Hallo!
also eher keine strahlung mehr enthalten?
Verbreitet wird bei der Erwähnung radioaktiver Bestrahlung mit einem wie auch immer gearteten "Verbleib" der exogenen Strahlung im bestrahlten Material gerechnet, oder, zumindest etwas "richtiger", mit einer Anregung des bestrahlten Materials zu eigener Radioaktivität.
Ersteres ist kompletter Unsinn (viele Energieprobleme der Welt wären gelöst, wenn es "Strahlungsakkus" gäbe), Letzteres trifft nur bei Aktivierung durch Kernteilchenbeschuss und passendem Targetmaterial zu. Dazu muss die passende Strahlung (Protonen, Neutronen) und das passende Target (ein stabiles Element, dass durch Aufnahme eines oder mehrerer weiterer Protonen oder Neutronen selbst zu einem radioaktiven Element wird) gewählt werden und in den meisten Fällen die Bestrahlung aufrecht erhalten werden, sofern das Target durch Kernzerfall nicht in der Lage ist, die Kettenreaktion aufrecht zu erhalten. Dies ist eher ein Fall für Teilchenbeschleuniger als für Kristallwerkstätten.
In Kristallen auf natürliche Weise eingewachsene Partikel radioaktiver Elemente können durch ihre Strahlung Strukturfehler und damit Färbung erzeugen (vgl. z. B. natürlicher Rauchquarz), die Strahlungsmenge liegt dabei aber kaum über dem Niveau der natürlichen Hintergrundstrahlung.
Gruß,
Triassammler