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Anonymität von Mitgliedern
berthold:
Hallo,
@Amudarja
--- Zitat ---Wer kennt sich denn vollständig aus, wofür man "haftet", ausser den Experten?
--- Ende Zitat ---
Der Urheber -anonym oder nicht- haftet selbstverständlich für seine Aussagen (auch egal ob er die Konsequenzen kennt). Das Internet und die Foren sind kein rechtsfreier Raum. Zusätzlich haftet der Medien-Betreiber. Der Betreiber muss alles zumutbare unternehmen um Verstöße zu verhindern. Ich will Dein Beispiel aufgreifen: Sagen wir ein Händler klagt wegen Geschäftsschädigung aufgrund einer anonymen Aussage im Forum. Gegen wen wird sich die Klage richten? Richtig gegen den Seitenbetreiber und gegen den Anonymen. Nun wird der Seitenbetreiber sicher versuchen über die Anmelde-Mailadresse den Schreiber ausfindig zu machen. Kann gelingen muss aber nicht (z.B. wegen anonymer-email-Weiterleitung über einen Server in Togo) Dann gäbe es noch den Weg über die IP-Protokolle. Nur muss auch das nicht unbedingt zum Erfolg führen (z.B. Anonymisierer). Einige Foren haben deswegen schon eine recht umfangreiche und Anmeldeprozedur mit Überprüfung der Daten.
Das Argument mit der wayback-machine (z.B. archive.org) greift dann nicht wenn -wie vorgeschlagen- Suchroboter keinen Zugriff auf Klarnamen haben.
--- Zitat ---Gleichzeitig ist Anonymität eine Hürde, die die Emotionen aus Streitigkeiten nimmt.
--- Ende Zitat ---
Nein, das sehe ich gegenteilig.
--- Zitat ---Man kann messen, ob Anonymität beliebt ist im Web.
--- Ende Zitat ---
Richtig, sehr einfach sogar hier im Forum. Diejenigen 10 die die meisten Postings haben sind alle mit Klarnamen bekannt. Und von den 100 fleißigsten Schreiber sind es keine 10 denen ich keinen Klarnamen zuordnen kann.
Gruß
Berthold
caliastos:
--- Zitat ---Der Betreiber muss alles zumutbare unternehmen um Verstöße zu verhindern.
--- Ende Zitat ---
nun was ist zumutbar? sicher nicht die leute zur datenpreisgabe mit welchen mitteln auch immer zu zwingen. denn mit dem gleichen recht könnte das jede x-beliebige einrichtung behaupten. um zu verhindern dass schädigende aussagen in foren verbleiben gibt es admins und mods. gegen aussagen die vorher getätigt wurden hilft das wenig. wer kennt nicht die besipsiele von betrunkenen, die auf die polizei schimpfen, die aber bereits im rücken zuhört? allerdings kann man meinungen nicht verbieten. wenn jemand sagt er wurde von händler xy betrogen, dann ist das nicht geschäftsschädigend. dann müsste man zur vorbeugung gleich alle kundenrezensionen untersagen.
man muss und kann nicht immer allem vorbeugen. diese überregulierung bringt im endeffekt nichts, nur umstände.
--- Zitat ---Gleichzeitig ist Anonymität eine Hürde, die die Emotionen aus Streitigkeiten nimmt.
--- Ende Zitat ---
ansichtssache. jemand der mich annonym als annonymer beschipft geht mir sprichwörtlich am a... vorbei. worauf ich allerdings allergisch reagiere ist persönliches anfeinden. da braucht nur ein unbeherrschter spinner kommen, der mit ner aussage nicht klar kommt und schon hat man auch evtl. noch privat ärger.
grundsätzlich ist es vollkommen einerlei ob sich annonymitäten streiten oder welche mit bekannten namen. das macht keinen unterschied. den namen zu kennen ändert da absolut gar nichts. wer's drauf anlegt pfeift da drauf.
an den postings kann man die annonymität übrigens nicht messen. das ist wie äpfel mit birnen vergleichen. vergleiche lieber mal in den web-foren wie viele sich mit ihren richtigen namen anmelden und wer nicknames benutzt. foren mit zwanghafter datenpreisgabe zählen allerdings nicht.
minuwe:
@ Berthold:
--- Zitat ---Und von den 100 fleißigsten Schreiber sind es keine 10 denen ich keinen Klarnamen zuordnen kann.
--- Ende Zitat ---
Da haben wir schon die Bescherung :D Oder sind es über 90 von denen, die hier mit Klarname arbeiten (nur Vorname zähle ich nicht mit, die sehe ich nicht als verfänglich)?
wolfi:
Servus,
Mann oh Mann, man kommt kaum zum Schreiben vor lauter neuen Beiträgen! Ich meine auch, dass die einen Insider hier die anderen Insider hier beim Namen kennen und wahrscheinlich auch den Wohnort. Insofern bin ich gegen eine völlige Abschaffung der Anonymität.
Kompromissvorschlag: Anzeige der kompletten Daten für Vollmitglieder, also ab einer bestimmten Anzahl von Beiträgen. Sichergestellt sollte sein, dass nicht ein x-beliebiger Personalchef beim Googeln auf den armen Mineralien- (oder auch Fossilien-)sammlerkanidaten stößt, der mal irgendwie über irgend etwas gemosert hat und sich damit für die nächsten 130 Jahre ins Abseits befördert hat...
Servus + Glück auf
Wolfi
Fritzi:
Hallo,
ich bin dagegen, die Anonymität ganz abzuschaffen. Es gibt gute Gründe für den Erhalt der Anonymität. Darüber ist schon geschrieben worden, daher möchte ich das jetzt nicht auch noch tun.
Ich persönlich oute mich nur, wenn ich eine PM schicke.
Ansonsten könnte ich mich nur mit einem Mittelweg anfreunden, weniger Anonymität und den Personenkreis einschränken, der die Daten einsehen kann.
Dabei sollte aber nicht nur die Quantität der Beiträge ausschlaggebend sein, sondern auch die Qualität der Beiträge - nur, wer soll das angemessen beurteilen?
Viele Grüße, Fritzi
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