Fossilien / Fossils / Fósiles > Unbekanntes Erdzeitalter / unknown geological era
Abdruck in Feuerstein
Mechanic:
Hallo,
für eine fachliche Argumentation fehlt mir leider das Fachwissen.
Ich stelle lediglich meine Meinung zur Diskusion, um daraus zu lernen.
Es geht mir nicht nur darum die Dinge bestimmt zu bekommen, ich möchte,
wie gesagt, im Forum lernen, weil mich die Geologie sehr interessiert.
Freundliche Grüße
Wolfgang
Mechanic:
Hallo,
zu Form und Oberfläche des Feuersteins interessiert mich folgendes.
Mir geht es darum, den Entstehungsprozeß zu verstehen.
Sämtliche den Feuerstein umgebenden Flächen sind Bruchflächen,
die relativ gleichmäßig mit Opal bedeckt sind. An der linken kleinen
Fläche des Steines (Bild 1) sind drei kleine Ecken weggeplatzt.
Diese kleinen Bruchflächen sind (ich übernehme den Ausdruck)
makroskopisch glatte Flächen. Auf Bild 2 ist dies ganz gut zu sehen.
Meiner Ansicht nach entstanden die drei kleinen Abbrüche zu einem Zeitpunkt,
da der Feuerstein seine endgültige Härte erreicht hatte. Seine äußere Form
entstand durch Bruch des Materials als dieses noch Kalkstein war.
Mich würde Eure Meinung interessieren.
Grüße
Wolfgang
Mechanic:
Hallo,
von dem zweiten Abdruck habe ich noch mal Bilder gemacht.
Man sieht auch mal die umgebende Fläche im Vergleich zur Innenfläche
sowie derer nach oben geneigten Wölbung.
Die ovalangeordneten viereckigen Segmente sehen für mich aus wie
in das Material eingedrückt.
Grüße
Wolfgang
Mechanic:
nun noch der dritte Abdruck.
Bild 2 zeigt die Grundfläche Bild 3 die gewölbte Wandung jeweils in Draufsicht.
Das dritte Bild (1) zeigt den Abdruck, links die gewölbte Wandung rechts die Grundfläche.
Grüße
Wolfgang
triassammler:
--- Zitat von: Mechanic am 14 Jul 09, 21:42 ---zu Form und Oberfläche des Feuersteins interessiert mich folgendes.
Mir geht es darum, den Entstehungsprozeß zu verstehen.
[...]
Meiner Ansicht nach entstanden die drei kleinen Abbrüche zu einem Zeitpunkt,
da der Feuerstein seine endgültige Härte erreicht hatte. Seine äußere Form
entstand durch Bruch des Materials als dieses noch Kalkstein war.
--- Ende Zitat ---
Der allgemein verbreiteten Theorie zufolge entstand Flint in der nordeuropäischen Kreide durch Verhärtung einer kolloidalen Gelphase in Hohlräumen. Für andere Flintvorkommen muss dies nicht unbedingt gelten; es gibt auch das Phänomen der Ausfällung in den Porenräumen von Sediment, wobei der Flint dann von Sedimentpartikeln durchsetzt ist und man je nach Grad der Verunreinigung dann auch von einem verkieselten Sedimentgestein sprechen kann. Auch schichtige Flintarten (dann meist Hornstein genannt) sind bekannt (nicht zu verwechseln mit Kieselschiefern!), diese gehen wahrscheinlich auf flächendeckende Ausfällungen von Kieselgel zurück, sind aber nicht in einen Topf mit den Flinten aus der Kreide zu werfen.
Untergeordnet erfolgt das Wachstum von Kieselknollen auch noch durch Anlagerung von Kieselsäure um einen Keim herum. Eine bestehende Flintknolle oder ein Organismenrest können so ein Keim sein.
Die Form von Flintknollen hängt primär von der Form des Hohlraums ab, in dem sie sich gebildet haben. Dies kann ein Krebsgang bzw. allgemein ein Grabgang sein, oder der Hohlraum eines aufgelösten Schwamms, uvm., wobei diaganetische Prozesse dafür sorgen, dass die Hohlform meist nicht exakt 1:1 nachgeformt wird, sondern nur mehr oder weniger "verwaschen" bzw. umgeformt erhalten bleibt. Die weitere Formgebung übernehmen dann Verwitterung und Transportvorgänge nach der Exhumierung des Flints.
Gruß,
Rainer
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln