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Unbekannte Steine
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traubensaft:
Hallo,
hier habe ich zwei Steine bei denen ich einiges über die Herkunft sagen kann, die Steine aber nicht einordnen konnte.
Der erste Stein stammt aus einem Steinbruch bei Nürtingen der folgendermasen beschrieben wurde: Dickbandiger, plattiger Rätsandstein und Psilonoten-Schichten. Die anderen Gesteine haben sich deutlich von diesem Unterschieden weshalb ich ihn nicht einordnen kann (bei Bedarf kann ich gerne die anderen Steine auch Fotografieren die ich dort gefunden habe).
Der zweite stammt ebenfalls aus einem Rähtsandsteinbruch in der nähe von Tübingen. Hier wurde der Rähtkeuper bis zum Knollenmergel abgebaut. Der Stein unterscheidet sich auch deutlich von den anderen die ich dort angetroffen habe. Er weisst eine Schwarze beschichtung auf bei der ich nicht weiss ob sie nur Oberflächlich ist. Der Stein stinkt wenn man ihn naß macht nach altem feuchten Weinkeller (richtig wiederlich)...
triassammler:
Hallo Benjamin,
um was genau dreht sich nun Deine Frage? Die Auskunft, die Dir vorliegt, nämlich dass es sich bei beidem um Rhätsandstein handelt, ist schon richtig. Stein 2 stammt wahrscheinlich aus dem Rhät/Jura-Grenzbereich ("Rhätbonebed"), dort tritt eher mal schwarze Färbung durch Kerogen, das aus den Juraschichten herabdissipiert ist, in den (untypisch grobkörnigen) Sandsteinen auf, außerdem ist Mangan an der Färbung beteiligt.
Der Geruch hat wohl eher mit rezenten Pilzbewohnern des porösen Sandsteins zu tun, sowie mit Humusresten ;)
Gruß,
Rainer
traubensaft:
Die anderen Steine, die ich dort gefunden habe hatten halt eine andere Färbung und Körnung (eher gelglich und mehr wie sandstein (pröselig), daher dachte ich das es etwas anderes sein könnte.
triassammler:
Der Rhätsandstein ist einigermaßen vielfältig, da er kieselig, tonig oder kalkig gebunden sein kann und entsprechend mehr oder weniger verwitterungsanfällig (und damit bröselig) ist. Obwohl der Rhätsandstein in der genannten Gegend ziemlich feinkörnig ausgebildet ist, kommen besonders zur T/J-Grenze hin gröbere Sandlagen (die genannten Rhätbonebeds - auch wenn es mit Knochen da drin nicht besonders weit her ist) vor, die lagenweise richtig in Grobsand ausarten und einzelne Kiesel führen können.
Wenn man einen Aufschluss noch nicht kennt, also zum ersten Mal da ist, bietet es sich immer an, ihn sehr genau anzuschauen und, wenn das Interesse auf einen lose gefundenen Stein fällt, zu versuchen, die passende Schicht in der anstehenden Schichtfolge zu finden, so dass man ihn besser einordnen kann. Man lernt dadurch auch viel über die einzelnen Schichten.
Ich kenne die Aufschlüsse; die Schichtfolge ist dort ziemlich übersichtlich und gut zu studieren.
Gruß,
Rainer
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