Hallo,
nach einem Jahr "Pause" habe ich mir die Jubiläumsbörse nun noch einmal vorgenommen. Eigentlich war alles, wie man es von Freiberg kennt. Der erste Rundgang durch die Massen - zu Beginn war es diesmal unüblich stark gefüllt - brachte nicht viel ein als die Erkenntnis, dass es dieses Jahr vielleicht doch das letzte Mal war. Aber, wie gesagt, man kann dieser Börse am Ende nie "böse" sein. Sie enttäuscht nie (mich jedenfalls nicht...).
Dem gut ausgerüsteten und anspruchsvollen Lokalsammler für´s Freiberger Revier boten die Tische das selbe wie in den letzten Jahren auch: so gut wie nichts. Es gab ganz hübsche Eigenfunde aus der Umgebung (Nakrit xx, Tetraedrit xx), auf einem Tisch lagen einige historische Stufen (Rhodochrosit xx von Alte Hoffnung Gottes/ergab zuhause noch 5 mm Strontianite xx/ etc. mit alten Etiketten und Sammlungsschachteln). Eine schöne Fluoritstufe von Gersdorf war auch noch zu sehen.
Für den Systematiker gab es wie immer einige Stände zum Schmökern, für unsereinen fiel immerhin noch ein Hallimondit ab. Ein Zwickauer Sammler bot einige Stücke mit Millerit xx aus seiner Heimat. Wieder ein anderer (kleiner) Tisch war belegt mit historischen Stufen aus aller Welt (z.B. Walchowit von Walchow in Polen, Chlorargyrit von St. Andreasberg u.a. zu sehr vernünftigen Preisen). Auch einheimische Schmucksteine wurden angeboten. Neben den "Klassikern" Topas und Zirkon auch facettierte Bergkristalle vom Oßling, Amethyste aus Wiesenbad und als Krönung ein 23,6 Karat Rauchquarz vom Elzing (ich konnte nicht widerstehen...

).
Und das Super-Schnäppchen? War natürlich auch wieder dabei - eine etwa tischtennisballgroße sehr gut besetzte Blaubleierz xx-Stufe von Zschopau für ganze fünf Euro!
Die begleitende Sonderschau war - passend zum Jubiläum - bekanntlich dem Freiberger Revier gewidmet. Es waren erwartetermaßen sehr schöne Stufen zu sehen. Reichlicher Gebrauch wurde auch davon gemacht, den Besuch der Börse mit dem der neuen Mineralienausstellung im Schloss Freudenstein zu verbinden.