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Autor Thema: Fund im Gotland-Kalksteinstück  (Gelesen 3573 mal)

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Offline Helmi

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Fund im Gotland-Kalksteinstück
« am: 02 Aug 09, 19:38 »
Hallo,
habe das auf dem Bild zu sehende beim Betrachten von Bruchstücken eines fossilienhaltigen Gotland-Kalksteinstückes (ca. 9 cm x 4 cm x 5cm, Fundort Wittenbecker Strand Nähe Fundort Kühlungsborn/ Ostseeküste ) im polarisierten Licht unter dem Mikroskop gefunden. Ist das die Anordnung von Calzit-Kristallen (D ca. 12 µm) in einer Platte oder könnten das Mikrofossilien sein?
Gruß Helmi

Offline triassammler

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Re:Fund im Gotland-Kalksteinstück
« Antwort #1 am: 02 Aug 09, 21:11 »
Hallo Helmut,

sieht stark nach der typischen Gitterstruktur eines Stachelhäuter-Elements aus. Der Calcit des ursprünglichen Elements ist dabei meist durch organische Einlagerungen (Farbpigmente bzw. deren Zersetzungsprodukte) dunkel gefärbt, während der sekundäre Calcit in den Poren meist farblos ist. Hast Du die Möglichkeit, das Stück polarisationsmikroskopisch zu betrachten? Bei Echinodermenresten löschen beide Calcitgenerationen im selben Winkel aus, weil sich die Kristallachsen des Calcitzements in den Poren beim Wachstum an denen des Primärcalcits orientieren (sog. Pseudo-Einkristall).

Gruß,
Rainer

Offline Helmi

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Re:Fund im Gotland-Kalksteinstück
« Antwort #2 am: 06 Aug 09, 19:49 »
Hallo Reiner,
könnten es auch Poren in Korallenwänden sein? Habe davon gelesen,daß Korallentierchen in einer Kolonie durch Poren kommunizieren. Der Stein besteht zu einem hohen Prozentsatz aus Kalk von Korallen bzw. korallenähnlichen Tierchen teilweise in ursprünglicher Form (s.auch Fossilienbestimmung Silur).
Gruß Helmi

Offline triassammler

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Re:Fund im Gotland-Kalksteinstück
« Antwort #3 am: 06 Aug 09, 21:24 »
Hallo Helmi,

das weiss ich leider nicht. Poren in Korallitenwänden kenne ich nur theoretisch, d. h. ich habe sie noch nie im Dünnschliff bzw. in einem mikroskopischen Präparat gesehen. Völlig in Abrede stellen will ich Deine These daher nicht. Paläozoische Korallen sind ja primärcalcitisch, allerdings bilden sie keine Pseudo-Einkristalle - die Unterscheidung zu einem Echinodermenrest dürfte sich also wie gesagt auf polarisationsmikroskopischem Weg gut machen lassen.

Gruß,
Rainer

Offline Helmi

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Re:Fund im Gotland-Kalksteinstück
« Antwort #4 am: 08 Aug 09, 10:06 »
Hallo,
leider bringt die Betrachtung im Dünnschliff auf Grund der Feinstkörnigkeit des Kalksteines nichts. Die Körner lassen sich optisch nicht erkennen. Es war ein großer Zufall, daß ich das Objekt überhaupt am Rande des Kalksteinsplitters gefunden habe.
Gruß Helmi

 

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