal gesagt, nur in der archäologie für werksteine. ob das ein flint, hornstein, quarzit, obsidian, chert oder was auch immer ist ist einerlei. der begriff silex unterscheidet da nicht und ist für eine gesteinsansprache schlicht falsch. anders gesagt, wer damit ein gestein anspricht würde standesrechlich erschossen werden.

ich hoffe du meinst mit periode nicht jure, kreide und co. wäre auch nicht korrekt.

Wenn du einen Oberbegriff für all diese Gesteine verwenden willst da du dich nicht zeitlich festelegen willst dann verwende schlicht Silex (pl. Silices) und du machst keinen Fehler. Ich find es eine glatte Unverschämtheit mir eine PM zu schicken und so etwas reinschreiben: "da sich hier viele sehr schnell unangebracht äußern". Wenn man sich dann aber genauso verhält, weiß ich auch nicht was dieses Verhalten an den Tag legen soll.  :o  >:(

Was die Einteilung mit Periode, etc. angeht: http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Geologische%20Zeittafel  ::)

Offline Druide

  • inaktiver User
  • *****
  • Beiträge: 535
Re: dunkelgrauer Flint
« Antwort #11 am: 11 Feb 09, 14:53 »
Danke für die Antworten,

der Bruch ist scharf und muschelig

Gruß Marie

Offline caliastos

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 1.569
Re: dunkelgrauer Flint
« Antwort #12 am: 11 Feb 09, 17:30 »
Zitat
Woher nimmst du deine Informationen bezüglich der Vergletscherung des Odenwaldes? Meine Karten zeigen alle keien Vereisung des Odenwaldes an und by the way

kann zwar auf die schnelle nicht sagen ob der odenwald mal unter eis war, aber:

- karten, die die ausbreitung der gletscher zeigen gibt es nicht viele. auf einer GK sieht man das auch nicht unbedingt. schönes beispiel. haben gerade ein gebiet vor der nase, bei dem alle welt bisher sagt: hier war nie eis. komischerweise findet man aber dort alles was zu bildungen des eises gehört. derartige sedimente findet man nur in speziellen karten. diese sind jedoch echt rar.
- der verweis auf das forum bringt nur bedingt was. da steht nur: während der leten eisziet. schön und gut, und was ist mit den eizeiten davor? geschiebematerial landet auch da, wo nie das eis gewesen ist, stichwort transport (anderweitig)

Zitat
Silex in der Archäologie der Oberbegriff für alle solche SiO2-Gesteine

mir und anderen durchaus klar, nur geologisch schlicht falsch, da unterschiedliche gesteine in einen top geworfen werden. obsidian z.b. ist, vereinfach gesagt, erstarrtes gesteinsglas aus der schmelze. hornstein entsteht z.b in sedimenten. silex wirft das alles in einen top und gibt allen den gleichen namen, ohne rücksicht auf mineralbestand, struktur, entstehung...
man liest silex und fragt sich schlicht: was meint der damit? hornstein, quarzit und obsidian sind schon gravierend anders. und da kann man im geologischen sinn einfach nicht sagen: alles silex.



Zitat
"Kluft" in der Rohmaterialanalyse in der Archäologie

kluft ist aber immer noch ein geologischer begriff. damit meinst du immer die echte kluft, egal ob offen, geschlossen oder verheilt. die unterscheidet sich nun einmal von rissen, scherflächen und störungen.


geologie und archäologie vertragen sich nicht in der verwendung der begriffe. im bezug auf gesteinsansprache und beschreibung ist die archäologie unpräzise und einiges schlicht falsch. die begriffe kluft und silex zeigen es ja. geologisch orientierte themen kann man nicht archäologisch beantworten.


das mit der periode ist ok, war nur verdreht herum geschrieben. a gedacht und b getippt.


und nochmal zum silex (den plural kenn ich selber). mit hornstein, quarzit, obsidian und co. legt man sich auch nicht zeitlich fest und bleibt trotzdem präzise mit der ansprache.

die unterschiede hatte ich dir in der pm an sich schon mal am beispiel des radiolarits erklärt. das unangebracht war auch bewusst gesagt, da sliex in geologie und mineralogie falsch ist. in dem fall mag man nun mal auch selbst dementsprechend reagieren, weil du mit silex alle gesteine rücksichtslos in einen topf wirfst, die nichts miteinander zu tun haben. für die frage: was ist das für ein gestein also untauglich. man kann auch einfach sediment sagen, schön, hilft als gruppe dem fragenden auch nicht weiter.


die pm ist übrigens dazu da eine Private Message zu bleiben. d.h. der inhalt hat in den foren nichts zu suchen. und damit hat es schon mal gehörig ärger gegeben als der inhalt von PMs gepostet wurde.



@aca

joa, sind sie. standartspruch von dozenten für bestimmte antworten. z.b. einen ton als granit zu bezeichnen, breckzie als konglomerat usw.

um es mal auzuformulieren: "der nächste, der hierzu nochmal grünsandstein sagt oder fragt was der unterschied zu einem sandstein ist, wird standesrechtlich erschossen".


@ druide

würde zu feuerstein passen, aber genauso zu kieseligem kalkstein

Offline minuwe

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 1.137
Re: dunkelgrauer Flint
« Antwort #13 am: 12 Feb 09, 00:04 »
Zitat
aber genauso zu kieseligem kalkstein
Genau- an verkieselten Kalk dachte ich auch schon. Nur, womit unterscheidet man das?

Uwe

Offline Mark77

  • ***
  • Beiträge: 336
  • Sine musica nulla vita.
    • Eigene HP Institut für UFG, Tübingen
Re: dunkelgrauer Flint
« Antwort #14 am: 12 Feb 09, 00:57 »
Obs Kalk ist oder Flint "löst" etwas verdünnte Salzsäure.

 

Mineralienatlas - Fossilienatlas - Info-Center

Neueste Beiträge Neueste Beiträge