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Autor Thema: kalkstein verwittert  (Gelesen 4992 mal)

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kalkstein verwittert
« am: 13 Jul 09, 17:24 »
Hallo,

auch diese Steine stammen aus dem Wald. So richtig frisch sieht das Geraffel nicht aus. Egal wer sie hin geschleppt hat.....
Der Kalk ist verwittert und zum zum Teil rauh wie ein Reibeisen. Den Muschelkalk den ich in Essigwasser lege sieht nach Tagen nicht so aus wie der auf dem Bild......
Welches Schicksal könnte sie geroffen haben?

Danke für mögliche Antworten
Gruß
Maria

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Re: kalkstein verwittert
« Antwort #1 am: 13 Jul 09, 17:26 »
.....

Offline triassammler

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Re: kalkstein verwittert
« Antwort #2 am: 13 Jul 09, 21:27 »
Hallo,

"kalk24" ist ein Hornstein. Der wird im Lauf der Zeit auch von Huminsäuren angegriffen und sieht dann so aus, besonders wenn er schon stark geklüftet war.

Der Rest sind Kalksteine. Jahrelange Einwirkung von Huminsäuren und CO2-haltigen Sickerwässern verursachen ein anderes Verwitterungsbild als "Laborbedingungen", sprich Bad in Essigsäure.

Gruß,
Rainer

Offline Geomaxx

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Re: kalkstein verwittert
« Antwort #3 am: 13 Jul 09, 21:39 »
Hi
frei nach dem Motto "steter Tropfen höhlt den Stein..."
Glück Auf!
GEOMAXX

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Re: kalkstein verwittert
« Antwort #4 am: 13 Jul 09, 21:53 »
Hallo,
super, danke für die Antwort.

Gruß Marie

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Re: kalkstein verwittert
« Antwort #5 am: 16 Jul 09, 13:08 »
Hallo,

bituminös ist das Stichwort.

Wenn ich solch einem "geätzten" Kalkstein Feuer unter halte
qualmt der Stein wie ein Gummireifen...stinkt erbärmlich

Der Stein
jungh_1 301.jpg
näher betrachtet
jungh_1 301_a
da sind schwarze Schlieren zu erkennen.

Wie weit liegt der Gedanke entfernt das es sich hier um Bitumen handelt?
Danke für mögliche Antworten

Gruß Maria


Offline triassammler

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Re: kalkstein verwittert
« Antwort #6 am: 18 Jul 09, 17:05 »
bituminös ist das Stichwort.

Wie weit liegt der Gedanke entfernt das es sich hier um Bitumen handelt?

Ein gewisser Kerogengehalt (undifferenziertes Gemisch langkettiger Kohlenwasserstoffe) kann durchaus vorkommen bei Kalksteinen, die in ihrer Schichtfolge vertikal oder horizontal mit Kohlenwasserstoffmuttergesteinen vergesellschaftet sind. Wobei herauszustellen ist, dass der Kalkstein i. d. R. nicht das Mutter-, sondern nur das Speichergestein ist. Das Muttergestein muss eher bei Tonschichten und -schmitzen gesucht werden.
Vom mu weiss ich es nicht aus eigener Erfahrung, aber vor allem die oberen Abschnitte des mm und der ganze mo sind deutlich bituminös, man riecht das beim Anschlagen frischer Handstücke mit dem Hammer.

Makroskopisch sind aber nie Kerogen- bzw. Bitumenanreicherungen zu sehen. Lediglich die Färbung des Gesteins, grau, lässt darauf schließen. Irgendwelche schwarzen Bänderungen sind eher auf Tonlagen zurückzuführen.

Btw., wenn Du einen Kalkstein "ins Feuer", also in eine unkontrollierte Flamme, hältst, rußt und stinkt das auch unabhängig von vorhandenem oder nicht vorhandenem Kerogengehalt. Das hängt eher damit zusammen, dass der Stein die Flammentemperatur herabsetzt und der Brennstoff nur noch unvollständig verbrennt, ergo geruchsaktive Verbrennungsprodukte entstehen  ;)
Zum Nachweis von Kerogen mit Haushaltsmitteln lässt es sich noch am ehesten machen, eine genügend große Probe (wir reden hier von Kerogengehalten meist unter 3%) fein zu zermörsern und dann in heißem Wasser einige Zeit zu erhitzen. Auf der Wasseroberfläche sind dann mit etwas Glück winzige Öltröpfchen zu beobachten.

Gruß,
Rainer

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Re:kalkstein verwittert
« Antwort #7 am: 18 Jul 09, 17:32 »
Hallo Rainer,
danke für den Tip.
Werde ich ausprobieren :)
Marie

 

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