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knubbeliges an der Wand

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Hallo,

im Steinbruch da gibt es eine Wand die hat braune Schlieren. Auf dem Boden liegt ein Quader mit diesen braunen Stellen, die  habe ich von der Nähe aus betrachtet.
Das Braune entpuppt sich als kleine Knuddels. Einen Magneten den habe ich immer in der Tasche stecken.
Und wenn wundert es...mich nicht...das Braune läßt sich von einem Magneten an ziehen.

Möglicherweise habe ich ja was falsch verstanden....ich ging davon aus, das "Bodenerz" von unten nach oben steigt. Auf dem Bild hat es aber eher den Eindruck als wäre die "Suppe" von oben nach unten gelaufen.

Kann ja sein das ich auf dem Holzweg bin. ....bin ja auch nur ein Laie.

Hat jemand eine kurze Erklärung für mich? Oder ein Stichwort dem ich nach gehen kann?

Danke für mögliche Antworten.

Gruß Marie



caliastos:
also dass lösungen immer von unten nach oben steigen stimmt nicht. lösungen können sich an sich frei bewegen, also rauf, runter, seitwärts. alls nur eine frage der zwänge.

manche stoffe werden "oben" mobilisiert und nach "unten" verfrachtet. manche umgekehrt. nimm mal die erosion. die zerlegt gesteine auch von außen nach innen. hast du oben z.b. eine schutzschicht, die eroson und stofftransport verhindert, aber irgendwo eine trennfläche in die tiefe, dann gammelt es da nicht oben, sondern unten. eine generll gültige vorzugsrichtung gibt es nicht.

triassammler:

--- Zitat von: caliastos am 30 Apr 09, 17:55 ---also dass lösungen immer von unten nach oben steigen stimmt nicht. lösungen können sich an sich frei bewegen, also rauf, runter, seitwärts. alls nur eine frage der zwänge.
eine generll gültige vorzugsrichtung gibt es nicht.
--- Ende Zitat ---

Da hat caliastos schon Recht. Es gibt aber Mechanismen, die die Richtung regeln: Transport von unten nach oben hast Du in Kapillarräumen, wo die Oberflächenspannung der Lösung wirksam wird. Das sind Klüfte oder Röhren im Gestein, die ca. 1 mm und weniger Durchmesser haben. Dort zieht die Kapillarkraft die Lösung entgegen der Erdanziehung nach oben, vorausgesetzt, das "oben" ist nicht bereits mit der Lösung gesättigt und es gibt freie Kapillarräume. Hat die Wegsamkeit einen größeren Durchmesser, wirkt die Gravitation stärker als die Kapillarkraft, und die Lösung bewegt sich von oben nach unten. Die von Dir fotografierte Fläche hat sicher einmal eine Kluft flankiert, durch die herab mit Mineralien angereichertes Wasser floss.

Knollige und blumenkohlartige Bildungen (man spricht z. B. bei entsprechenden Kalkbildungen von Blumenkohlsinter) entstehen übrigens typischwerweise in lufterfüllten Hohlräumen, durch die nur periodisch Flüssigkeit fließt. Ist die Ablagerungsfläche permanent von einem Flüssigkeitsfilm bedeckt, entstehen eher flächige Abscheidungen.

Gruß,
Triassammler

Druide:
Hallo Traissammler,

super ...danke du weist ja wo deine Worte landen ;)

Gruß Maria

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