Hallo,
ich kann Reiner in seiner Entrüstung nur zustimmen

Allerdings zeigte ein kürzlicher Besuch auf den Halden, dass es dort auch nicht zivilisierter zugeht - die Hänge der sauber aufgeschütteten Halden waren stark zerwühlt. Die Halden werden verdichtet, um der Erosion und dem Eintrag des Aushubs in die Umgebung vorzubeugen - das Bauunternehmen wird von "Auflockerungsarbeiten" sicher nicht begeistert sein. Gegen das Zerlegen loser Blöcke und Tonklumpen hat niemand etwas einzuwenden.
Alles in allem bin ich enttäuscht, wie es wieder einige wenige, die sich nicht schnell genug die Taschen, Tüten und Eimer füllen können, schaffen, die Toleranz eines Bauunternehmens gegenüber Sammlern aufs Spiel zu setzen. Dazu passt der vor Ort mehrfach vorgetragene Kommentar, es sei ein Unding, dass "Auswärtige" den "angestammten Sammlern" die besten Stücke "wegsammeln" würden.
Auch die Intensität, mit der alles, was nach Fossil aussieht, aufgesammelt wird, war für mich erstaunlich. Unbestimmbare Innenwindungen im Millimeter-Bereich, jegliche Bruchstücke und selbst fossilleere Konkretionen wurden fleißig eingetütet. Mittlerweile ist an vielen Stellen und besonders auf den Halden nicht mehr erkennbar, dass der Aufschluss überhaupt einmal Fossilien geliefert haben soll. "Goldrausch" ist hier wohl wörtlich zu nehmen.
Wie üblich betrifft dies wieder nur eine kleine, aber in ihrem Benehmen umso auffälligere Minderheit. Ausdrücklich möchte ich den Sammlerkollegen danken, mit denen sich vor Ort interessante und informative Gespräche ergeben haben, und die gerne bereit waren, ihr Wissen und ihre Beobachtungen mitzuteilen.
Gruß,
Rainer