Gesteine / Rocks / Rocas > Gesteine / Rocks / Rocas
chalcedon?
altes-gebirge:
Hallo Druide,
ich schließe mich Smoeller an.Und wenns nicht zu kostenintensiv wird,ist doch der Vorschlag vom Stänlsucher ne gute Idee,den Stücken mal ins "Innere Selbst" zu schauen. ;)
Caliastos: Ist es möglich,das Du nur auf die richtigen Momente, hier im Atlas, wartest, um dann den Leuten Deine tiefgründigen "Weisheiten" mitzuteilen?
Da wird man ja nach 3 Zeilen mit soviel Wissen und Kommunikationsfreude "beglückt", das zumindest mir :"das Herz vor Freude überläuft".
Tust Du nur so oder ist es wirklich so schlimm?
Auch wenn es mir fern liegt ,meine Zeit so zu nutzen, aber ....einen zwischen die Hörner braucht wohl jeder mal !
Kaum ein Thema, an dem Du Dich beteiligst, läuft ohne irgendeine (Diskussion nenn ich es nicht) Form des Zankes ab.Grade so als bedeutet es Dir mehr als
unser Hobby.
Aber jetzt fang ich auch schon an,ellenlang rumzulamentieren.War nur mal so ein kleines "Hinterfragen" zu der Person, die hinter Caliastos steckt. ;)
Freue mich auf Deine Antwort ( und bestimmt nicht nur ich)
Viele Grüße
altes-gebirge
Druide:
Hallo altes-gebirge,
tja das dachte ich mir auch als ich dem Stein eine mit dem Hammer verpasst hatte. Jetzt sinds nur noch Gesteinstückchen:-)
Die letzten Bilder sind vom Inneren des Steins. (Nahaufnahme)
Gruß Marie
-M-:
Hallo,
mit Granit-Porphyr sind alle einverstanden ? (nach den neuen Bildern)
Wenn man das Gefüge überhaupt als porphyrisch betrachten kann, dann würde
mir dazu eher metamorph beanspruchter Quarz-Porphyr einfallen ...
Gruß -M-
minuwe:
Unter "porphyrisch" hatte ich bisher was anderes verstanden ???
aca:
Hmm, ich und manche anderen nehmen an, dass steinig_123, steinig_129 und steinig_132 der gleiche Stein sind.
Ist das so?
Da sieht steinig_132 schon ein bisschen porphyrisch aus.
Die neuen Bilder wirken aber anders, da kann ich minuwe verstehen.
Beim ersten und letzten Bild hätte ich Radiolarit gesagt, wegen denn kleinen parallelen Fugen, die anscheinend mit Quarz gefüllt sind.
Radiolarit muss nicht schwarz sein.
Der Stein ist allerdings ziemlich bunt für einen Radiolarit.
Sicher bin ich mir nicht.
Ob Radiolarit in der Gegend vorkommt (bzw. vorkam), weiss ich auch nicht, aber eigentlich bildet er sich eher in tiefen Bereichen von Ozeanen, nicht in Schelfmeeren, da müsste man mal prüfen, ob das passen kann.
Ich könnte natürlich auch "Chalcedon" sagen. ;D
@Mark77
Nein, damit habe ich mich noch nicht beschäftigt.
Wird erst interessant, wenn ich mal dazu komme, mir die archäologische Literatur anzusehen, die Flinte als Werkzeug unter materialwissenschaftlichen Aspekten beleuchtet.
Zu der Benamsung habe ich natürlich eine Meinung:
Flint, Feuerstein, Silex, Chert, Hornstein, das ist mir alles Piepenhagen. 8)
Das ist auch unter Mineralogen/Petrologen sehr chaotisch, sobald man mal die Literatur in anderen Sprachen ankuckt.
Knauth z.B. nennt Feuersteinknollen "chert nodules", würde mir nie einfallen, die so zu nennen, aber ich bin trotzdem nicht sauer auf Knauth. ;D
Wäre auch noch schöner, der Typ hat hundert mal mehr Ahnung als ich.
Ist nur manchmal etwas verwirrend.
Ich halte es so (weil ich mir da sowieso nur auf meiner englischsprachigen Webseite öffentlich Gedanken zu machen muss)
Chert - wenn es Gesteinsformationen sind
Flint - wenn es Konkretionen (nodules) sind.
Aber das ist durchaus "im Fluss".
Ich weiss ja auch noch gar nicht, wie "verwandt" die beiden physisch sind, ob man z.B. einen Splitter Chert von einem Splitter Flint tatsächlich unterscheiden kann, und ob so eine Aufteilung "gerechtfertigt" oder ob sie nötig oder überflüssig ist oder ob sie weiterhilft (das finde ich am wichtigsten).
Noch gibt es keine kanonischen Regeln dazu, deshalb habe ich keine Hemmungen, die Begriffe nach eigenem Ermessen so anzuwenden, dass ich mich nicht in Widersprüche verstricke, und wenn ich feststelle, dass etwas Blödsinn oder total unpraktisch ist, ändere ich die Nomenklatur eben.
(Bestimmt finden das einige Leute anmassend. Aber wenn ich mich nur an das halte, was andere schreiben, beschweren sich die Leute genauso. Natürlich orientiere ich mich an den üblichen Gepflogenheiten)
Ich versuche es normalerweise zu vermeiden, die Steine nach Alter oder Genese zu unterscheiden (wie bei Flint/Hornstein im deutschsprachigem Raum leider üblich - aha, ich sage leider -> da regt sich ein Gefühl ;D).
Nämlich:
Wo immer möglich sollte eine Vermengung von physischen (was) und genetischen (woher, wie) Eigenschaften in einer Nomenklatur vermieden werden. Das ist nicht immer ganz leicht, implizit steckt in den Definitionen oft noch ein "Rest Herkunft" drin, und meine Unterscheidung Flint und Chert ist bedingt auch eine genetische ("Konkretionen" sagt etwas über den Entstehungsprozess aus).
Aber mir ist es wurscht, dass die Flinte aus Alibates, Texas, aus dem Perm sind. Sowas unterscheidet man bei Mineralen ja auch nicht ("Paläodiamant" gibt's nicht).
Wenn man dann weiss, von welcher Substanz man spricht, ist es auch einfacher, sich mit der Historie/Genese oder was auch immer zu befassen und jeder weiss, worum es geht. Dann steckt in so etwas wie einem "jurassischem Flint" tatsächlich ein Informations-Mehrwert
in dem "jurassisch", und der Flint-Begriff muss nicht extra angepasst werden.
Man stelle sich vor, dass plötzlich herauskommt, dass die Flinte gar nicht jurassisch sind, dann hätte man mit Zitronen gehandelt, wenn das Alter im Begriff "Flint" steckte. ;D
Aber gelegentlich muss man bei Varietäten muss man schon mal drei Augen zudrücken. ;)
Für den typischen Hardcore-Mineralogen-Nerd ist das sowieso alles nur Quarz ist Quarz ist Quarz ist Quarz. ;D
...viel zu lange Antwort...
Amir
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln