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Mineralienfälschungen

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Collector:
Hallo Uwe

mir ist die "Steinephilosophie" der Chinesen sehr vertraut; zwar nicht nur aus China, aber auch aus Japan (wo ich ein paar Jahre gelebt habe und ständig hinreise). Auch in Japan sind Form, Farbe und Assoziation zu Formen der Natur wichtiger als der Fundort. In Japan kann ein schönes, abgerolltes Gestein aus einem Gebirgsfluss weit mehr wert sein als die schönste Mineralstufe ! Und keinen kümmerts, woher das Stück stammt.

Nicht ganz einverstanden bin ich mit Deinem Kommentar
--- Zitat von: uwe am 20 Nov 04, 15:13 ---
.....Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß die Fundorte eigene Namen haben.



--- Ende Zitat ---

Da wird der liebe Herr Ottens, der wohl der zur Zeit beste Kenner chinesischer Fundstellen für Sammlermineralien ist, nicht ganz einverstanden sein.
Es gibt sehr wohl ganz exakte Fundstellenangaben ( Gruben / Minen, Steinbrüche, Lagerstätten und deren Geologie, etc. ) Besonders in Hunan !
Ottens schreibt ja sogar darüber und hat ein umfangreiches Bildarchiv der bekanntesten Mineralvorkommen.
Allein die Aufnahmen, die er in den bekannten (sic ! ) Flußspatgruben gemacht hat, sind sehenswert .

Ich kenn auch ne ganze Reihe anderer Dealer und Sammler (Amerikaner, Franzosen, ja selbst Chinesen) die ständig in China unterwegs sind und die Fundstellen direkt aufsuchen und die genauen Namen und Bezeichnungen wissen.
(ein guter Bekannter von mir fliegt praktisch alle 2 Monate nach China, er ist ein wandelndes Adressbuch für chinesische Fundorte).
In China gibts ausserdem sehr verlässliche und sehr detaillierte Informationen (u.a. von der geol. Fakultät der Univ. Beijing) zu aktuellen und zu aufgelassenen Vorkommen

Ich möchte auf keinen Fall in den Verdacht eines Werbemittlers machen - aber hast Du schon das neue extra-dicke Lapis-Sonderheft "China" gelesen ? Auch hier sind Fundorte beschrieben.

Die chinesischen Dealer auf den Börsen - ja, das ist ja nun ein ganz anderes Kapitel. Da gibts nicht nur falsche oder garkeine Fundortangaben, aber auch falsche Doktoren und Etiketten von Phantasie-Museen. Diese Dealer kennen nur eins: " money, money, money " . Ich bezweifle, dass auch nur ein Bruchteil von denen jemals an einem chinesischen Fundort waren, auch wenn man da manchmal Märchen aus 1000 + 1 Nacht hört.

gruss
collector

uwe:
Hi Collector,

interssant Dein Hinweis zu meinem Zitat, welches allerdings wirklich nur auf meinen privaten Eindrücken beruhte.

Die ganze augenblickliche Misere mit den Chinesischen Mineralen wird schon darauf zurückzuführen sein, daß der normale Chinese zwei Haupthobbies hat: Essen und Geldverdienen.

Als' dann
Gruß
Uwe

berthold:
Hallo,

ja, dem könnte man hinzufügen, dass die Chinesen offenbar auch über reiche Ölquellen verfügen, denn fast jede zweite Flußspat-Stufe auf einer großen Börse trieft ja wirklich von Öl.  :'(

Gruß

Berthold

Ralf:
Während mit Tinte " verbesserte " Azurite aus China schon ein alter Hut sind, haben die Brüder nun Aragonit blau eingefärbt und verkaufen ihn als Hemimorphit. Ist beim zweiten mal Hingucken jedoch zu sehen. Wurde in München aber trotzdem rasant gekauft.

Philip Blümner:
CaF2 und ich haben mal auf der Messe in Fürth oder Nürnberg blauen Aragonit
gekauft, jedoch bei einem deutschen Händler. Dieser Aragonit war aus Lavrion.
Jedoch war er auch als Aragonit bezeichnet, nicht als Hemimorphit.
Ich möchte nur zugern wissen, wo die chinesischen Fluorite u.a. von mir alle wirklich
her sind!
Ist die Färbung von Azurit wirklich so nötig?

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