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Autor Thema: Fundort gesucht  (Gelesen 5442 mal)

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Offline Hg

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Fundort gesucht
« am: 23 Apr 09, 11:44 »
Hallo,
normalerweise gehören Achate nicht in mein Sammelgebiet, aber bei einem Stück musste ich eine Ausnahme machen. Ich habe mir ein sehr interessantes Stück zugelegt, zu dem mir leider der Fundort fehlt.
Das Besondere an dem Achat ist die "Füllung". Es handelt sich um eine etwa 5 cm große geschlossene Kugel, die halb voll mit Wasser ist. Eine Seite des Achats ist angeschliffen und poliert, so dass man das Wasser, wenn man den Achat gegen eine starke Lampe hält, auch sehen kann. Wenn man den Achat schüttelt, kann man das Wasser auch "gluckern" hören.
Diese Achate sollen in den 70er Jahren gefunden worden sein. Ein Bild kann ich erst morgen nachliefern, wenn nötig.
Hat jemand eine Idee, woher das Stück stammt?
Gruß,
Andreas

Offline -M-

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Re: Fundort gesucht
« Antwort #1 am: 23 Apr 09, 13:52 »
Hallo,
na sooo selten sind Enhydros ja generell nicht ... wie soll man denn da n FO zuordnen ?
Wenn, dann evtl. über das Gesamterscheinungsbild des Achats, aber auch das wird aller
Erfahrung nach eher schwierig bis unmöglich werden ... würde mir da keine großen Hoffnungen machen.

Gruß -M-

Offline caliastos

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Re: Fundort gesucht
« Antwort #2 am: 23 Apr 09, 17:26 »
ins blaue geraten: rio grande do sul oder evtl. auch uruguay. bisher hatte ich aber nur brasilianische gesehen.


selten ist relativ. selbst hatte ich noch keinen erwischt.

Offline Guenni

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Re: Fundort gesucht
« Antwort #3 am: 24 Apr 09, 10:30 »
Mir sind bis jetzt nur Stücke aus Brasilien, Rio Grande do Sul, bekannt.

Man kann jedoch häufig auch großes Pech damit haben, da, um die Wasserblasen sehen zu können, diese meistens recht dünn angeschliffen werden trocknen sie oft nach Jahren aus. Ich habe noch drei Stück, sind jedoch alle innerhalb von 6-7 Jahren ausgetrocknet.

Offline Hg

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Re: Fundort gesucht
« Antwort #4 am: 24 Apr 09, 14:46 »
hier nun die Bilder
1) polierte Seite; wenn man mit einer Lampe von hinten anstrahlt, sieht man den Wasserspiegel auf etwa halber Höhe der Fläche
2) "Rückseite"

Wie gesagt, wir wurde gesagt, dass diese Stücke in den 70ern auf den Markt gekommen sind und damals wohl nicht billig waren.

Gruß,
Andreas

Offline caliastos

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Re: Fundort gesucht
« Antwort #5 am: 24 Apr 09, 17:53 »
würde da sagen rio grande do sul


damals waren viele der heutigen fundstellen noch nicht bekannt. auch achate waren da an sich noch nicht sooo bekannt, zumindest was man so von anderen hört. in gewisser weise war das somit was neues und entsprehcend teuer.

zudem musst du erst mal einen achat erwischen, der so gefüllt ist (genaugenommen ne druse) und ihn nicht zerschnibbeln. enhydros sind auch heute nicht billig. liegt einmal daran sie rechtzeitig zu erkennen und dann an den esos.

Offline Hg

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Re: Fundort gesucht
« Antwort #6 am: 24 Apr 09, 22:45 »
ok, dann wird das Stück mal mit Rio Grande do Sul (mit einem kleinen ?) beschriftet. Oder hat jemand noch einen anderen Vorschlag?
Gruß,
Andreas

Offline -M-

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Re: Fundort gesucht
« Antwort #7 am: 24 Apr 09, 23:15 »
Die Argumente würden mir nicht reichen, dafür gibt es zu viele andere mgl. FO  für so einen, ansich nicht gerade
übermäßig ausgefallenen, Achat.
Wenn überhaupt, dann würde ich da jedenfalls ein "riesiges" Fragezeichen dazu setzen ... (mein Vorschlag)

Gruß -M-


Offline poon

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Re: Fundort gesucht
« Antwort #8 am: 24 Apr 09, 23:56 »
könnte man einen solchen achat nicht auch manipulieren, indem man ein kleines loch in das stück bis zum hohlraum bohrt und dann den vorhandenen hohlraum mit wasser befüllt und wieder verschließt...die struktur mancher stücke würde das doch zulassen, ohne das es auffällt...oder?

Offline caliastos

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Re: Fundort gesucht
« Antwort #9 am: 25 Apr 09, 00:28 »
na als alternative vom aussehen her evtl. madagaskar, aber dafür schon wieder zu rund. so viele "langweilige" fundstellen gibt es auch wieder nicht. wenn es so viele fundorte gibt, die in frage kommen, dann wäre eine aufzählung nicht verkehrt. einfach um ausschließen zu können. vom bild und der rinde her kann man eh viele schon von haus aus ausschließen. dann noch die abziehen, die damals noch nicht bekannt waren und die, wo enhydros nicht wirklich bekannt sind. da bleibt trotz allem kaum was über, was in frage kommt.


@ poon

viel zu aufwendig und wirklich verstecken und dicht bekommen wirst du es wohl auch kaum.

Offline -M-

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Re: Fundort gesucht
« Antwort #10 am: 25 Apr 09, 12:31 »
Für Madagaskar schon wieder zu rund ?
Glaub ich nicht, daß man das so sagen kann, die Form der Geoden kann in manchen Fällen
vlt. auch mal recht spezifisch für einen FO sein, das sehe ich hier aber nicht so.
Weder die Form, noch die Kruste, noch die Zeichnung, noch die Größe, noch die Füllung
geben hier m.M.n. Anlaß, wirklich auf einen einzigen FO schließen zu können.
Am ehesten könnte die Matrix, wenn sie denn vorhanden wäre, noch Hinweise geben, aber
selbst darüber wäre eine Zuordnung nicht eindeutig möglich, da es weltweit einfach viel
zu viele theoretisch  in Frage kommende FO gäbe.
Selbst, daß das Material in den 70ern auf den Markt kam, heißt nicht unbedingt, daß es
von dort oder dort kommen muß, auch damals gab es schon unzählige bekannte und
weniger bekannte FO in aller Welt und gerade von den weniger berühmten, kamen und
kommen auch immer wieder mal Qualitäten,  die denen der großen und bekannten FO
mindestens ebenbürtig sind. (und die wurden und werden auch immerwieder mal gern
unter einem falschen, aber wertsteigerndem, da berühmten FO angeboten)
Ich kenne Achate, die diesem hier in so ziemlich jeder Hinsicht gleichen, z.B. auch aus
Böhmen ... ich würde jedenfalls dabei bleiben, daß es so gut wie auf allen Kontinenten
mehrere FO gibt, die vergleichbares Material bieten. Auch wenn man den einen oder
anderen FO  aus dem einen oder anderen Grund evtl. tatsächlich ausschließen kann,
bleiben da unzählige andere und ich glaube nicht, daß es irgendeinen Achat-sammler
auf dieser Erde gibt, der wirklich den Überblick über alle FO weltweit hat / haben kann.
(aber nat. gibt es wohl viele, die meinen, daß sie ihn hätten )

Mir im Grunde auch egal, ich bin sicher kein Achat-Spezi, aber auf das Fragezeichen
würde ich so oder so bestehen.
 
 Gruß -M-

edit: allein aus der ex-UdSSR gibt so unendlich viele FO für Achat, von denen nur
ein sehr geringer Bruchteil überhaupt jemals in gewißem Sinne bekannt geworden ist
- und zwar u.a. deshalb, weil es einfach mal so viele sind.

« Letzte Änderung: 25 Apr 09, 12:39 von -M- »

Offline Goldi85

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Re: Fundort gesucht
« Antwort #11 am: 25 Apr 09, 16:19 »
Hallo,

Scheinbar gibt es doch Fälschungen bei denen Wasser injiziert und das Loch danach verschlossen wurde:
http://www.rockhounds.com/rocknet/archive/messages/10502.shtml
Bei den teilweise verlangten Preisen lohnt sich das schon...
Würde beim Fundort auch auf Rio Grande do Sul tippen, eben weil in dieser Zeit wohl die meisten brasilianischen Achate von dort stammen und die Ähnlichkeiten doch sehr groß sind.

Gruß  Daniel

Offline Mineralroli

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Re: Fundort gesucht
« Antwort #12 am: 25 Apr 09, 16:51 »
Der Anteil der Fälschungen die im Handel erhältlich sind ist sehr hoch.Ich würde sogar behaupten mindestens 90 %
Oft werden die Flammenachate aus dem Parana-Becken (Brasilien)  genommen da sie stets hohl sind - sie werden getrommelt und das Wassen injiziert.
Bisher sind alle Achate die ich in der Form hatte nach längerer Zeit ausgetrocknet.
Das Wasser kann einmal durch eine winzige Bohrung eingelassen werden oder Schliffe werden bis an das
kristalline Zentrum durchgeführt..Anschließen werden die Achate gewässert.Durch die Verzahnung der Kristalle
gelangt das Wasser in den Innenraum.Nach längerer Zeit ist es wieder weg.Da bleibt nur - wieder wässern.
Echte Enhydros sind sehr selten.Ob man eine Fälschung hat merkt man erst nach Monaten oder Jahren.
Da der Preis für Enhydros immer sehr hoch war hat man sich des Verkaufserfolges wegen diese Sache zu Nutzte gemacht.

« Letzte Änderung: 25 Apr 09, 17:53 von Mineralroli »

Offline Hg

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Re: Fundort gesucht
« Antwort #13 am: 25 Apr 09, 18:01 »
Hallo,
ich hatte auch schon überlegt, ob da nicht vielleicht dran herumgebohrt wurde.
Unter UV-Licht sind keine Spuren von Kleber feststellbar und die trotzdem noch verdächtigen Stellen sind definitv härter als Kleber. Mit einer Eisenfeile raspelt man Quarzspuren ab, bzw. es ergeben sich Eisenspuren auf den Stellen.
Wenn das Stück aus den 70ern stammt, hat es bisher das Wasser gut gehalten.
Gruß,
Andreas

Offline Mineralroli

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Re: Fundort gesucht
« Antwort #14 am: 25 Apr 09, 18:30 »
Wenn das Stück tatsächlich aus den 70er ist dann ist es echt. So lange hält sich keine Fälschung.
Die Fälschungen halten sich bis 3 Jahre (kommt auch darauf an wie oft man das kontrolliert).
Es ist auch abhängig von der Menge die an Wasser vorhanden ist.
Ich bin beim Enhydrs sehr vorsichtig geworden, und im Grunde genommen komm mir davon keiner mehr ins Haus da man nie sicher sein kann.

 

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