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Autor Thema: Anfänger bittet um Hilfe .... Chalkanthit oder Kupfersulfat [027]  (Gelesen 17858 mal)

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Offline rudi26

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???     ;)
Hallo und Guten Tag,
bin mal wieder mit einer Bitte um Hilfe da.
Ich habe doch so meine Probleme mit der Unterscheidung von natürlichem Chalkanthit und synthetischen Kupfersulfat-Kristallen (alt : Vitriol)
Ein wenig irritiert bin ich durch die Angaben im Mineralienatlas und besonders bei W... , incl. dem Bildmaterial.
Danach könnte mein Stück sowohl Chalkanthit als auch Kupfersulfat sein.
-   http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MineralData?mineral=Chalkanthit
-   http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/K%FCnstliche%20Kristalle
-   http://de.wikipedia.org/wiki/Chalkanthit
-   http://de.wikipedia.org/wiki/Kupfersulfat
-   http://de.wikipedia.org/wiki/Vitriol

1. Was habe ich denn da nun?

Bild gelöscht vom Admin Siehe > http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,20889.0.html


Meiner Meinung nach im „Labor“ gezüchtetes dehydratisiertes Kupfersulfat-Stück .... wirkt auf mich doch ein wenig künstlich.
An welchen Merkmalen kann man das eine vom anderen unterscheiden?
Wer kann weiterhelfen?

Grüße an alle Sammler und danke im Voraus für jegliche Hilfe .... Rudi
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« Letzte Änderung: 20 Mar 09, 20:36 von Stefan »

Offline caliastos

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hmm, unterscheiden kannst du's schon mal leicht darin, dass natürlicher chalkantit kaum angeboten wird, meist fasrig bzw. lockig und verbogene kristalle mit matrix. als mineral übrigens auch nicht wirklich billig.

gezüchtet sind's meist große, ausgebildete kristalle ohne matrix.


nur der link zeigt ein natürlich gebildeten chalkantit http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Bildanzeige?pict=1215629225

der rest ist gezüchtet

Offline Krizu

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Hallo, zeige mal bitte die Unterseite!

MfG

Frank

Offline minuwe

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Hallo,

würde das Stück mal vorsichtig mit warmen Wasser leicht abbbürsten, da geht die Dehydrationsschicht, also die grünliche Kruste weg und danach gleich trockentupfen. Dann das Stück genau anschauen (Lupe), ob irgendwo der Faden zu sehen ist, an dem der Keimkristall hing.

Gruß
Uwe

Offline stollentroll

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Solche Stücke lassen sich problemlos ohne Faden züchten. Wenn kein Faden zu sehen ist, spricht das keineswegs für eine natürliche Bildung.

Das Stück sieht nach einem typischen gezüchteten Exemplar aus.

Glück Auf


Offline thdun5

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Hallo,

wenn es ohne Matrix ist, dann ist es auf jeden Fall ein gezüchtetes Exemplar.

Wie groß ist denn überhaupt das Stück ?

Gruß
Daniel

Offline Krizu

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Dann das Stück genau anschauen (Lupe), ob irgendwo der Faden zu sehen ist, an dem der Keimkristall hing.

Hallo Uwe,

für so etwas reicht ein Haar.

mfg

Frank

Offline minuwe

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Richtig, ich meinte nur: Wenn etwas in der Richtung zu sehen ist, hat man gleich den Beweis für künstlich. Den Umkehrschluss kann man natürlich nicht ziehen.

Vielleicht kann sich so was auch in einer Wasserlache untertage bilden, da ist es erschütterungsfrei und die Lösung kann sehr langsam
verdunsten unter bestimmten Bedingungen.

Aber caliastos hat den Finger drauf-  unwahrscheinlich, dass man an so was ohne weiteres rankommt. Vom Erscheinungsbild her für mich Züchtung aus einem Keimzentrum.

Offline Krizu

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Hallo,

sehe ich zwar auch so, was mich erstaunt ist die Anlösung unten links.

Mfg

Frank

Offline caliastos

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warum? egal ob salz oder mineral, kristalle werden gebildet und aufgelöst. du kannst über nacht eine großen kristall züchten, vergißt ihn und über nacht ist er wieder weg. du kannst da sogar zusehen beim züchten. in der natur dauert das viel zu lange. mlösungsspuren sagen da nichts aus außer, dass eine lösung was mitgenommen hat, statt abzuladen.

derartige stücke findest du massenweise bei ebay oder auf börsen. echten chalkantit kaum. auf 100 stände mit kunst-chalkantit kommt einer mit echtem. der beste hinweis ist die matrix und die verbogenen kristalle. wüßte nicht, dass man die züchten kann. wenn nur mit nem aufwand, der nicht lohnt.


für künstliche kristalle braucht man nicht mal eine matrix oder ein haar. man kann sie auch als schwimmer herstellen.

Offline Stänlsucher

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Glück Auf,

hier ein Vergleichsstück,durch Vergesslichkeit in einem Fass entstanden!  :o Aber eben nicht natürlich!!!

Glück Auf
Lutz

Offline Krizu

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für künstliche kristalle braucht man nicht mal eine matrix oder ein haar. man kann sie auch als schwimmer herstellen.

Wie in der Größe? Ohne Sol-Gel, weil das zu lange dauert?

MfG

Frank

Offline giantcrystal

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Als Schüler habe ich jahrelang Kupfersulfatkristalle gezüchtet und diese in Bonn auf dem Flohmarkt verkauft (recht gut übrigens, auch wenn ich immer erzählt habe, das die Kristalle gezüchtet sind...)

Dabei habe ich immer satt blaue Kristalle gehabt, ohne jede Dehydratationsschicht oder sonstige Farbveränderung...auch nach Jahren nicht. Mitunter ließ jedoch der Glanz der Kristalle über die Jahre hinweg nach, vermutlich wegen Stauberosion der doch recht weichen Kristallflächen.

1998 habe ich dann im damals gerade absaufenden Rammelsberg sehr schöne natürliche Kupfersulfatkristalle bergen können...bis 5 cm Größe und perfekt ausgebildet. Eine Augenweide ! Man sagte mir damals schon, das sich die Kristalle nicht lange halten würden... wollte ich nicht glauben und nach einem halben Jahr sahen sie auch noch ganz gut aus. Dann allerdings ging es rapide bergab mit ihnen und binnen weniger Wochen wurden sie erst grünlich - matt und irgendwann gelb pulverig. Schade, schade...

Fazit : Ich persönlich glaube, das die gezüchteten Kristalle blau bleiben, während natürliche Chalkantit xx - die es durchaus gibt ! - sich im Laufe längerer Zeiträume mehr oder weniger stark umwandeln, vermutlich durch eine beigefügte Melanteritkomponente. Mit anderen Worten : ich tendiere dazu, die gezeigten Kristalle für echt zu halten.

Glück Auf

Thomas

P.S. Was die Zuchtzeit der künstlichen Kupfersulfat xx angeht, so schwanken die Angaben dazu sehr. Ich habe damals mit sehr stark übersättigten Lösungen gearbeitet und damit mitunter gut ausgebildete xx bis zu 3 cm in 20 Minuten (!) gezüchtet.


Offline Krizu

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Hallo Thomas,

ich habe gezüchtete Kristalle, die vergammeln und gezüchtete die stabil sind.
Meine Meinung ist, dass der pH-WErt der Lösung oder die Menge der Sulfat-Ionen entscheiden.

MfG

Frank

Offline caliastos

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@ Krizu

wer hat hier eine größenangabe gemacht? skelettkristalle könnte man auch noch nennen. schwimemr mit künstlicehr matrix wäre aber ne mogelpackung.

aber was heist vergammeln? wenn die weiß werden verlieren die nur ihr kristallwaser. da reichen haarrisse, sonneneinstrahlung, trockene luft. ich hatte zwei stücke aus der gleichen lösung über jahre nebeneinander bei gleichen bedingungen stehen gehabt. mit der ausnahme, dass eines der stücke gedost war.. der eine war nach jahren total vertrocknen, der andere frisch wie eben erst aus der lösung gefischt.

nur was soll der ph mit dem vertrocknen zu tun haben? kupfersulfat wird ja weiß weil das kristallwasser unvermeidbar mit der zeit entschwindet. ob sauer oder nicht ist der suppe egal. der ph wirkt sich da an sich nur auf die farbe oder kristallform aus. hab das schon mal ausprobiert. normal, knackig sauer oder basisch gehalten. die kristalle waren irgendwie nicht unterschiedlich lang stabil. denen war's eher egal.


die eigenschaften von salzen und deren kristallen hängen ein wenig mehr von den fluiden ab.




die teile bleiben definitiv nicht auf dauer stabil und frisch. warum lagert man z.b. salzkerne immer klimatisiert. die würden ja auch vergammeln und zerfallen.

 

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