bituminös ist das Stichwort.
Wie weit liegt der Gedanke entfernt das es sich hier um Bitumen handelt?
Ein gewisser Kerogengehalt (undifferenziertes Gemisch langkettiger Kohlenwasserstoffe) kann durchaus vorkommen bei Kalksteinen, die in ihrer Schichtfolge vertikal oder horizontal mit Kohlenwasserstoffmuttergesteinen vergesellschaftet sind. Wobei herauszustellen ist, dass der Kalkstein i. d. R. nicht das Mutter-, sondern nur das Speichergestein ist. Das Muttergestein muss eher bei Tonschichten und -schmitzen gesucht werden.
Vom mu weiss ich es nicht aus eigener Erfahrung, aber vor allem die oberen Abschnitte des mm und der ganze mo sind deutlich bituminös, man riecht das beim Anschlagen frischer Handstücke mit dem Hammer.
Makroskopisch sind aber nie Kerogen- bzw. Bitumenanreicherungen zu sehen. Lediglich die Färbung des Gesteins, grau, lässt darauf schließen. Irgendwelche schwarzen Bänderungen sind eher auf Tonlagen zurückzuführen.
Btw., wenn Du einen Kalkstein "ins Feuer", also in eine unkontrollierte Flamme, hältst, rußt und stinkt das auch unabhängig von vorhandenem oder nicht vorhandenem Kerogengehalt. Das hängt eher damit zusammen, dass der Stein die Flammentemperatur herabsetzt und der Brennstoff nur noch unvollständig verbrennt, ergo geruchsaktive Verbrennungsprodukte entstehen

Zum Nachweis von Kerogen mit Haushaltsmitteln lässt es sich noch am ehesten machen, eine genügend große Probe (wir reden hier von Kerogengehalten meist unter 3%) fein zu zermörsern und dann in heißem Wasser einige Zeit zu erhitzen. Auf der Wasseroberfläche sind dann mit etwas Glück winzige Öltröpfchen zu beobachten.
Gruß,
Rainer