Mineralien / Minerals / Minerales > Achate / Agates
Schöne Steine, "Lupensteine"; oder die Vielfalt an Kiesgruben!
Psaronius:
Hallo.
bei den kryptokristallinen Quarzvarianten kann man sich sehr häufig über den Namen streiten,
zumal die Begriffe in den einzelnen Fachbereichen und Regionen sehr unterschiedlich verwendet werden. So ist z.b. Feuerstein auch bloß Chalzedon, - teils mit Opal.
Man muss bei der Namensfindung daher wohl selbst die Genese mit in Betracht siehen...
Weiß auch, dass in Russland leicht durchscheinende Jaspis-Varianten gefunden werden...
Außerdem ist solch ein Foto keine ideale Grundlage, um Entscheidungen in solcher Sache zu treffen...
Gruß
Psaronius
HeikoB:
Hallo Gontran,
Stücke wie Dein abgebildetes, kommen in unseren Kiesgruben sehr häufig vor. Diese Art von braunem Chalzedon wird als
spezielle Variante des Karneols, auch als Sarder bezeichnet.
In die Risse im Stück sind färbendes Eisenoxid bzw. Hydroxid hineingeflossen und haben diese "verheilt".
Grüsse aus der Bayern
HeikoB
Doc Diether:
also Eure Kiesgrubenfunde sind wunderschön. Ich werd mir bei den momentanen Fundsituationen überlegen, ob ichs hier nicht auch mal probiere!
Gruß
Doc Diether
-M-:
Hallo,
@Psaronius - sicher kann und wird über vieles gern gestritten, das liegt aber weniger im Kern der Sache, als an den diversen, mehr oder weniger gerechtfertigten (Fehl-)Interpretationen der üblichen Definitionen dazu.
Die Genese spielt genau genommen nur bei den Gesteinen ( Flint / Hornstein ) eine Rolle, bei der Unterscheidung von Jaspis und Chalcedon im engeren Sinn eigentlich nicht.
Und das mit dem -leicht durchscheinenden Jaspis- aus Russland, tut eigentlich auch nichts zur Sache :
wenn es Jaspis ist, dann kann er nicht besonders durchscheinend sein ... und wenn er erwähnenswert durchscheinend ist, dann kann es kein Jaspis sein - so einfach sehe ich die Sache jedenfalls.
Denn der wesentliche (mit bloßem Auge erkennbare) und einzige Unterschied von Chalcedon i.e.S. und Jaspis (als Variante von Chalcedon i.w.S.) besteht nun mal per Definition in der Transparenz.
Das wirkliche Problem besteht meistens darin, daß gerade bei den Quarzen so gut wie immer verschiedene
Varietäten (z.T.dann auch noch div. andere Minerale und Gesteine) in dichten Verwachsungen, mit mehr oder weniger fließenden Übergängen vorkommen - deshalb macht es bei vielen Stücken dieser Art einfach keinen Sinn, diese dann einer speziellen Varietät zuordnen zu wollen.
Wenn man sich an gewisse Grundregeln hält (z.B. die Trennung von Mineralen / Gemengen / Gesteinen), besteht da meiner Meinung nach nicht annähernd so viel Diskussionspielraum, wie man vlt. annehmen könnte. (einer der Gründe, warum so viele damit Probleme haben, liegt vermtl. daran, daß man ihnen eben immer wieder suggeriert, daß da vieles reine Ansichtssache oder hoch kompliziert wäre)
Gruß -M-
gontran:
Hallo,
hier nochmal ein "kleiner Nachschlag" ;)
Nr.1 19X8cm
Nr.2 13x11,5cm
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