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Autor Thema: unbekannte Stufe  (Gelesen 6633 mal)

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Offline Helmi

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unbekannte Stufe
« am: 12 Feb 09, 19:44 »
Hallo,
was könnte das sein? Die Farbe und der Glanz ähneln denen von Aluminium bzw. Nickel. Die Rohdichte des Stückes beträgt 8,00 g/cm³ und die Härte liegt  etwa bei 6,5 Mohs (jedenfalls wird der Kristall gerade noch von Calcedon geritzt). Magnet bleibt an der Stufe hängen.Leitet den elektrischen Strom. Nach mehr als 30 Jahre an der Luft zeigen sich keinerlei Oxydation- bzw. Erosionerscheinungen. Fundort unbekannt (irgendwo in Rußland oder Polen) die Stufe lag in einer Haushaltssteinkohlenanlieferung vor 30 Jahren.
Gruß Helmi
« Letzte Änderung: 12 Feb 09, 19:52 von Helmi »

Offline -M-

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Re: unbekannte Stufe
« Antwort #1 am: 12 Feb 09, 20:10 »
Hallo,
wohl am ehesten eine natürliche Fe + Ni - Legierung (Ni-Eisen) - würde ich vermuten.

Gruß -M-

Offline Doc Diether

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Re: unbekannte Stufe
« Antwort #2 am: 12 Feb 09, 20:51 »
Halloo,
auf den 1.Blick sieht das ja aus wie eine Bleiglanz-Stufe. Die Dichte liegt mit 8 bei Legierungen der Eisenmetalle (Fe-Co-Ni).
Jetzt gibt es Stahlveredler, die auch so aussehen: also Legierungen wie Ferro-Nickel, Ferro-Chrom etc.
Wie ist denn die Härte? Weich spricht für Bleiglanz, hart für Ferro-Legierung.
Gruß
Doc Diether

Offline Krizu

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Re: unbekannte Stufe
« Antwort #3 am: 12 Feb 09, 21:20 »
Hallo,

ich hätte einen Eisenzuschlagsstoff vermutet. Aber so gute Kristalle? Cr als Ferrochrom liefert oft gute Kristalle, aber so habe ich die nicht gesehen.

MfG

Frank

Offline Helmi

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Re: unbekannte Stufe
« Antwort #4 am: 13 Feb 09, 20:04 »
Hallo,
habe die Härte noch mal mit Glas überprüft. Glas ritzt die Kristalle genau wie beim Calcedon (  => 6 - 7 Mohs).
Anbei Bild von der Rückseite
Gruß Helmi

Offline Hans-Joachim

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Re: unbekannte Stufe
« Antwort #5 am: 13 Feb 09, 20:42 »
Hallo Helmi

Ich habe von einem Stahlwerke eine Stufe bekommen die sieht deiner sehr ähnlich ,er sagte mir das das Chrom ist .
Werde Morgen mal ein Foto machen dann kannst du vergleichen .

Gruß Achim

Offline smoeller

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Re: unbekannte Stufe
« Antwort #6 am: 13 Feb 09, 21:27 »
Hallo,

Habe auch so ein Teil im Keller. Mein  Stiefvater gab mir damals die Info, es sei ein Stahlveredler. Chrom könnte vom Glanz her gut hinkommen, habe aber noch keine Analyse daran gemacht.

Glück Auf!
Smoeller

Offline Hans-Joachim

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Re: unbekannte Stufe
« Antwort #7 am: 14 Feb 09, 08:37 »
Hallo Helmi

Habe wie versprochen mein Stufe fotografiert , Kamst du ja mal vergleichen .

Gruß Achim

Offline Helmi

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Re: unbekannte Stufe
« Antwort #8 am: 14 Feb 09, 18:24 »
Hallo,
meine Vermutungen lagen ebenfalls in der Richtung Chrom/Nickel . Nehme mal an, daß es Nickel ist. Ähnlichkeit und Dichte kommen hin. Vorausgesetzt das Nickel tatsächlich in der Natur solche Kristalle bilden kann. Werde mich mal weiter diesbezüglich in Veröffentlichungen umschauen.
Danke für eure Beiträge.
Gruß Helmi

Offline -M-

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Re: unbekannte Stufe
« Antwort #9 am: 14 Feb 09, 20:52 »
Hallo,
"reines" / gediegenes Cr oder Ni ist es sicherlich nicht, wenn dann auf jeden Fall eine Legierung mit Fe.
Der springende Punkt bei der Geschichte ist wohl, ob es nun synth. oder natürl. ist,
aber das wird man so wohl leider nicht abschließend entscheiden können ...
Falls es nicht synthetisch sein sollte, dürfte Ni-Eisen am wahrscheinlichsten sein.

Gruß -M-

Offline stollentroll

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Re: unbekannte Stufe
« Antwort #10 am: 14 Feb 09, 23:20 »
Das ist synthetisch, ein Zuschlagstoff für die Stahlherstellung.
Weder Fe, Cr, Ni oder Legierungen davon gibt es in dieser Ausbildung natürlich.

Glück Auf

Offline Hans-Joachim

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Re: unbekannte Stufe
« Antwort #11 am: 15 Feb 09, 09:34 »
Hallo Stollentroll

Du hast recht meine Stufen sind aufgearbeitete Konzentrate ich habe außer Chrom noch Titan und Mangan
anbei zwei Bilder

Bild 1 Mangan
Bild 2 Titan

Bilder sind leider etwas Gelbstichig

Gruß Achim

Offline Helmi

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Re: unbekannte Stufe
« Antwort #12 am: 15 Feb 09, 17:50 »
Hallo,
synthetisch würde ich ausschließen.  Ich war damals bei der Anlieferung und beim Fund dabei. Zur damaligen Zeit wurde Steinkohle sofort aus der Grube nach Vorbehandlung (Brechen) zum Großhandel und von da im Rohzustand zum  Verbraucher befördert.  In dieser Kette ist meiner Meinung nach keine Möglichkeit einer Konterminierung der Kohle mit einer syntetischen Kristallstufe gegeben. Dazu kommt noch, daß der dunkle auch mit  bloßem Auge schwarz erscheinende Teil der Rückseite unter der Lupe und dem Mikroskop als blaugrünes, glänzendes  Material erscheint, daß aussieht als ob feine
(< 0,2 mm) Körner miteinander verschmolzen sind. Könnte Olivin oder Augit sein.
Gruß Helmi

Offline minuwe

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Re: unbekannte Stufe
« Antwort #13 am: 15 Feb 09, 18:12 »
Zitat
In dieser Kette ist meiner Meinung nach keine Möglichkeit einer Konterminierung der Kohle mit einer syntetischen Kristallstufe gegeben
Der LKW braucht vorher nur den "Zuschlagsstoff" transportiert haben und das Stück ist so in die Kohle gelangt. Oder der Lehrling  ;) hat es reingeworfen. Da kann doch sonst was gewesen sein  ???
Finde bitte Vergleichsstücke von natürlichen Bildungen!

Gruß
Uwe

Offline Krizu

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Re: unbekannte Stufe
« Antwort #14 am: 15 Feb 09, 18:56 »
Hallo,

ich habe auch schon Si auf der Straße gefunden ;-)
Und wer sagt, dass bei dem Haufen Steinkohle im Hafen nicht vorher irgendwas anders lag?

Aus der Grube, zum Brecher zum Kunden klingt etwas zu einfach. Meistens ist da ein Schiff, ein Hafen oder sonstwas zwischen.

MfG

Frank

 

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