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Wieviele aktive Mineraliensammler gibt es in Deutschland ?

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calzit:
Achso? Dann steht wohl auch Müll auf der Seite, dass nicht ohne Erlaubnis gesammelt werden durfte?

harzgeist:

--- Zitat von: Harzsammler am 24 Jan 20, 23:03 ---Für mich, der noch ein paar Jahre in der DDR sammeln durfte ist dieses geballte Halb- und Viertelwissen über die damaligen Gegebenheiten einfach nur peinlich.

--- Ende Zitat ---
Dem kann ich nur zustimmen!
In der DDR war vieles verboten - und es wurde trotzdem gemacht. Man musste nur wissen, wie weit man gehen durfte, und das wussten die meisten DDR-Bürger sehr genau.
Natürlich war das Betreten von Betriebsgelände ohne Genehmigung verboten, aber wenn man es trotzdem tat, hat es kaum jemanden interesssiert. "Mach, dass du hier weg kommst - ich hab dich nicht gesehen" war die übliche Reaktion, wenn man doch mal erwischt wurde. Und oftmals der Beginn eines lebhaften Tauschhandels - abhängig davon, was man selbst an begehrter Mangelware für bergfrische Stufen zu bieten hatte.
Ich sammele aktiv seit nunmehr 55 Jahren, war nie im Besitz einer Sammelerlaubnis und bin auch nie danach gefragt worden - von wem auch.

--- Zitat von: calzit am 25 Jan 20, 01:16 ---Achso? Dann steht wohl auch Müll auf der Seite, dass nicht ohne Erlaubnis gesammelt werden durfte?

--- Ende Zitat ---
Nein. Kein Müll. Es bestand nur ein riesiger Unterschied zwischen geschriebenen Vorschriften und praktischer Handhabung. Also letztlich doch Müll.

Verglichen mit heutigen Bedingungen waren das paradiesische Zustände.

 Thomas

Elisabeth K.:
Mein Mann war bei der Wismut und er hat viele Sammler gekannt. Die würden sich heute alle im Grabe herumdrehen, wenn sie sähen, welchen - mit Verlaub - hanebüchenen Unfug man hier lesen muss. Die Jadesteine lassen wir mal außen vor, das ist ja noch ganz amüsant... Wobei der Bezug zu Uranglimmern schon gewagt ist. Und natürlich dürfte auf den Wismutbetrieben nicht gesammelt werden, das sieht heute doch auf den meisten aktiven Gruben und Steinbrüchen nicht anders aus. Letztendlich hat sich an den Gegebenheiten nicht viel geändert. Selbstverständlich sollten in der DDR einige Fundstellen nicht bekannt werden. Sie brachten via Antikhandel etc. gutes Geld ein. Heute nimmt die Funktion des gierigen Geheimniskrämers Otto Privatsammler ein...

Glückauf!
Elisabeth

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