Hallo,
Bei Härtebestimmung ist immer sehr viel Vorischt geboten. Wichtig ist mit wirklich scharfen Spitzen zu arbeiteten, nur 100% sicher bekannte Prüfspitzhärten heranzuziehen (Nägel wären mir da zu unsicher) und -ganz wichtig- die Härte von beiden Seiten her einzugrenzen. Bei einigen Mineralien haben wir unterschiedliche Härte je nach Richtung, manchmal ist eine natürliche Kristalloberfläche chemisch oder strukturell verändert so dass deswegen Lottozahlen rauskommen und dann spielt noch die Qualität (Baufehler im Kristall) eine Rolle.
Hier:
1. Für Galenit wird häufig auch eine höhere Mohs-Härte als 2,5 angegeben. 2,5-3
2. ein rostfreier Eisennagel hat Härte 5, wenn der ritzt muss das Mineral weicher als 5 sein
3. Ritzversuche an Bleiglanz-Kristallen sind nicht so einfach, scheinbar wirkt der Galenit "schmierend"
4. wenn die Oberfläche auch nur dünn pseudemorphisiert ist (da reicht schon Cerussit was nicht nur häufig, sondern in diesem Fall wegen der Paragenese sogar wahrscheinlich ist) dann haben wir eine höhere Härte
5. die Bilder lassen keinen Zweifel zu dass es sich um Galenit handelt
Gruß
Berthold