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Gibt es allgemeine Regeln bei der Paragenese ?
-M-:
Zitat von Uwe: "...Man kommt also meist nicht um eine fundierte Analyse herum..."
Naja, man sollte das eben nicht so schwarz/weiß sehen, wenn es auch kaum allgemeine / universale Regeln gibt,
spezielle gibt es reichlich - alles nur ne Frage der Synthese von vielen Details.
Also ganz so hoffnungslos ist die Sache dann doch nicht, daß man immer gleich ne High-Tech-Analyse machen muß.
(auch wenn dies heutzutage selbst unter Amateuren wohl so ne Art Non-Plus-Ultra geworden zu sein scheint)
Gruß -M-
cmd.powell:
--- Zitat von: minuwe am 22 Apr 09, 23:58 ---
--- Zitat ---nicht selten einen kleinen Ni-Gehalt aufweisen
--- Ende Zitat ---
Das ist der Punkt. Diese Erzminerale können so unterschiedlich in der Zusammensetzung sein, ich denke nicht, dass der Annabergit von außen angeflogen ist. Es passiert zwar häufig, dass verwitternde Erzstücke die Sekundärminerale an die danebenliegenden Stücke "abgeben", aber auch dann müsste ein nickelhaltiges Mineral vorhanden sein. Für Schmuck oder ähnliches reicht die Menge nicht, das würde sich verlieren, oder war es eine sehr schwacher Anflug Annabergit?
Gruß
Uwe
--- Ende Zitat ---
Ne, es sind schon recht deutliche kugelige Aggregate. Ich meine, man kann sogar etwas Kristalle erahnen. Unter dem REM sind eindeutig XX zu erkennen. Ich hab mir grade das EDX-Spektrum nochmal angeschaut: Neben Nickel sind auch noch etwas Kobalt, Eisen, Zink und Kupfer vorhanden, wobei Ni mit großem Absand am häufigsten ist. Vielleicht sollte man mal den Pyrit von dort etwas mehr unter die Lupe nehmen, ggf. ist der ja tatsächlich die Ni-Quelle. Ich habe bisher allerdings noch bei keinem anderen Mineral von dort Ni-Gehalte feststellen können.
Krizu:
Hallo,
ich hatte einmal das dienstliche "Vergnügen" mich durch ein sulfidisches Buntmetallerz zu edx-en. Das schlimme war, dass alle paar µm die Chemie im Korn sich änderte. Teilweise hatte ich scheinbar oktaedrische Kristalle und in den Flächen sah man per QBSD eine andere Ni-S-Phase.
Fazit:
Wenn Sulfide im Spiel sind, immer mittels Materialkontrast auf Phasenreinheit achten (gilt eigentlich immer - hier umso mehr)
MfG
Frank
cmd.powell:
Ich hab die Tage nochmal im Klockmann nachgelesen, und dort steht, das Ni- und Co-Gehalte in Pyrit nichts ungewöhnliches sind. Damit wäre der Pyrit sicherlich als Quelle von dem Nickel denkbar. Allerdings ist Pyrit nicht besonders häufig auf der Glücksradhalde. Ich gehe mal davon aus, das nur primär gebildeter Pyrit als Quelle für diese "Spurenelemente" in frage kommt. Sekundär gebildeten Pyrit findet man gelegentlich in verwitternden Chalkopyrit, der ist aber laut Klockmann kein Nickel- oder Kobaltträger. Ich habe bisher nur wenige Stüfchen mit primär gebildeten Pyrit gefunden. Er letztes Jahr hab ich eine - für Glücksrader Verhältnisse - recht reiche Stufe mit Pyrit neben Sphalerit gefunden. Naja, ich plane sowieso grade meine nächste REM-Action, da werd ich ein Kriställchen mal opfern...
smoeller:
Hallo,
Nicht nur Pyrit, auch Chalkopyrit baut Co und Ni ein.
Glück Auf!
Smoeller
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